DIN EN 15860 2008-09

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Nationales Vorwort

Nationales Vorwort

Dieses Dokument (prEN 15860:2008) wurde vom

Dieses Dokument (prEN 15860:2008) wurde vom TechnischeTechnischen Komitee n Komitee CEN/TC 249 „Kunststoffe“ erarbeitet,CEN/TC 249 „Kunststoffe“ erarbeitet, dessen Sekretariat vom NBN (Belgien) gehalten wird. An der Erstellung auf europäischer Ebene war der dessen Sekretariat vom NBN (Belgien) gehalten wird. An der Erstellung auf europäischer Ebene war der deutsche

deutsche ArbeitsausArbeitsausschuss schuss NA NA 054-04-02 054-04-02 AA AA „Halbzeuge „Halbzeuge aus aus Thermoplasten“ Thermoplasten“ im im NormenausschNormenausschussuss Kunststoffe (FNK) maßgeblich beteiligt.

Kunststoffe (FNK) maßgeblich beteiligt. Das vorliegende Dokument

Das vorliegende Dokument (prEN (prEN 15860:215860:2008) ist 008) ist die inhaltliche die inhaltliche Weiterführung des inzwischen Weiterführung des inzwischen zurück- zurück-gezogenen europäischen Entwurfs prEN 1549 aus dem Jahr 1994 mit dem Titel "Allgemeine Anforderungen gezogenen europäischen Entwurfs prEN 1549 aus dem Jahr 1994 mit dem Titel "Allgemeine Anforderungen an Profile aus Thermoplasten für die spanende Weiterverarbeitung".

an Profile aus Thermoplasten für die spanende Weiterverarbeitung".

Das vorliegende Dokument (prEN 15860:2008) ist vorgesehen, die folgenden deutschen Normen vollständig Das vorliegende Dokument (prEN 15860:2008) ist vorgesehen, die folgenden deutschen Normen vollständig zu ersetzen:

zu ersetzen: DIN 16809,

DIN 16809,Hohlstäbe aus Polyethylenterephthalat (PETP) und Polybutylenterephthalat (PBTP) — MaßeHohlstäbe aus Polyethylenterephthalat (PETP) und Polybutylenterephthalat (PBTP) — Maße DIN 16941,

DIN 16941, Extrudierte Profile aus thermoplastischen Kunststoffen; Allgemeintoleranzen für Maße — FormExtrudierte Profile aus thermoplastischen Kunststoffen; Allgemeintoleranzen für Maße — Form

und Lage

und Lage DIN 16978,

DIN 16978,Hohlstäbe aus Polyacetal (POM) — MaßeHohlstäbe aus Polyacetal (POM) — Maße DIN 16980,

DIN 16980,Rundstäbe aus thermoplastischen Kunststoffen — MaßeRundstäbe aus thermoplastischen Kunststoffen — Maße DIN 16983,

DIN 16983,Hohlstäbe aus Polyamid (PA) — MaßeHohlstäbe aus Polyamid (PA) — Maße DIN 16985,

DIN 16985,Halbzeuge aus thermoplastischen Kunststoffen — Technische LieferbedingungenHalbzeuge aus thermoplastischen Kunststoffen — Technische Lieferbedingungen DIN 16986,

DIN 16986,Flachstäbe aus thermoplastischen Kunststoffen — MaßeFlachstäbe aus thermoplastischen Kunststoffen — Maße

Die Aktualisierung der Werkstofftabellen schließt die folgenden Änderungen gegenüber den Die Aktualisierung der Werkstofftabellen schließt die folgenden Änderungen gegenüber den Vorgänger-ausgaben ein:

ausgaben ein:

  

   Aufnahme Aufnahme neuer neuer Werkstoffe;Werkstoffe;

  

   aus aus MFI MFI wurde wurde MVR;MVR;

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   KerbschlagzäKerbschlagzähigkeit higkeit wurde wurde generell generell gestrichen;gestrichen;

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   Die technischen WeDie technischen Werte wurden an definierterte wurden an definierten Halbzeugabn Halbzeugabmessungen emessungen ermittelt, um den Einfluss derrmittelt, um den Einfluss der

Kristallinität bzw.

Kristallinität bzw. Geometrie auszuschließenGeometrie auszuschließen..

  

   Die technischen WeDie technischen Werte sind Mittelwerte, die von derte sind Mittelwerte, die von den Halbzeughn Halbzeugherstellern permanerstellern permanent im Rahmen deent im Rahmen derr

Fertigung ermittelt wurden. Fertigung ermittelt wurden.

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   Die Richtwerte gelten als Grundlage für die Die Richtwerte gelten als Grundlage für die Festlegung der zwischen Kunde und Festlegung der zwischen Kunde und Lieferant zuLieferant zu

spezifizierend

spezifizierenden en WerkstoffeigenWerkstoffeigenschaften der schaften der Halbzeuge.Halbzeuge.

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   Folgende Folgende Werte Werte wurden wurden als als Richtwerte Richtwerte festgelegt:festgelegt:

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    Dichte;  Dichte;

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   StrecksStreckspannung, pannung, Reißdehnung, Reißdehnung, Zug-E-Modul;Zug-E-Modul;

  

    Schmelz-/Glasübergangstemperatur.  Schmelz-/Glasübergangstemperatur.

  

   Richtwerte waren noRichtwerte waren notwendig, weil diese twendig, weil diese WerkstoffeigenschWerkstoffeigenschaften stark von der Kristallinaften stark von der Kristallinität bzw. derität bzw. der

Geometrie beeinflusst werden. Geometrie beeinflusst werden.

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  

   Folgende Folgende Werte Werte wurden wurden als als Sollwerte Sollwerte festgelegt:festgelegt:

  

    MVR;  MVR;

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    Viskositätszahl.  Viskositätszahl.

  

   MVR und ViskositäMVR und Viskositätszahl sind geotszahl sind geometrieunabmetrieunabhängig unhängig und können d können materialspezifisch bmaterialspezifisch betrachtet werdeetrachtet werden.n.

Sie lassen eine direkte Aussage über die Qualität der Halbzeuge zu. Sie lassen eine direkte Aussage über die Qualität der Halbzeuge zu.

  

    Umrechnungstabellen:  Umrechnungstabellen:

  

   In der In der Vergangenheit wurde die Vergangenheit wurde die Umrechnung der Umrechnung der Durchbiegung nicht, wie erforderlich, über denDurchbiegung nicht, wie erforderlich, über den

Strahlensat

Strahlensatz ermittelt, z ermittelt, sondern hier wurde z. sondern hier wurde z. B. der B. der Dreisatz angewendDreisatz angewendet.et.

  

   Als Hilfestellung und Als Hilfestellung und zur besseren zur besseren OrientierOrientierung ung wurden diese wurden diese Tabellen hinzugefügt Tabellen hinzugefügt (Anhang B).(Anhang B).

  

   Ermittlung Ermittlung der der Mikroporosität:Mikroporosität:

  

   Bei POM-H uBei POM-H und PP wurde nd PP wurde bei der Ermibei der Ermittlung der Mttlung der Mikroporosität aikroporosität auf die Definuf die Definition, die Duition, die Durchführungrchführung

und die Grenzwerte nach ASTM D6100 zurückgegriffen. und die Grenzwerte nach ASTM D6100 zurückgegriffen.

  

   Bilder und Bilder und Beispiele sind Beispiele sind im im Anhang Anhang A A des des NormentwurfNormentwurfs s enthalten.enthalten.

  

   Der GDer Grenzwert lrenzwert liegt, wie iegt, wie bei dbei der ASTM, er ASTM, bei 4 bei 4 %.%.

  

   Der GrenzweDer Grenzwert ist die Breite der Prt ist die Breite der Porositätslinie beorositätslinie bezogen auf dzogen auf den Querschnen Querschnitt des Probeköitt des Probekörpers,rpers,

gemessen an einem 100 mm langen Prüfling. gemessen an einem 100 mm langen Prüfling.

  

    Beispiele:  Beispiele:

  

   Abweichung Abweichung von von der der Geraden;Geraden;

       Maßhaltigkeit;  Maßhaltigkeit;        Probenlage.  Probenlage.        Maßhaltigkeit:  Maßhaltigkeit:   

   Geänderte Geänderte ProbekörperProbekörpergeometrien;geometrien;

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  

   Geänderte Geänderte HaltezeitHaltezeit;;

  

    Systematik;  Systematik;

  

   Resultate, Resultate, AbweichunAbweichungen gen zu zu den den alten alten Werten,Werten,

  

    Beispiele.  Beispiele.

Die Prüfung der Maßhaltigkeit wurde gegenüber den Vorgängernormen grundsätzlich überarbeitet. Die Die Prüfung der Maßhaltigkeit wurde gegenüber den Vorgängernormen grundsätzlich überarbeitet. Die Probekörpergeometrien wurden vereinfacht und die Messpunkte auch ins Zentrum gelegt. Dies erschien Probekörpergeometrien wurden vereinfacht und die Messpunkte auch ins Zentrum gelegt. Dies erschien sinnvoll, um einerseits den Herstellungsaufwand zu reduzieren, andererseits definierte Messpunkte sinnvoll, um einerseits den Herstellungsaufwand zu reduzieren, andererseits definierte Messpunkte festzulegen. Ein bestimmter Abstand vom Außendurchmesser (Rundstab), wie es

festzulegen. Ein bestimmter Abstand vom Außendurchmesser (Rundstab), wie es früher definiert war, früher definiert war, konntekonnte bei einem dicken Stab fast der Randzone entsprechen und bei einem dünnen in das Zentrum fallen.

bei einem dicken Stab fast der Randzone entsprechen und bei einem dünnen in das Zentrum fallen.

Die Prüftemperaturen waren teilweise an ASTM angelehnt. Für die neu aufzunehmenden Werkstoffe sind Die Prüftemperaturen waren teilweise an ASTM angelehnt. Für die neu aufzunehmenden Werkstoffe sind aber keine Empfehlungen vorhanden. Eine einheitliche Festlegung wurde notwendig. Am praxisgerechtesten aber keine Empfehlungen vorhanden. Eine einheitliche Festlegung wurde notwendig. Am praxisgerechtesten erschien der Arbeitsgruppe, sich an den in der Literatur beschriebenen Kurzzeit-Einsatztemperaturen zu erschien der Arbeitsgruppe, sich an den in der Literatur beschriebenen Kurzzeit-Einsatztemperaturen zu orientieren. Damit war sicher gestellt, dass bei den Warmlagerungen die Prüfkörper nicht thermisch orientieren. Damit war sicher gestellt, dass bei den Warmlagerungen die Prüfkörper nicht thermisch geschädigt werden – trotz

geschädigt werden – trotz der verlängerten Expositionszeit (diese entspricht der ASTM-Expositionszeit von 6der verlängerten Expositionszeit (diese entspricht der ASTM-Expositionszeit von 6 Stunden), die ebenso wie eine definierte Aufheiz- und Abkühlrate notwendig wurde, da die bisher festgelegte Stunden), die ebenso wie eine definierte Aufheiz- und Abkühlrate notwendig wurde, da die bisher festgelegte eine Stunde bei dicken Abmessungen nicht ausreichend war.

eine Stunde bei dicken Abmessungen nicht ausreichend war.

Aus all diesen Änderungen folgte zwangsläufig, dass die bisher bekannten Werte für die Nachschwindung Aus all diesen Änderungen folgte zwangsläufig, dass die bisher bekannten Werte für die Nachschwindung nicht mehr mit den mit den neuen Parametern ermittelten vergleichbar sind. In einem orientierenden nicht mehr mit den mit den neuen Parametern ermittelten vergleichbar sind. In einem orientierenden Rundversuch wurde festgestellt, dass sie zum Teil erheblich über den alten liegen. Da für grundlegende Rundversuch wurde festgestellt, dass sie zum Teil erheblich über den alten liegen. Da für grundlegende

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Untersuchungen weder die Zeit, noch eine signifikante Anzahl von Probekörpern (Werkstoffe, Chargen, Untersuchungen weder die Zeit, noch eine signifikante Anzahl von Probekörpern (Werkstoffe, Chargen, Verarbeitungsparameter etc.) vorhanden war, wurde beschlossen, in der neuen Norm lediglich Richtwerte Verarbeitungsparameter etc.) vorhanden war, wurde beschlossen, in der neuen Norm lediglich Richtwerte anzugeben und bei der nächsten Überarbeitung, wenn genügend abgesicherte Werte vorliegen, verbindliche anzugeben und bei der nächsten Überarbeitung, wenn genügend abgesicherte Werte vorliegen, verbindliche Werte aufzunehmen.

Werte aufzunehmen. Änderungen

Änderungen Gegenüber

Gegenüber DIN DIN 16809:1980-05, 16809:1980-05, DIN DIN 16941:1986-05, 16941:1986-05, DIN DIN 16978:1975-08, 16978:1975-08, DIN DIN 16980:1987-05,16980:1987-05, DIN

DIN 16983:1980-05, 16983:1980-05, DIN DIN 16985:1989-06 16985:1989-06 und und DIN DIN 16986:1987-05 16986:1987-05 wurden wurden folgende folgende ÄnderungenÄnderungen vorgenommen:

vorgenommen: a)

a) ZusammenfassZusammenfassung ung der der Halbzeugformen „Rundstäbe“, „Hohlstäbe“, „Tafeln“, „Flachstäbe“ Halbzeugformen „Rundstäbe“, „Hohlstäbe“, „Tafeln“, „Flachstäbe“ in einemin einem

Dokument;

Dokument;

b)

b) DefinitiDefinition on der der Begriffe Begriffe zu zu den den Halbzeugformen Halbzeugformen wurden wurden festgelegtfestgelegt;;

c)

c) Toleranzen wurden Toleranzen wurden dem dem Stand der Stand der Technik angepasst, Technik angepasst, Durchmesser- bzw. Durchmesser- bzw. DickenbereicDickenbereiche he wurdenwurden

erweitert;

erweitert;

d)

d) Aufnahme Aufnahme neuer neuer WerkstoffWerkstoffe e sowie sowie modifiziertmodifizierter/faserverser/faserverstärkter tärkter WerkstoffWerkstoffe e inklusive der inklusive der Festlegung Festlegung vonvon

Maßtoleranzen, Geradheitstoleranzen, physikalischen Werkstoffeigenschaften (Richt-/Sollwerte) sowie

Maßtoleranzen, Geradheitstoleranzen, physikalischen Werkstoffeigenschaften (Richt-/Sollwerte) sowie

der der Maßhaltigkeit;

der der Maßhaltigkeit;

e)

(6)

Document type: European Standard Document subtype:

Document stage: CEN Enquiry

CEN/TC 249 Sekretariat: NBN

Kunststoffe — Thermoplastische Halbzeuge für die spanende

Verarbeitung — Anforderungen und Prüfmethoden

Plastics — Thermoplastic semi-finished products for machining — Requirements and test methods Élément introductif — Élément central — Élément complémentaire

ICS:

Descriptors:

(7)

Inhalt

Seite Vorwort ...4 1 Anwendungsbereich ...4 2 Normative Verweisungen...4 3 Definitionen ...6 4 Werkstoffe ...6 5 Anforderungen...8 5.1 Lieferzustand ...8 5.2 Oberflächenbeschaffenheit ...9

5.3 Maße und Toleranzen für Rundstäbe ...9

5.3.1 Durchmesser...9

5.3.2 Länge ...11

5.3.3 Rundheit ...11

5.3.4 Geradheit ...12

5.4 Maße und Toleranzen für Hohlstäbe...13

5.4.1 Durchmesser...13

5.4.2 Länge ...15

5.4.3 Rundheit ...15

5.4.4 Geradheit ...15

5.4.5 Koaxialität...16

5.5 Maße und Toleranzen für Platten/Flachstäbe ...17

5.5.1 Dicke ...17

5.5.2 Länge und Breite ...18

5.5.3 Geradheit ...18 5.6 Eigenschaften ...21 5.6.1 Physikalische Eigenschaften ...21 5.6.2 Maßhaltigkeit...25 5.6.3 Physiologisches Verhalten...25 6 Prüfungen...26 6.1 Prüfbedingungen...26 6.2 Probenumfang ...26 6.3 Probenvorbereitung ...26 6.3.1 Mechanische Eigenschaften ...26 6.3.2 Dichte...27

6.3.3 Schmelze-Volumenfließrate, Viskositätszahl, Schmelztemperatur / Glasübergangstemperatur...27 6.3.4 Maßhaltigkeit...27 6.4 Lieferzustand ...28 6.5 Oberflächenbeschaffenheit ...28 6.6 Messgenauigkeit für Halbzeugmaße ...28 6.7 Dichte...28

6.8 Streckspannung und Reißdehnung...29

6.9 Elastizitätsmodul ...29 6.10 Vicat-Erweichungstemperatur...29 6.11 Schmelze-Volumenfließrate (MVR) ...29 6.12 Schmelztemperatur / Glasübergangstemperatur...30 6.13 Viskositätszahl...30 6.14 Maßhaltigkeit...30

(8)

7 Bezeichnung ...34

7.1 Rundstäbe...34

7.2 Hohlstab ...34

7.3 Platten/Flachstäbe...35

8 Kennzeichnung...35

Annex A (normative) Verfahren zur Bestimmung der Mikroporosität in Halbzeugen ...36

Annex B (normative) Tabellen und Hinweise zur Umrechnung von Durchbiegungswerten ...40

B.1 Beispiel 1...42

B.2 Beispiel 2...42

Annex C (informative) Anwendungsbeispiele zur Berechnung der Maßhaltigkeit ...43

C.1 Rundstäbe...43

C.2 Hohlstäbe ...44

(9)

Vorwort

Dieses Dokument (prEN 15860:2008) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 249 „Kunststoffe“ erarbeitet, dessen Sekretariat vom NBN gehalten wird.

Dieses Dokument ist derzeit zur CEN-Umfrage vorgelegt.

1 Anwendungsbereich

Dieser europäische Standard spezifiziert die Anforderungen, sowie deren Prüfmethoden, an Halbzeugen, wie Rund-, Hohl- und Flachstäben aus thermoplastischen Kunststoffen. Die Halbzeuge werden

vorzugsweise für die spanende Herstellung von Fertigteilen verwendet.

2 Normative Verweisungen

EN ISO 291:2005, Kunststoffe – Normalklimate für Konditionierung und Prüfung

EN ISO 306:2004, Kunststoffe – Thermoplaste - Bestimmung der Vicat-Erweichungstemperatur (VST) EN ISO 307:2003, Kunststoffe – Polyamide – Bestimmung der Viskositätszahl

EN ISO 527-1:1996, Kunststoffe – Bestimmung der Zugeigenschaften – Teil 1: Allgemeine Grundsätze EN ISO 527-2:1996, Kunststoffe – Bestimmung der Zugeigenschaften – Teil 2: Prüfbedingungen für Form- und Extrusionsmassen

EN ISO 1043-1:2001, Kunststoffe – Kennbuchstaben und Kurzzeichen – Teil 1: Basis-Polymere und ihre besonderen Eigenschaften

EN ISO 1133:2005, Kunststoffe – Bestimmung der Massefließrate (MFR) und der Schmelze-Volumenfließrate (MVR) von Thermoplasten

EN ISO 1163-1:1999, Kunststoffe – Weichmacherfreie Polyvinylchlorid (PVC-U)-Formmassen – Teil 1: Bezeichnungssystem und Basis für Spezifikationen

EN ISO 1183-1:2004, Kunststoffe – Verfahren zur Bestimmung der Dichte von nicht verschäumten Kunststoffen – Teil 1: Eintauchverfahren, Verfahren mit Flüssigkeitspyknometer und Titrationsverfahren EN ISO 1183-2:2004, Kunststoffe – Verfahren zur Bestimmung der Dichte von nicht verschäumten Kunststoffen – Teil 2: Verfahren mit Dichtegradientensäule

EN ISO 1872-1:1999, Kunststoffe – Polyethylen (PE)-Formmassen – Teil 1: Bezeichnungssystem und Basis für Spezifikationen

EN ISO 1873-1:1995, Kunststoffe – Polypropylen (PP)-Formmassen – Teil1: Bezeichnungssystem und Basis für Spezifikationen

EN ISO 1874-1:2000, Kunststoffe – Polyamid (PA)-Formmassen – Teil 1: Bezeichnung

EN ISO 2580-1:2002, Kunststoffe – Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS)-Formmassen – Teil 1: Bezeichnungssystem und Basis für Spezifikationen

(10)

EN ISO 2818:1996, Kunststoffe – Herstellung von Probekörpern durch mechanische Bearbeitung

EN ISO 7391-1:2006, Kunststoffe – Polycarbonat (PC)-Formmassen – Teil 1: Bezeichnungssystem und Basis für Spezifikationen

EN ISO 7792-1:2004, Kunststoffe – Thermoplastische Polyester (TP)-Formmassen – Teil 1: Bezeichnungssystem und Basis für Spezifikationen

EN ISO 9988-1:2006, Kunststoffe – Polyoxymethylen (POM)-Formmassen – Teil 1: Bezeichnungssystem und Basis für Spezifikationen

EN ISO 10350-1:2000, Kunststoffe – Ermittlung und Darstellung vergleichbarer Einpunktkennwerte – Teil 1: Formmassen

EN ISO 11357-1:1997, Kunststoffe – Dynamische Differenz-Thermoanalyse (DSC) – Teil 1: Allgemeine Grundlagen

EN ISO 11542-1: 2001, Kunststoffe – Ultrahochmolekulare Polyethylen (PE-UHMW)-Formmassen – Teil 1: Bezeichnungssystem und Basis für Spezifikationen

EN ISO 12086-1:2006, Kunststoffe – Fluorpolymerdispersionen, Formmassen und Extrusionsmaterialien  – Teil 1: Bezeichnungssystem und Basis für Spezifikationen

EN ISO 15103-1:2004, Kunststoffe – Polyphenylether (PPE)-Formmassen – Teil 1: Bezeichnungssystem und Basis für Spezifikationen

ISO 1628-5, Plastics; determination of viscosity number and limiting viscosity number; part 5: poly(alkyleneterephthalates);

ISO 11357-2, Plastics – Differential scanning calorimetry (DSC) – Part 2: Determination of glass transition temperature

ISO 11357-3, Plastics – Differential scanning calorimetry (DSC) – Part 3: Determination of temperature and enthalpy of melting and crystallization

ISO 15527, Compression moulded sheets of polyethylene (PE-UHMW, PE-HMW, PE-HD) – Requirements and test methods

(11)

3 Definitionen

In dieser Norm werden folgende Begriffe bzw. Terminologien verwendet. 3.1

Halbzeug

Rund- und Hohlstäbe, Platten/Flachstäbe, aus denen, durch spanende Bearbeitung, Fertigteile hergestellt werden

3.2

Rundstab

Bei Rundstäben handelt es sich um extrudierte, gegossene bzw. gepresste längliche, gerade, massive Produkte mit einem über ihre gesamte Länge gleichbleibenden kreisförmigen Querschnitt

3.3

Hohlstab

Bei Hohlstäben handelt es sich um extrudierte, gegossene bzw. gepresste längliche, gerade, hohle Produkte mit einem über ihre gesamte Länge gleichbleibenden kreisförmigen Querschnitt wobei die innere und äußere Wand konzentrisch sind

3.4 Platte Flachstab

Bei Platten / Flachstäben handelt es sich um extrudierte, kalandrierte, gegossene bzw. gepresste rechteckige, massive Produkte mit einer über ihren Querschnitt gleichmäßigen Dicke von min. 0,2 mm

4 Werkstoffe

Die Halbzeuge sind aus thermoplastischen Formmassen herzustellen. Die Formmassen können gegebenenfalls Additive wie z. B. Verarbeitungshilfsmittel, Verstärkungsmittel, Füllstoffe, Stabilisatoren und Farbmittel enthalten. Im weiteren Text wird dann von modifizierten Werkstoffen gesprochen.

Art und Menge dieser Additive beeinflussen die mechanischen, thermischen und elektrischen Eigenschaften der Halbzeuge. Wahl und Anteile der Additive bleiben dem Hersteller überlassen.

(12)

Tabelle 1  Auflistung der für Halbzeuge am häufigsten verwendeten thermoplastischen Werkstoffe

Kurzzeichen Werkstoffe

ABS Acrylnitril-Butadien-Styrol

ECTFE Ethylen-Chlortrifluorethylen Copolymer

PA 6 Polyamid 6 PA 6 Ca Polyamid 6, Guss PA 66 Polyamid 66 PA 12 Polyamid 12 PA 12 Ca Polyamid 12, Guss PA 46 Polyamid 46 PA 6/12 Cab Polyamid 6/12, Guss PBT Polybutylenterephthalat PC Polycarbonat PEEK Polyetheretherketon

PE-HD Polyethylen, High Density (Gruppe 2.1 oder 3.1 der ISO 15527:2007)

PE-LD Polyethylen, Low Density

PE-UHMW Polyethylen, Ultra High Molecular Weight (Gruppe 1.1 oder 1.2 der ISO15527:2007)

PEI Polyetherimid

PESU Polyethersulfon

PET Polyethylenterephthalat

POM-C Polyoxymethylen, Copolymer

POM-H Polyoxymethylen, Homopolymer

PP-B Polypropylen, Block Copolymer

PP-H Polypropylen, Homopolymer

PP-R Polypropylen, Random Copolymer

PPE+PS Polystyrol modifiziertes Polyphenylenether

PPS Polyphenylensulfid

PPSU Polyphenylensulfon

PSU Polysulfon

PVC-C Polyvinychlorid, Chloriert

PVC-HI Polyvinylchlorid, Hochschlagzäh modifiziert PVC-U Polyvinylchlorid, Unplasticized

PVDF Polyvinylidenfluorid

a "C" bedeutet „Cast = Gusspolyamid"

(13)

5 Anforderungen 5.1 Lieferzustand

Die Halbzeuge sollen frei von Blasen, Lunkern, Rissen, Fremdkörpern und anderen Fehlstellen sein, die das Material für den jeweiligen Einsatzzweck ungeeignet machen. Besondere Anforderungen dieser Art sind zwischen Lieferant und Abnehmer zu vereinbaren.

Die Halbzeuge sind spannungsarm herzustellen (siehe 5.6.2).

Naturfarben: geringe Farbunterschiede, die rohstoff- und/oder herstellungsbedingt sind, sind zulässig. Naturfarben bedeutet, dass dem Rohstoff bei der Herstellung und Verarbeitung keine Zusätze zum Zwecke einer Farbänderung zugesetzt sind.

Einfärbungen: diese sind zwischen Lieferant und Abnehmer zu vereinbaren. Die Einfärbung soll gleichmäßig sein. Geringe Farbunterschiede, die rohstoff- und/oder herstellungsbedingt sind, sind zulässig.

Die Prüfung erfolgt in Übereinstimmung mit Abschnitt 6.4.

ANMERKUNG - Halbzeuge aus Polyamid (PA) sind nach der Herstellung trocken, nehmen jedoch während der Lagerung Feuchtigkeit auf. Der Feuchtegehalt im Anlieferungszustand ist abhängig vom Typ der Formmasse, von dem Querschnitt (Plattendicke, Rundstabdurchmesser oder Hohlstab-Wanddicke) der Halbzeuge sowie von der Art und Dauer ihrer Lagerung.

Bei Halbzeugen aus POM, PEEK und PP sind helle Stellen im Zentrum des Halbzeuges zulässig.

Bei Halbzeugen aus POM-H und PP ist Mikroporosität im Zentrum des Halbzeuges nicht ausgeschlossen. Der größte Durchmesser bzw. die größte Breite der Mikroporositätslinie(n) darf dabei  jedoch 4% nicht überschreiten. Im Anhang A ist das Verfahren zur Bestimmung der Mikroporosität

beschrieben.

Werden bei POM und PP Halbzeugen besondere Anforderungen, z. B. an Druckdichtheit und/oder elektrische Durchschlagsfestigkeit gestellt, sind diese zwischen Lieferant und Abnehmer zu vereinbaren.

(14)

5.2 Oberflächenbeschaffenheit

Die Halbzeuge müssen im wesentlichen glatte Oberflächen aufweisen. Geringfügige Markierungen, Riefen und Unebenheiten, die aus herstellungsbedingten und konfektionsbedingten Gründen auftreten, sind zulässig, sofern die spezifizierten Grenzabmaße wie in den Abschnitten 5.3, 5.4 und 5.5 beschrieben, eingehalten werden.

Die Prüfung erfolgt wie in Abschnitt 6.5 beschrieben.

Spezielle Anforderungen an die Oberflächenbeschaffenheit sind zwischen Lieferant und Abnehmer zu vereinbaren.

5.3 Maße und Toleranzen für Rundstäbe 5.3.1 Durchmesser

Die üblichen Durchmesser sind in den Lieferprogrammen der Anbieter aufgeführt. Die Toleranzen für die Durchmesser sind in Tabelle 2 nach Maßbereichen angegeben.

(15)

Tabelle 2  Durchmessertoleranzen für Rundstäbe

Maße in Millimeter 

Spalte 1 Spalte 2 Spalte 3 Spalte 4 Spalte 5

Durchmesser-gruppen ECTFE PBT PA 6 PEEK PA 66 PET PA 11 POM PA 12 PPS PA 46 PVDF PA 6 C PA 6/12 C PA 12 C ABS PC PEI PPE+PS PPSU PSU PE-LD PE-HD PE-UHMW PP-B PP-H PP-R PVC-C PVC-HI PVC-U bis 4 — + 0,3 + 0,1 über 4 bis 6 + 0,6 + 0,1 — + 0,7 + 0,1 + 0,4 + 0,1 über 6 bis 8 + 0,5 + 0,1 über 8 bis 10 + 0,7 + 0,1 — + 0,8 + 0,1 + 0,6 + 0,1 über 10 bis 12 + 0,7+ 0,2 über 12 bis 16 + 0,8 + 0,2 über 16 bis 18 + 0,9 + 0,2 über 18 bis 20 + 0,8 + 0,2 — + 0,9 + 0,2 über 20 bis 25 über 25 bis 30 + 1,0 + 0,2 — + 1,2 + 0,2 + 1,2 + 0,2 über 30 bis 32 + 1,2+ 0,2 über 32 bis 36 + 1,3 + 0,2 über 36 bis 40 + 1,2 + 0,2 + 1,4 + 0,2 + 1,6 + 0,2 + 1,5 + 0,2 über 40 bis 45 über 45 bis 56 + 1,3 + 0,3 + 1,9 + 0,3 + 2 + 0,3 + 2 + 0,3 über 56 bis 63 + 2,3 + 0,3 über 63 bis 70 + 1,6 + 0,3 + 2,5 + 0,3 + 2,5 + 0,3 + 2,5 + 0,3 über 70 bis 80 + 2,0+ 0,4 + 2,8+ 0,4 + 3,0+ 0,4 + 3,0+ 0,4 über 80 bis 90 + 2,2+ 0,5 + 3,2+ 0,5 + 3,4+ 0,5 + 3,4+ 0,5 + 3,0+ 0,5 über 90 bis 100 + 2,5+ 0,6 + 3,5+ 0,6 + 3,8+ 0,6 + 3,8+ 0,6 + 3,5+ 0,6 über 100 bis 110 + 3,0+ 0,7 + 3,9+ 0,7 + 4,2+ 0,7 + 4,2+ 0,7 + 4,0+ 0,7 über 110 bis 125 + 3,5+ 0,8 + 4,3 + 0,8 + 4,6 + 0,8 + 4,6 + 0,8 + 5,0 + 0,8 über 125 bis 140 + 3,8+ 0,9 + 5,0 + 0,8 + 5,4 + 0,9 + 5,4 + 0,9 + 6,0 + 0,9 über 140 bis 150 + 4,2+ 1,0 + 5,3+ 0,8 + 5,8+ 1,0 + 5,8+ 1,0 + 7,0+ 1,0 über 150 bis 160 + 4,5+ 1,1 + 0,8+6,0 + 6,3+ 1,1 + 6,3+ 1,1 + 8,0+ 1,1 über 160 bis 180 + 5,0 + 1,2 + 6,5+ 1,0 + 7,4 + 1,2 + 7,4 + 1,2 + 9,0 + 1,2

(16)

Tabelle 2(fortgesetzt )

Maße in Millimeter 

Spalte 1 Spalte 2 Spalte 3 Spalte 4 Spalte 5

Durchmessser-gruppen ECTFE PBT PA 6 PEEK PA 66 PET PA 11 POM PA 12 PPS PA 46 PVDF PA 6 C PA 6/12 C PA 12 C ABS PC PEI PPE+PS PPSU PSU PE-LD PE-HD PE-UHMW PP-B PP-H PP-R PVC-C PVC-HI PVC-U über 180 bis 200 + 5,5+ 1,3 + 7,5 + 1,0 + 8,5 + 1,3 + 8,5 + 1,3 + 10,0 + 1,3 über 200 bis 220 + 5,8+ 1,3 + 8,5+ 1,0 + 9,0+ 1,3 + 9,0+ 1,3 + 11,0+ 1,3 über 220 bis 250 + 6,2+ 1,5 + 9,5+ 1,0 + 9,5+ 1,5 + 9,5+ 1,5 + 11,0+ 1,5 über 250 bis 280 + 6,6+ 1,5 + 11,0+ 1,0 +10,0+ 1,5 + 12,0+ 1,5 über 280 bis 320 + 7,5+ 1,5 + 12,0+ 1,5 + 10,5+ 1,5 über 320 bis 360 + 8,5+ 1,5 + 13,5+ 1,5 — + 12 + 1,5 — über 360 bis 400 + 9,5 + 1,5 + 15,0 + 1,5 über 400 bis 450 + 10,5+ 1,5 +16,5+ 1,5 über 450 bis 500 + 11,5+ 1,5 +18,0+ 1,5 + 12 + 1,5 über 500 bis 600 — +21 + 3 über 600 bis 700 — +25 + 3 — — —

ANMERKUNG 1 Die Toleranzen aus der Tabelle 2 sind gültig für Rundstäbe aus modifizierten und nicht-modifizierten Werkstoffen.

ANMERKUNG 2 Rundstäbe aus faserverstärkten Werkstoffen müssen jedoch nicht den Toleranzen aus der jeweiligen Spalte, sondern denen aus der Spalte 3 entsprechen.

ANMERKUNG 3 Toleranzen anderer Durchmesser bzw. abweichende Toleranzen sind zwischen Lieferant und Abnehmer zu vereinbaren.

5.3.2 Länge

Die Längentoleranz beträgt 0/+3%.

Die Schnittflächen sind sauber und senkrecht zur Längsachse auszuführen, so dass die Nennlänge immer erzielt werden kann.

Abweichende Längentoleranzen sind zwischen Lieferant und Abnehmer zu vereinbaren. 5.3.3 Rundheit

Die Rundheitsabweichung d. h. der Unterschied zwischen dem größten und kleinsten Durchmesser desselben Querschnitts darf die Hälfte des Toleranzbereiches aus Tabelle 2 nicht überschreiten.

(17)

5.3.4 Geradheit

Die Abweichungen der Rundstäbe von der Geraden dürfen die in Tabelle 3 durchmesserabhängig und für eine Bezugslänge von 1000 mm angegebenen Werte nicht überschreiten – siehe auch Bild 1. Dabei wird der Rundstab zwanglos so auf eine plane Fläche gelegt, dass das Eigengewicht des Stabes den Messwert nicht beeinflusst. Der Messwert (f) ist der größte Abstand zwischen dem geraden 1000 mm langen Messlineal und der konkaven Seite des Rundstabs.

Siehe Anlage Tabelle B1 für die Umrechnung der Durchbiegung in Abhängigkeit von der Bezugslänge Anmerkung In der Anlage Tabelle B ist ein Beispiel hinterlegt.

Maße in Millimeter

Legende 1 Messlineal

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Tabelle 3  Geradheitsanforderungen

Maße in Millimeter  Max. zulässige Abweichungen von der Geraden (f max. zul.)

Spalte 1 Spalte 2 Spalte 3 Spalte 4 Spalte 5

ABS PA 46 PA 6/12 C

PA 6 PBT PESU

PA 6 C PC POM PA 66 PEEK PPE+PS PA 12 PET PPS

PEI PPSU PSU

PA 12 C Durchmesser-gruppen nicht-faserverstärkta faserverstärkt ECTFE PE-LD PE-HD PVDF PE-UHMW PP-H PP-B PP-R PVC-C PVC-HI PVC-U bis 20 8,0 10,0 15,0 20,0 10,0 10,0 über 20 bis 32 5,0 6,5 12,0 17,5 8,0 8,0 über 32 bis 50 4,0 5,0 10,0 17,5 8,0 8,0 über 50 bis 100 4,0 5,0 8,0 15,0 6,5 6,5 über 100 bis 150 3,5 4,0 6,0 10,0 5,0 5,0 über 150 3,5 4,0 6,0 10,0 5,0 5,0

ANMERKUNG 1 Die Grenzwerte aus den Spalten 2 bis 5 sind gültig für Rundstäbe aus modifizierten und nicht-modifizierten Werkstoffen.

ANMERKUNG 2 Abweichende Geradheitsanforderungen sind zwischen Lieferant und Abnehmer zu vereinbaren.

a andere Additive , außer Fasern, können enthalten sein

5.4 Maße und Toleranzen für Hohlstäbe 5.4.1 Durchmesser

Die üblichen Durchmesser sind in den Lieferprogrammen der Anbieter aufgeführt.

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Tabelle 4  Durchmessertoleranzen für Hohlstäbe Maße in Millimeter  Toleranzen Außendurchmesser Toleranzen Außendurchmesser Toleranzen Innendurchmesser Toleranzen Innendurchmesser  Außendurchmesser-gruppen ABS, ECTFE, PA 6, PA 66, PA 11, PA 12, PA 46, PBT, PC, PEEK, PET, PEI, PESU, POM, PPE+PS, PPS, PPSU, PSU, PVDF PA6 C, PA12 C, PA 6/12 C ABS, ECTFE, PA 6, PA 66, PA 11, PA 12, PA 46, PBT, PC, PEEK, PET, PEI, PESU, POM, PPE+PS, PPS, PPSU, PSU, PVDF PA6 C, PA12 C, PA 6/12 C von 20 bis 30 + 1,1+ 0,4 - 0,4- 1,1 über 30 bis 50 + 2,0+ 0,6 - 0,6- 2,0 über 50 bis 60 + 2,5+ 0,8 + 3,0 + 0,8 - 0,8 - 2,5 - 0,8 - 4,0 über 60 bis 80 + 3,0+ 0,8 + 4,0+ 0,8 - 0,8- 3,0 - 0,8- 4,0 über 80 bis 110 + 3,6+ 1,2 + 5,0+ 1,0 - 1,6- 5,0 - 1,0- 6,0 über 110 bis 150 + 4,5+ 1,5 + 7,5+ 1,5 - 2,0- 6,5 - 1,5- 7,5 über 150 bis 180 + 5,4+ 1,8 + 9,0+ 1,8 - 2,2- 7,5 - 1,8- 9,0 über 180 bis 220 + 6,0+ 2,0 + 11,0+ 2,0 - 2,5- 8,5 - 11,0- 2,0 über 220 bis 250 + 9,0+ 3,0 + 12,5+ 2,5 - 12,0- 3,0 - 12,5- 2,5 über 250 bis 300 +10,0+ 3,0 + 15,0+ 3,0 - 13,0- 3,5 - 15,0- 3,0 über 300 bis 400 + 11,0+ 3,0 + 17,5+ 3,0 - 14,0- 3,5 - 17,5- 3,0 über 400 bis 500 + 13,0+ 3,0 + 20,0+ 3,0 - 16,0- 3,5 - 20,0- 3,0 über 500 bis 600 + 15,0+ 3,0 + 25,0+ 3,0 - 18,0- 3,5 - 25,0- 3,0

ANMERKUNG 1 Die Toleranzen aus Tabelle 4 sind gültig für Hohlstäbe aus modifizierten und nicht-modifizierten Werkstoffen.

ANMERKUNG 2 Die Toleranzen aus Tabelle 4 können auch für Hohlstäbe aus PE und PP angewendet werden, sofern nicht andere Normen zugrunde liegen.

ANMERKUNG 3 Toleranzen für andere Durchmesser sowie abweichende Toleranzen sind zwischen Lieferant und Abnehmer zu vereinbaren.

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5.4.2 Länge

Die Längentoleranz beträgt 0/+3%.

Die Schnittflächen sind sauber und senkrecht zur Längsachse auszuführen, so dass die Nennlänge immer erzielt werden kann.

Abweichende Längentoleranzen sind zwischen Lieferant und Abnehmer zu vereinbaren. 5.4.3 Rundheit

Beim Innen- und Außendurchmesser darf die Rundheitsabweichung, d. h. der Unterschied zwischen dem größten und kleinsten Durchmesser desselben Querschnitts, die Hälfte des Toleranzbereiches, oberes – unteres Abmaß, wie in Tabelle 4 dargestellt, nicht überschreiten.

5.4.4 Geradheit

Die Abweichungen der Hohlstäbe von der Geraden dürfen die in Tabelle 5 außendurchmesserabhängig und für eine Bezugslänge von 1000 mm angegebenen Werte nicht überschreiten – siehe auch Bild 2. Dabei wird der Hohlstab zwanglos so auf eine plane Fläche gelegt, dass das Eigengewicht des Hohlstabs den Messwert nicht beeinflusst. Der Messwert (f) ist der größte Abstand zwischen dem geraden 1000 mm langen Messlineal und der konkaven Seite des Hohlstabs.

Siehe Anhang Tabelle B für die Umrechnung der Durchbiegung in Abhängigkeit von der Bezugslänge.

Maße in Millimeter

Legende 1 Messlineal

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Tabelle 5  Geradheitsanforderungen

Maße in Millimeter

Außendurchmessergruppen Maximal zulässige Abweichungen von der Geraden (f max. all.)

bis 20 10

von 20 bis 45 6

über 45 bis 100 5

über 100 4

ANMERKUNG 1 Die Grenzwerte aus der Tabelle 5 sind gültig für Hohlstäbe aus modifizierten und nicht-modifizierten Werkstoffen.

ANMERKUNG 2 Abweichende Geradheitsanforderungen sind zwischen Lieferant und Abnehmer zu vereinbaren.

5.4.5 Koaxialität

Damit der Nenn-Aussen- und der Nenn-Innendurchmesser aus dem Hohlstab zerspant werden können, und dies sowohl beim Spannen des Außendurchmessers als auch des Innendurchmessers, darf die Exzentrizität, d.h. die Mittigkeitsabweichung (∆E/2) zwischen Innen- und Aussendurchmesser desselben

Querschnitts nur so klein sein, dass die Wandstärkendifferenz ∆E kleiner oder gleich 0,8 (dnenn – dmax)

und kleiner oder gleich 0,8 (Dmin – Dnenn) ist. ∆E  = E max – E min≤ 0,8 (dnenn – dmax)

und

∆E  = E max –E min≤ 0,8 (Dmin – Dnenn)

wenn

 E max ist die maximale Wandstärke, im Querschnitt;  E min ist die minimale Wandstärke, im Querschnitt;

nenn ist der nominale Innendurchmesser, Nennmaß; d max ist der maximale Innendurchmesser, gemessen;  Dnenn ist der nominale Außendurchmesser, Nennmaß;  Dmin ist der minimale Außendurchmesser, gemessen.

(22)

Bild 3 — Prinzip zur Messung der Koaxialität

5.5 Maße und Toleranzen für Platten/Flachstäbe 5.5.1 Dicke

Die üblichen Dicken sind in den Lieferprogrammen der Anbieter aufgeführt.

Die Toleranzen für die Dicke sind in Tabellen 6 und 7 nach Maßbereichen angegeben.

Tabelle 6 — Dickentoleranzen für kalandrierte Platten/Flachstäbe

Maße in Millimeter

Dicken Toleranzen

ABS, ECTFE, PA 6, PA 66, PA 11, PA 12, PA 46, PBT, PC, PEEK, PEI, PESU, PET, POM, PPE+PS, PPS, PPSU,

PSU, PVDF 0,2 bis 0,5 ± 0,05 über 0,5 bis 1,2 ± 0,10 über 1,2 bis 2,5 ± 0,15 über 2,5 bis 4 ± 0,20 über 4 bis 6 ± 0,25

(23)

Tabelle 7  Dickentoleranzen für extrudierte, gegossene und gepresste Platten/Flachstäbe Maße in Millimeter

Dicken Toleranzen

ABS, ECTFE, PA 6, PA 66, PA 11, PA 12, PA 46, PBT, PC, PEEK, PEI,

PESU, PET, POM, PPE+PS, PPS, PPSU, PSU, PVDF Toleranzen PA 6 C, PA 12 C, PA 6/12 C von 5 bis 6 + 0,7+ 0,2 über 6 bis 10 + 1,1+ 0,2 + 1,5 + 0,2 über 10 bis 25 + 1,5+ 0,3 + 2,5+ 0,3 über 25 bis 50 + 2,5+ 0,5 + 3,5+ 0,5 über 50 bis 70 + 3,5+ 0,5 + 5,0+ 0,5 über 70 bis 100 + 5,0+ 0,5 + 7,0+ 0,5 über 100 bis 130 + 6,0+ 0,5 + 9,0+ 0,5 über 130 bis 160 + 7,0+ 0,5 + 10,0+ 0,5

ANMERKUNG 1 Die Toleranzen aus Tabelle 7 sind gültig für Platten/Flachstäbe aus modifizierten und nicht-modifizierten Werkstoffen.

ANMERKUNG 2 Die Toleranzen aus Tabelle 7 können auch für Platten/Flachstäbe aus PE und PP angewendet werden, sofern nicht andere Normen zugrunde liegen.

ANMERKUNG 3 Toleranzen für andere Dicken sowie abweichende Toleranzen sind zwischen Lieferant und Abnehmer zu vereinbaren.

5.5.2 Länge und Breite

Toleranz für die Breite: +0,5%/+4% Toleranz für die Länge: +0%/+3%

Abweichende Breiten- und/oder Längentoleranzen sind zwischen Lieferant und Abnehmer zu vereinbaren.

Die Schnittflächen sind sauber und senkrecht zur Symmetrieachse auszuführen, so dass die Nennlänge und/oder Nennbreite erzielt werden kann.

5.5.3 Geradheit

Die Abweichungen der Platten / Flachstäbe von den Geraden dürfen die in Tabelle 8 dickenabhängig und für eine Bezugslänge von 1000 mm angegebenen Werte nicht überschreiten – siehe auch Bilder 4a, 4b und 4c. Dabei wird die Platte / der Flachstab zwanglos so auf eine plane Fläche gelegt, dass die konkave Seite nach Oben zeigt.

Der Messwert (f) ist der größte Abstand zwischen dem geraden 1000 mm langen Messlineal und der konkaven Seite der Platte / des Flachstabes, gemessen über die gesamte Länge bzw. Breite.

(24)

Maße in Millimeter

Legende 1 Messlineal

2 Extrusionsrichtung (sofern zutreffend) 3 Plane Fläche

 H   Dicke  L  Länge

Bild 4a — Prinzip der Geradheitsprüfung über die Länge (L) bei Platten/Flachstäben

Maße in Millimeter Legende 1 Messlineal 2 Plane Fläche  H   Dicke  B  Breite

(25)

Maße in Millimeter

Legende 1 Messlineal

2 Extrusionsrichtung (sofern zutreffend) 3 Plane Fläche

 L  Länge  B  Breite

(26)

Tabelle 8  Geradheitsanforderungen

Maße in Millimeter Max. zulässige Abweichungen von der Geraden (f max. zul.)

ABS ECTFE PA 6 PA 6 C PA 66 PA 12

PA 12 C PA 6/12 C PA 46 PBT PC PEEK

PEI PESU PET POM PPE+PS PPS

PPSU PSU PVDF

Dickengruppen

1 (siehe Bild4a) f 2 (siehe Bild4b) f 3 (siehe Bild4c)

bis 6 6,0 7,0 über 6 bis 16 4,0 5,0 über 16 bis 25 2,5 über 25 bis 50 2,0 über 50 1,5 3,5 4,0

ANMERKUNG 1 Die Grenzwerte aus der Tabelle 8 sind gültig für unbearbeitete Platten/Flachstäbe aus modifizierten und nicht-modifizierten Werkstoffen.

ANMERKUNG 2 Abweichende Geradheitsanforderungen sind zwischen Lieferant und Abnehmer zu vereinbaren.

5.6 Eigenschaften

5.6.1 Physikalische Eigenschaften

Nachtstehende Eigenschaftswerte gelten ausschließlich für Halbzeuge aus nicht modifizierten Werkstoffen in ihrer natürlichen Einfärbung (gemessen an aus Halbzeugen zerspanten Probekörpern). Die Eigenschaftswerte bzw. spezielle Anforderungen für Halbzeuge aus modifizierten Werkstoffen sind zwischen Lieferant und Abnehmer zu vereinbaren.

Die Eigenschaftswerte bei thermoplastischen Kunststoffhalbzeugen hängen stark von der thermischen Vorgeschichte und daher von der Halbzeugform (Rundstab, Hohlstab, Platte/Flachstab) und der betreffenden Abmessung (Durchmesser oder Dicke) ab. Dies macht es sehr schwierig, Mindestwerte anzugeben, die für alle Halbzeugformen und Abmessungen zutreffen. Demzufolge sind die in den Tabellen 9 und 10 für die Dichte, Streckspannung, Reißdehnung, Zug-Elastizitätsmodul, Schmelztemperatur/Glasübergangstemperatur und Vicat-Erweichungstemperatur VST/B/50 aufgeführten Werte keine Mindestwerte sondern Richtwerte (kursiv dargestellt). Es handelt sich dabei um Mittelwerte, bestimmt aus Versuchen an Rundstäben ∅  40 - 60 mm, die vor allem für Vergleichszwecke bei der

Materialauswahl verwendet werden können. Diese Werte liegen im normalen Bereich der Produkteigenschaften, jedoch stellen sie keine zugesicherten Eigenschaftswerte dar und sollten demnach nicht zu Spezifikationszwecken herangezogen werden.

Eigenschaftswerte zu Spezifikationszwecken sind zwischen Lieferant und Abnehmer zu vereinbaren, dies in Abhängigkeit von der betreffenden Halbzeugform und Abmessung(en).

Bei den Werten für die Schmelze-Volumenfließrate sowie die Viskositätszahl handelt es sich um Mindestwerte.

(27)

22 Werkstoffe Eigenschaft Einheit  ABS ECTFE PA 6a PA 6 C PA 66a b PA 12 PA 12 C PA 46 PA 6/12 C PBT PC Prüfung nach Abschnitt Dichte g/cm3 1,04 1,70 1,14 1,15 1,14 1,01 1,02 1,19 1,13 1,32 1,20 6.7 Streckspannung MPa 40 30 80 80 90 50 60 100 75 65 70 6.8 Reißdehnung % 50 > 50 > 50 40 40 > 50 > 50 30 > 50 15 > 50 6.8 Zug-Elastizitätsmodul MPa 2000 1600 3200 3300 3400 1800 1900 3250 2800 2800 2300 6.9 Schmelze-Volumenfließrate (MVR) cm3/10 min ≤   6 ≤   5 NA c NA c  NA c  NA c  NA c  NA c  NA c  NA c  ≤   8 6.11 Schmelz-(*) / Glasüber-gangstemperatur (**) °C 109 (**) 225 (*) 220 (*) 217 (*) 260 (*) 180 (*) 175 (*) 290 (*) 212 (*) 225 (*) 150 (**) 6.12 Viskositätszahl ml/g NA c NA c ≥ 220b NA c ≥ 220 ≥ 190 NA c b ≥ 120b NA c b ≥ 130 NA c b  6.13 a

Bei Halbzeugen aus PA66 kann aus fertigungstechnischen Gründen PA 6 zugemischt werden. b Basiert auf Schwefelsäure als Lösungsmittel.

(28)

23

Werkstoffe Eigenschaft Einheit

PEEK PEI PESU PET POM-C POM-H PPE + PS PPS PPSU PSU PVDF Prüfung nach Abschnitt Dichte g/cm3 1,31 1,28 1,37 1,38 1,41 1,42 1,06 1,35 1,29 1,24 1,78 6.7 Streckspannung MPa 110 120 90 90 65 75 50 95 80 85 58 6.8 Reißdehnung % 15 10 20 15 40 50 25 5 > 50 10 25 6.8 Zug-Elastizitätsmodul MPa 4100 3300 2600 3350 2800 3300 2100 3400 2400 2700 2000 6.9 Schmelze-Volumenfließrate (MVR) cm3/10 min ≤   12 ≤   16 NAc NAc ≤   3,5 ≤   3,5 ≤   12 ≤   18 ≤   8 ≤   12 6.11 Schmelz-(*) / Glasüber-gangstemperatur (**) °C 343 (*) 218 (**) 230 (**) 250 (*) 165 (*) 175 (*) 140 (**) 280 (*) 225 (**) 190 (**) 176 (*) 6.12 Viskositätszahl ml/g NAc NAc NAc ≥ 100 NAc NAc NAc NAc NAc NAc NAc 6.13 c

(29)

24

Werkstoffe

Eigenschaften Einheit PE-LD PE-HD Gruppe 3.1 PE-HD Gruppe 2.1 PE-UHMW

PP-H PP-B PP-R PVC-C PVC-HI PVC-U Prüfung nach Abschnitt Dichte g/cm3 0,92 0,95 0,96 0,93 0,90 0,90 0,90 1,60 1,40 1,44 6.7 Streckspannung MPa 10 23 29 19 32 26 25 60 52 54 6.8 Reißdehnung % > 50 > 50 > 50 > 50 > 50 > 50 > 50 15 22 15 6.8 Zug-Elastizitätsmodul MPa 250 900 1200 600 1400 1200 1000 2900 2700 3100 6.9 Vicat Erweichungs-temperatur VST/B/50 °C  50  70  80  80  90  60 60 103 74 78 5.10 Schmelze-Volumenfließrate (MVR) cm3/10 min 0,5 0,67 3,5 NAa 0,5 0,6 0,4 121 83 6.11 Schmelz-(*) / Glasüber-gangstemperatur (**) °C 115 (*) 136 (*) 138 (*) 130 (*) 167 (*) 167 (*) 150 (*) 121 (**) — — 6.12 a

(30)

5.6.2 Maßhaltigkeit

Die Maßhaltigkeit wird durch die Prüfung, wie in Abschnitt 6.14 beschrieben, bestimmt.

Die relative Längen-, Dicken und Durchmesseränderung bei Halbzeugen aus nicht modifizierten Werkstoffen, wie Polyamid (PA), Polybutylenterephthalat (PBT), Polycarbonat (PC), Polyetheretherketon (PEEK), Polyethylenterephthalat (PET), Polyoxymethylene (POM) und Polyvinylidenfluorid (PVDF) sollten dabei die in Tabelle 11 angegebenen Richtwerte nicht überschreiten.

ANMERKUNG: Für Halbzeuge aus den restlichen in Tabelle 1 aufgeführten Werkstoffen liegen noch keine Werte vor.

Tabelle 11 — Richtwerte der relativen Maßänderung

Richtwerte der rel. Maßänderung

Halbzeugform Maße mm PA 6 PA 6,C PA 66 PA 12 PA 12,C PA 46 PA 6/12 C Rundstäbe d≥ 12 bis≤ 200 Hohlstäbe D≤ 300 und E≤ 40 Platten/ Flachstäbe H≥ 5 bis≤ 100 1,0 % 1,5 % 1,5 % 1,0 % 1,5 % 1,0 % 1,5 %

ANMERKUNG Die Angaben gelten für Halbzeuge mit einem Feuchtegehalt von ≤ 0,2%

Tabelle 11 (fortgesetzt)

Richtwerte der rel. Maßänderung

Halbzeugform Maße mm PBT PC PEEK PET PPE+ PS POM PVDF Rundstäbe d≥ 12 bis≤ 200 Hohlstäbe D≤ 300 und E≤ 40 Platten/ Flachstäbe H ≥ 5 bis ≤ 100 1,5 % 0,3 % 1,5 % 0,3 % 0,75 % 1,0 % 5.6.3 Physiologisches Verhalten

Werden die Halbzeuge bei ihrer weiteren Verwendung mit Lebens- und Genussmitteln in Berührung gebracht, so sind die entsprechenden Vorschriften zu beachten.

Spezielle Eignungen für den Lebensmittel- und Trinkwasserbereich sowie für die Medizintechnik (EU-Richtlinien, BfR, FDA, KTW, WRAS, ISO 10993, ...) sind zwischen Lieferant und Abnehmer zu vereinbaren.

(31)

6 Prüfungen

6.1 Prüfbedingungen

Sofern in 6.7 bis 6.15 nicht anders aufgeführt oder nicht anders zwischen Lieferant und Abnehmer vereinbart, werden die Prüfungen im Normalklima bei (23 ± 2) °C gemäß EN ISO 291:2005 an trockenen Probekörpern durchgeführt.

Bei Polyamiden sind die Probekörper zuerst in einem Vakuumschrank bei 80°C bis zur Gewichtskonstanz zu trocknen und anschließend über mindestens 16 Stunden in einem Exsikkator bei (23 ± 2) °C zu lagern. Danach sollen diese sofort geprüft werden.

6.2 Probenumfang

Die Art und Anzahl der zu prüfenden Halbzeuge, die zu einer Lieferung gehören, sind den einschlägigen Normen zu entnehmen bzw. zwischen Lieferant und Abnehmer zu vereinbaren.

6.3 Probenvorbereitung

6.3.1 Mechanische Eigenschaften

Die Probekörper werden in Extrusionsrichtung / Längsrichtung, wie in den Bildern 5, 6 und 7 dargestellt, spanend aus dem Halbzeug herausgearbeitet – siehe auch EN ISO 2818:1996.

Abweichende Probenentnahmen sind zwischen Lieferant und Abnehmer zu vereinbaren, z.B. quer zur Extrusionsrichtung. Legende 1 Probekörper  s  Dicke w  Breite Legende 1 Probekörper  s  Dicke w  Breite

Bild 5 — Probekörperentnahme aus Rundstäben

Bild 6 — Probekörperentnahme aus Hohlstäben

(32)

Legende

1 Probekörper

 s  Dicke w  Breite

Bild 7 — Probekörperentnahme aus Platten/Flachstäben

Die Oberflächen der Probekörper müssen frei von Beschädigungen und Fehlstellen sein, damit Kerbwirkungen vermieden werden. Treten durch die Herstellung an den Probekörpern Grate auf, so sind diese zu entfernen. Hierbei dürfen die Oberflächen nicht beschädigt werden, z.B. Einkerbungen. Falls erforderlich, werden die Probekörper mit Schleifpapier, Körnung 240 oder feiner, oder anderen geeigneten Hilfsmitteln, nachgearbeitet. Diese Bearbeitung muss in Längsrichtung des Probekörpers vorgenommen werden.

6.3.2 Dichte

Die Probekörper werden an den in Bildern 5, 6 und 7 dargestellten Stellen aus den Halbzeugen entnommen. Bei der Entnahme darf das Material weder verformt, überhitzt noch angeschmolzen werden

6.3.3 Schmelze-Volumenfließrate, Viskositätszahl, Schmelztemperatur / Glasübergangstemperatur

Die Proben werden in Form von Körnern bzw. Spänen, an den in Bildern 5, 6 und 7 dargestellten Stellen aus den Halbzeugen entnommen. Bei der Entnahme darf das Material weder überhitzt noch angeschmolzen werden. Wird bei feuchtigkeitsempfindlichen Werkstoffen nicht sofort nach der Probenahme der Schmelzindex oder die Schmelztemperatur bestimmt, so sind die Proben im Exsikkator über Trockenmittel aufzubewahren. Die Prüfung ist an trockenen Proben durchzuführen.

6.3.4 Maßhaltigkeit

6.3.4.1 Rundstäbe / Hohlstäbe

Als Probekörper werden von Rund- und Hohlstäben mindestens 3 Abschnitte von 25 ± 0,1 mm Länge (l)

verwendet die mindestens 30 mm von den Enden des Rund- oder Hohlstabs entfernt, entnommen werden müssen. Der Probekörperdurchmesser muss im Lieferzustand verbleiben, so dass Probekörperdurchmesser = Rundstab- bzw. Hohlstabdurchmesser ist. Die Stirnseiten der Probekörper sind planparallel und glatt zu bearbeiten (gedreht/gefräst) – siehe auch Bilder 9 und 10.

6.3.4.2 Platten/Flachstäbe

Als Probekörper werden aus den Platten/Flachstäben mindestens 3 rechteckige Proben im Format 50 ±0,2 (gefräst/gehobelt) x 60 ± 1 mm (gesägt) hergestellt. Die Probekörper werden gleichmäßig über die Breite entnommen wie in Bild 8 dargestellt. Die Dicke der Probekörper muss im Lieferzustand verbleiben, so dass die Probekörperdicke = Plattendicke ist. Die 60 mm langen Stirnseiten der Probekörper (quer zur Extrusionsrichtung) sind planparallel und glatt zu bearbeiten.

(33)

Maße in Millimeter

Legende 1 Prüfkörper

2 Extrusionsrichtung

 L Länge der Platte  B Breite der Platte

Bild 8 — Entnahme der Probekörper aus Platten/Flachstäben 6.4 Lieferzustand

Die Oberflächen sind visuell auf Blasen, Lunker, Risse und Fehlstellen, ohne optische Hilfsmittel zu beurteilen. Die Prüfung auf innere Fehlstellen kann ggf. mittels Ultraschall durchgeführt werden. Alternativ können die inneren Fehlstellen, durch eine optische Prüfung der Schnittkanten beurteilt werden.

6.5 Oberflächenbeschaffenheit

Die Oberflächen sind visuell ohne optische Hilfsmittel zu beurteilen. Etwaige Markierungen und Unebenheiten sind durch Bearbeitung auf Nennmaß zu beurteilen.

6.6 Messgenauigkeit für Halbzeugmaße

Die Messgenauigkeit der Messinstrumente zur Bestimmung von Durchmesser, Dicke und Geradheit sollte 0,1 mm betragen. Die Messgenauigkeit zur Bestimmung der Breite und Länge sollte 1 mm betragen.

6.7 Dichte

Die Dichte wird an mindestens 3 Probekörpern mit einer Masse von je min. 1 g nach EN ISO 1183-1:2004 oder EN ISO 1183-2:2004 bestimmt

(34)

6.8 Streckspannung und Reißdehnung

Die Streckspannung und Reißdehnung wird im Zugversuch nach EN ISO 1:1996 und EN ISO 527-2:1996 an mindestens 5 Probekörpern des Typs 1B bestimmt.

Die Prüfgeschwindigkeit beträgt 5 oder 50 mm/min, zu Wählen in Abhängigkeit des Zähigkeitsverhaltens des Materials, siehe auch EN ISO 10350-1:2000.

6.9 Elastizitätsmodul

Der Elastizitätsmodul wird im Zugversuch nach EN ISO 527-1:1996 und EN ISO 527-2:1996 an mindestens 5 Probekörpern vom Typ 1B bestimmt. Die Prüfgeschwindigkeit beträgt 1 mm/min ± 20%. 6.10 Vicat-Erweichungstemperatur

Die Vicat-Erweichungstemperatur VST/B/50 wird nach EN ISO 306:2004 an mindestens 2 Probekörpern bestimmt.

6.11 Schmelze-Volumenfließrate (MVR)

Die Schmelze-Voumenfließrate (MVR) wird nach EN ISO 1133:2005 unter Verwendung der in Tabelle 12 für den jeweiligen Werkstoff aufgeführten Temperatur/Belastung an mindestens einer Probe bestimmt.

Tabelle 12 — Prüfbedingungen zur Ermittlung des Schmelze-Voumenfließrate (MVR)

Werkstoffe Temperaturen °C Belastungen kg ECTFE 275 5 ABS 220 10 PC 300 1,2 PEEK 380 5 PE-HD 190 5 PE-LD 190 2,16 PE-UHMW 190a 21,6 a PEI 360 5 PESU 380 2,16 POM 190 2,16 PP 230 2,16 PPE+PS 280 5 PPS 315 5 PPSU 365 5 PSU 343 2,16 PVDF 230 5 a nicht messbar 

(35)

6.12 Schmelztemperatur / Glasübergangstemperatur

Die Schmelztemperatur (Peaktemperatur Tpm) ist nach EN ISO 11357-1:1997 und ISO 11357-3:1999 mit

einer Aufheizrate von 10°C/min aus der zweiten Aufheizkurve zu bestimmen.

Die Glasübergangstemperatur ist nach EN ISO 11357-1:1997 und ISO 11357-2:1999 mit einer Aufheizrate von 20°C/min aus der zweiten Aufheizkurve zu bestimmen.

6.13 Viskositätszahl

Die Viskositätszahl wird für die in Tabelle 13 aufgeführten Werkstoffe an mindestens 2 Proben bestimmt. Weiterhin ist das Lösungsmittel aus Tabelle 13 zu wählen und die Messung erfolgt gemäß den in Tabelle 13 angeführten Prüfmethoden.

Tabelle 13 — Prüfmethoden und Lösemittel zur Ermittlung der Viskositätszahl

Werkstoffe Lösungsmittel Prüfmethoden

PA 6 PA 6 C PA 66 PA 46 PA 6/12 C Schwefelsäure (96±0,15)% m/m Ameisensäure (90±0,15) % m/m EN ISO 307 PA 12 PA 12 C m-cresol 99 % (m/m) minimum EN ISO 307 PBT PET

Gemisch aus 50 Gewichtsteilen Phenol und 50 Gewichtsteilen

1,2-Dichlorbenzol

ISO 1628-5

6.14 Maßhaltigkeit

Die Bestimmung der Maßhaltigkeit ist an trockenen Probekörpern und nach ausreichendem Temperaturausgleich vorzunehmen.

Die Probekörperlänge (l) bzw. die Probekörperdicke (h) werden im Normalklima (23 ± 2)°C auf 0,01 mm

bei jedem Probekörper bestimmt, und dies in der Mitte des zylindrischen Probekörpers (bei Rundstäben), bzw. in der Mitte des rechteckigen Probekörpers (bei Platten/Flachstäben), bzw. in der Mitte der Wandstärke an zwei markierten über 180° verschobenen Stellen (bei Hohlstäben) – siehe Bilder 9, 10 und 11.

Der Probekörperdurchmesser (d bei Rundstäben und D bei Hohlstäben) wird im Normalklima (23 ±  2)°C auf 0,01 mm bei jedem Probekörper an zwei markierten, über 90° verschobenen, Stellen

bestimmt, und dies in der Mitte der Probekörperlänge – siehe Bilder 9 und 10.

Bei Platten/Flachstäben wird die Breite (Nennmaß 50 mm) des rechteckigen Probekörpers im Normalklima (23 ±  2)°C auf 0,01 mm bei jedem Probekörper bestimmt, und dies in der Mitte der

Probekörperdicke und –länge – siehe Bild 11.

Die Probekörper werden in einen Ofen mit zwangsläufiger Durchlüftung eingebracht und anschließend auf die für das jeweilige Material in Tabelle 14 angegebene Prüftemperatur aufgeheizt. Die Aufheizrate liegt zwischen 10°C und 20°C pro Stunde. Nach Erreichen der Prüftemperatur wird diese 6 Stunden gehalten und anschließend werden die Probekörper im Ofen mit einer Abkühlgeschwindigkeit, die auf 10°C bis 20°C pro Stunde beschränkt ist, auf Raumtemperatur abgekühlt.

(36)

Nach ausreichendem Temperaturausgleich, min. 12h, im Normalklima (23 ± 2)°C werden die Probekörper

aufs Neue, wie oben beschrieben, und an denselben Stellen wie bei den ersten Messungen, auf 0,01 mm gemessen.

Die relativen Maßänderungen der Länge, der Dicke, der Breite oder des Durchmessers werden als arithmetische Mittelwerte bestimmt und wie folgt berechnet:

100 1 2 1− × = l  l  l  l  ∆ und/oder 100 1 2 1− × = h h h h ∆ und/oder 100 1 2 1− × = d  d  d  d  ∆ und/oder 100 1 2 1 − × =  D  D  D  D ∆ wenn

∆l ,∆h,∆d ,∆ D ist die relative Maßänderung in %

l 1,h1 ist die Probekörperlänge bzw. Probekörperdicke vor der Warmlagerung (mm) l 2,h2 ist die Probekörperlänge bzw. Probekörperdicke nach der Warmlagerung (mm)); d 1, D1 ist die Probekörperdurchmesser vor der Warmlagerung (mm);

(37)

Tabelle 14  Prüftemperaturen zur Bestimmung der Maßhaltigkeit Werkstoffe Prüftemperaturen (°C) PA 6 160 PA 6 C 160 PA 66 180 PA 12 140 PA 12 C 140 PA 46 200 PA 6/12 C 160 PBT 150 PC 130 PEEK 300 PET 160 POM 140 PPE + PS 110 PVDF 150 Legende

d  Durchmesser der Probekörper l  Länge der Probekörper

Messstellen

(38)

Legende

 D Außendurchmesser der Probekörper d  Innendurchmesser der Probekörper l  Länge der Probekörper

Messstellen

Bild 10 — Messstellen bei aus Hohlstäben entnommenen Probekörpern

Legende

b Breite der Probekörper (50 mm) l  Länge der Probekörper (60 mm) h Dicke der Probekörper

Messstellen

1 Extrusionsrichtung

(39)

6.15 Ausarbeitung der Prüfergebnisse

Sofern in der Prüfung der zutreffenden Eigenschaft nicht anders vermerkt wird aus den einzelnen Prüfergebnissen der Mittelwert errechnet und als kennzeichnender Wert der gemessenen Eigenschaft für das geprüfte Halbzeug gewertet.

7 Bezeichnung 7.1 Rundstäbe Rundstab prEN 00 249704 PA 6 — 80 1000 — natur Lieferform Normbezeichnung Werkstoff Nominaler Durchmesser in Millimeter 

Nominale Länge in Millimeter  Farbe 7.2 Hohlstab Hohlstab prEN 00 249704 POM-C — 100 80 2000 — natur Lieferform Normbezeichnung Werkstoff Nominaler Außendurchmesser in Millimeter  Nominaler Innendurchmesser in Millimeter Nominale Länge in Millimeter  Farbe

(40)

7.3 Platten/Flachstäbe Platte/ Flachstab prEN 00 249704 PC — 20 500 3000 — natur Lieferform Normbezeichnung Werkstoff Nominale Dicke in Millimeter  Nominale Breite in Millimeter Nominale Länge in Millimeter  Farbe 8 Kennzeichnung

Halbzeuge, die den Anforderungen dieser Norm entsprechen, können mit folgenden Angaben gekennzeichnet werden:

a) Herstellerzeichen;

b) Nummer der EN-Norm(EN 00249704); c) Werkstoffbezeichnung;

(41)

Annex A

(normative)

Verfahren zur Bestimmung der Mikroporosität in Halbzeugen

Bei Mikroporosität handelt es sich um Poren die unter Verwendung des nachfolgend beschriebenen Farbeindringverfahrens mit dem bloßen Auge erkennbar sind.

Bei Rundstäben und Hohlstäben wird ein 100 mm langer Abschnitt zirka 2 mm außerhalb der Mitte in Längsrichtung durchgesägt. Anschließend wird der Trennschnitt bis zum Erreichen der Mittelachse so bearbeitet, dass eine saubere und glatte Oberfläche (Rauhtiefe Ra = 1,5 – 2,5 µm) entsteht – siehe Bilder 12 und 13.

Bei Platten/Flachstäben wird über die Breite der Platte / des Flachstabes ein 20 - 40 mm breiter Streifen abgesägt. Anschließend wird eine Sägefläche dieses Streifens einseitig über eine Tiefe von zirka 2 mm so bearbeitet, dass eine saubere und glatte Oberfläche (Rauhtiefe Ra = 1,5 – 2,5 µm) entsteht – siehe Bild 14.

Die bearbeiteten Oberfläche(n), werden mir z.B. mit Isopropylalkohol gereinigt. Anschließend wird mit einem Leuchtmarker mit breiter Strichspitze die Tinte auf der ganzen Oberfläche aufgebracht. Durch die Kapillarwirkung der möglicherweise vorhandenen porösen Stellen dringt der Farbstoff in die Poren ein. Nach zirka einer Minute Trocknungszeit wird der Farbüberschuss mit Isopropylalkohol entfernt. Die in den Poren eingedrungene Tinte wird dabei nicht ausgewaschen. Vorhandene Poren bilden sich (vorzugsweise unter UV-Beleuchtung beobachten) gut sichtbar ab. Sind keine gefärbten Stellen erkennbar ist das geprüfte Material frei von Mikroporosität.

Wenn gefärbte Stellen erkennbar sind wird der größte Durchmesser (d’ bei Rundstäben) bzw. die größte Breite (b’ bei Hohlstäben oder Platten) der Porositätslinie(n) über einen 100 mm langen Abschnitt (bei Rund- und Hohlstäben) oder über die Platten-/Flachstabbreite (B) bestimmt.

Der ermittelte Wert des maximalen Porositätsliniendurchmessers bzw. der maximalen Porositätslinienbreite wird durch den Rundstabdurchmesser bzw. die Hohlstabwandstärke bzw. Plattendicke geteilt und mit 100 multipliziert. Das Ergebnis gibt den prozentualen Anteil der Mikroporosität wieder. Der ermittelte Wert darf, wie in 5.1 aufgeführt, nicht mehr als 4% betragen.

(42)

Maße in Millimeter

Legende

1 Bearbeitete Fläche 2 Mikroporositätslinie

(43)

Maße in Millimeter

Legende

1 Bearbeitete Fläche 2 Mikroporositätslinie

(44)

Maße in Millimeter

Legende

1 Bearbeitete Fläche 2 Mikroporositätslinie 3 Gesägte Fläche H  Dicke der Platte B Breite der Platte

(45)

Annex B

(normative)

Tabellen und Hinweise zur Umrechnung von Durchbiegungswerten

Tabelle B1 — Umrechnung der Durchbiegung (f), gemessen bei einer Bezugslänge von 1000 mm, auf Längen von 300 bis 3000 mm

Maße in Millimeter Durchbiegung umgerechnet auf Längen von 300 bis 3000 mm

Durchbiegung (f) gemessen bei einer Bezugslänge von 1000 mm 300 400 500 600 700 800 900 1000 1250 1500 2000 3000 1,50 0,13 0,24 0,37 0,54 0,73 0,96 1,21 1,50 2,34 3,38 6,00 13,50 2,50 0,22 0,40 0,62 0,90 1,22 1,60 2,02 2,50 3,91 5,63 10,00 22,50 3,00 0,27 0,48 0,75 1,08 1,47 1,92 2,43 3,00 4,69 6,75 12,00 27,01 3,50 0,31 0,56 0,87 1,26 1,71 2,24 2,83 3,50 5,47 7,88 14,00 31,51 4,00 0,36 0,64 1,00 1,44 1,96 2,56 3,24 4,00 6,25 9,00 16,00 36,02 5,00 0,45 0,80 1,25 1,80 2,45 3,20 4,05 5,00 7,81 11,25 20,01 45,04 6,50 0,58 1,04 1,62 2,34 3,18 4,16 5,26 6,50 10,16 14,63 26,01 58,58 7,50 0,67 1,20 1,87 2,70 3,67 4,80 6,07 7,50 11,72 16,88 30,02 67,62 8,00 0,72 1,28 2,00 2,88 3,92 5,12 6,48 8,00 12,50 18,01 32,02 72,15 10,00 0,90 1,60 2,50 3,60 4,90 6,40 8,10 10,00 15,63 22,51 40,05 90,29 12,50 1,12 2,00 3,12 4,50 6,12 8,00 10,12 12,50 19,54 28,15 50,09 113,07 15,00 1,35 2,40 3,75 5,40 7,35 9,60 12,15 15,00 23,45 33,79 60,16 135,99 17,50 1,57 2,80 4,37 6,30 8,57 11,20 14,17 17,50 27,36 39,44 70,26 159,08 20,00 1,80 3,20 4,99 7,19 9,79 12,79 16,20 20,00 31,28 45,09 80,39 182,37

ANMERKUNG 1 Die Durchbiegung (f) ist der größte Abstand zwischen dem geraden 1000 mm langen Messlineal und der konkaven Seite des Halbzeugs

ANMERKUNG 2 Bei den Berechnungen wurde davon ausgegangen dass die Durchbiegungslinie eine Kreisfunktion ist (R2 = X2 + Y2).

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