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Importance of Irrigated Agriculture to the Ethiopian Economy: Capturing the direct net benefits of irrigation

2. Methodology in valuing the contribution of irrigation for the

“La diferencia entre un buen escritor y un mal escritor radica en que el primero dice grandes cosas con peque˜nas palabras y el segundo dice peque˜nas cosas con grandes palabras” (Ernesto S´abato citado de Benavides en URL 9).

Das n¨achste Kapitel besch¨aftigt sich mit Stil- wie man die ersten Ideen aussa- gekr¨aftig und kunstvoll zu Papier bringt. Ich habe hier den ¨Uberbegriff Elocutio gew¨ahlt. Benavides spricht zwei Ebenen an: erstens, dass jeder Schriftsteller seinen eigenen Stil suchen muss und zweitens, dass jede Kurzgeschichte ihren eigenen Stil haben muss. Zum Beispiel wird eine Kurzgeschichte aus der Sicht eines Kindes mit einem anderen Rhythmus, einem anderen Ton und anderen W¨ortern geschrieben, als jene aus der Sicht einer K¨onigin.

Benavides r¨at auch, dass man in Kurzgeschichten vermeiden sollte, stereotypische Vergleiche und Bilder zu verwenden, wie zum Beispiel ‘ihre Lippen waren so rot wie Rosen’. Man sollte immer versuchen, den Leser/die LeserIn mit unerwarteten Wendungen zu ¨uberraschen.

Auch F¨ullw¨orter, ‘muletillas’ sollte man vermeiden, da wie vorhin schon erkl¨art, eine Kurzgeschichte nichts Unn¨otiges enthalten sollte und nur die Essenz darstellt. ‘Rimas casuales’ also zuf¨allige Reime, wie zum Beispiel ‘er aß und saß nur vor dem Fernseher rum’ sollten vermieden werden, da diese gek¨unstelt

16.6 Stilfragen: Elocutio 117

klingen.

Weiters empfiehlt Benavides in Erz¨ahlungen zu suggerieren, statt zu erkl¨aren, sonst ist die ‘exposici´on forzada’. Auch die Kreation von un¨ublichen Vergleichen, indem man das Allgemeine mit dem Spezifischen mischt, k¨onnen wirkungsvoll sein: das Gef¨uhl, mit dem Fußball im Bauch getroffen zu werden zu vergleichen mit dem Gef¨uhl, die große Liebe zu erwischen, wie sie einen anderen k¨usst. Das Wichtige ist, die kleinen Details zu verschriftlichen, damit die Erz¨ahlung so bildlich wird wie m¨oglich, nur so bekommt man direkten Zugang zu den Gef¨uhlen der LeserInnen: Erinnerungen, Gef¨uhle, Sensationen beschreiben. Vor allem drei Faktoren, so Benavides, m¨ussen beim Verwenden von bildlichen Beschreibungen, Vergleichen und Metaphern beachtet werden: die Klarheit der Aussagen, die Ordnung der Bilder und deren Einklang mit dem Ablauf der Geschichte, und die Pr¨azision der Beschreibungen.

Auch einzelne Verben sollten gezielt ausgew¨ahlt werden. Als Beispiel zeigt uns Benavides, dass die S¨atze:

Juan dijo que ven´ıan detr´as. Juan susurr´o que ven´ıan detr´as.

obwohl ¨ahnlich, auf ganz anderen Ebenen erz¨ahlen. Der zweite Satz dr¨uckt eine angespanntere Stimmung aus als der erste.

Auch kann die Animation von Objekten sehr hilfreich sein, da man immer versu- chen sollte, Objekte mit Emotionen aufzuladen. Benavides liest Julio Cort´azars Kurzgeschichte “Estaci´on de la mano” (2003) vor, in der eine Hand einen Mann t¨aglich besucht. Diese Hand wird auf delikate Art und Weise beschrieben: ihre vorsichtigen Bewegungen, wie sie Literatur genießt; ihren spielerischen Tanz mit der Sch¨onheit einer Rose. Eines Tages aber wird der Mann neugierig und will mehr ¨uber sie erfahren. Er hat einen Traum, dass die Hand ihm etwas antun wolle und versteckt vor ihr s¨amtliche scharfen Objekte. Die Hand f¨uhlt sich verletzt:

“Ella estaba como desencantada y ten´ıa los dedos entreabiertos en una misteriosa sonrisa de tristeza” (Cort´azar 2003 (1969): 158)

Vor allem dieses Bild betont Benavides: die Finger waren in einem mysteri¨osen, traurigen L¨acheln gespreizt. Es dr¨uckt aus, wie man gewisse Situation verbild- licht und dadurch mit Emotion aufladen kann. Als n¨achster Punkt, erw¨ahnt Benavides, dass jede Kurzgeschichte auch einen eigenen Rhythmus besitzen sollte. Hier liest Benavides von Cort´azar “Lugar llamado Kindberg” (1969), wo

118 16 DEUTSCHE ZUSAMMENFASSUNG

der Rhythmus durch viele Pausen und Akzente und durch kurze Satzfragmente mit vielen Kommas kreiert wird. Hierdurch werden die wirren Gedanken der Figur Marcelo ausgedr¨uckt. Durch den Rhythmus, wenn man ihn mit Bildern aufl¨adt, kann man auch Konnotationen im Leser/Leserin hervorrufen.

Als kreative Aufgabe schl¨agt Benavides vor, dass die TeilnehmerInnen eine Liste von W¨ortern, die man mit der christlichen Kirche assoziiert, aufschreibt. Dann soll man diese W¨orter in einem anderen Kontext verwenden. Mein pers¨onlicher Versuch war folgender:

Le daban una pulsera como un rosario como entrada. Entr´o en la discoteca y le golpe´o una nube de incienso cigarrillenso. El bar se encontraba en forma de cruz al centro y se movi´o hacia ello- una copa de vino tinto por favor. Le daban una copa de oro decorada con piedras rojas brillantes. Despu´es de la quinta copa decidi´o meterse en la pista de baile y vio las caras alrededor. Estaban musitando como si fueran rogando en el tacto de la m´usica. El tocadiscos cantaba su oraci´on a trav´es de los altavoces. Se perdi´o en la m´usica. Cuando abri´o los ojos estaba de rodillas. Estaba rezando al altar blanco ominoso, echando trocitos de hostias mezclados con vino tinto. Se levant´o tembloroso. Sali´o de la cabina y se mir´o en el espejo. Su cara era un gris de piedra. Se o´ıa la m´usica fuerte de la discoteca sonando como campanillas que quedaron lejos. Sali´o del ba˜no. Nunca volver´ıa a beber jam´as.

Ich habe versucht, die W¨orter in den Kontext einer Diskothek zu setzen. Die Aufgabe zeigt eindrucksvoll, wie man als Schriftsteller mit Konnotationen spielen kann und diese nach eigenem Belieben drehen und wenden kann.