Addendum
Buchbesprechungen / Book reviews / Analyses
Thenius, E. : Meere und L~inder im Wechsel der Zeiten. (Verstiindliche Wissenscha~. Bd 114.) Berlin, Heidelberg, N e w York: Springer, 1977, 200 pp., D M 12,-.
Nach der pal~iontologischeu Einfiihrung "Versteinerte Urkunden" ist in der Reihe "Ver- stiindliche Wissenscha~" nun ein weiterer Band yon E. Thenius erschienen, der fiJr den interes- sierten und vorgebiXdeten Lalen eine wissenscha~lich fundierte Briicke yon der erdgeschicht- lichen Vergangenheit zur Gegenwart schlagen will. Das erkliirte Ziel des Buches ist es, das "Interesse eines grSf~eren Leserkreises an diesen Themen der Erd- und Biowissenschaiten (Pal~io- und Biogeographie) zu wecken". Der Verfasser will dazu weder eine chronologische Aufz~ihlung erdgeschichtlicher Stadien, noch einen historischen Abrif~ der damit befai~ten Wis- senscha.qen geben, sondern lediglich eine exemplarische Einf[ihrung in deren Probleme, Metho- den, Befunde und Aussagen. Es gelingt ibm trotz der schillernden Vielfatt der dazu meist verstreut publizierten Einzelbeitriige aus der Geophysik, Ozeanographie, Geologie, Pal~onto- logie sowie aus verschiedenen biologischen Fachrichtungen, dem Leser einen zusammenh~ngen- den Oberblick zu vermitteln. Da in diesen Wissensgebieten der Zeitfaktor der angestrebten Anschaulichkeit besonders entgegensteht, beginnt der Verfasser - geschickt ~uf dem Aktuali- fiitsprinzip aufbanend - mit der Schilderung gegenwiirtig beobachtbarer geologischer Prozesse: Vulkane und Vulkaninseln (Surtsey), "wandernde Inseln" (Wangerooge), Blattverschiebungen (Kalifornien), Gletscherschwankungen (Alpen), ausgetrocknete Seen (Neusiedler See) und ~ihn- liche Beispiele kommen dem Vorstellungsverm~Sgen des Lesers entgegen. Dabei wird dieser iiber Zusammenhiinge solcher Vorg~inge sowie der Faunen- und Menschheitsgeschichte mit meteoro- logischen Ver~,inderungen nahezu unmerklich zur Problematik der Paliioklimatologie und der Biogeographie geleitet. Wiederum sind es aktueXle Befunde, niimlich rezente Verbreitungsbil- der (insbesondere Disjunktionen), yon denen Thenius ausgeht, um [iber deren historische Deu- tung zur Vergangenheit, der Paliiogeographie, iiberzuleiten. Doch bevor aufgeworfene Fragen zu Ende diskutiert werden, erfahren die Grundlagen und Methoden dieser Wissenschai~ eine recht ausftihrliche Schilderung. Vieles yon dem, was danach zur Kontinentaldri~, der Ge- schichte heutiger und friiherer Meere und Seen, zu Eiszeiten und Gebirgsbildungen folgt, wird in diesem Kapitel verstiindlicher gemacht.
Den Abschluf~ bildet eine biogeographische Obersicht der verschiedenen Erdzeitalter. Ein Verzeichnis zitierter und weiterfiihrender Literatur, ein Glossar sowie ein Sachverzeichnis run- den den vorliegenden "Versuch, Interesse zu wecken" ab. Diesem anfangs formulierten An- spruch wird der Autor ganz sicher gerecht. Wet allerdings eine leichte, rein popul~rwissen- scha~liche Einflihrung erwartet, wird bei der Lektiire immer wieder von dem komprimierten, in anspruchsvoller Fachsprache dargestellten, umfangreichen Faktenmaterial iiberrascht sein. Der nicht vorgebildete Anfiinger diir~e gelegentlich iiberfordert sein, wird sich aber nicht ab- schrecken lassen, tiefer in diese interessante Materie eindringen zu wollen.
K. Anger (Helgoland) Riedl, R.: Biologie der Meeresh6hlen. Topographie, Faunistik und Okologie eines unterseeischen Lebensraumes. H a m b u r g , Berlin: P a r e y 1966, 636 pp., D M 64,-.
marinen H{Shlenbiologie abhalten lief, der kann nun mlt der wesentli& preiswerteren, inhalt- lick unver~inderten Studienausgabe eine Lilcke fiiIlen. Das bereits in der ausfiihrlichen Erst- bespreckung (HelgolRnder wiss. Meeresunters. 13, pp. 450-451, 1966) erteilte Lob fiir die her- vorragende Ausstattung des Buckes hat seine Giiltigkeit behalten: Die ganze Vielfalt guter Unterwasserfotos und der anderen anschaulichen Textabbildungen wurde - wieder mit ausge- zeichneter Druck-und Papierqualit~it - iibernommen. Es bleibt nur hinzuzufiigen, daf der nun neugewonnene Leser, insbesondere der meeresbiologisch interessierte Laie, sick nicht durch den auf den ersten Blick erschlagend wirkenden Materialumfang abschre&en lassen solite. Der wissenschaRliche Horizont der Monographie endet durchaus nicht am H6hlenausgang, sondern umfaft eine breite Palette allgemein-(Jkologis&er Zusammenh~inge. Nack kurzem Einlesen in den fiir manchen etwas ungewohnten "Riedl-Stil" sorgt die recht gegliickte Synthese aus logi- schem und historischem Aufbau der Darstellung fiir eine nicht nur informative, sondern auck
kurzweilige Lektilre. K. Anger (Helgoland)
Johnston, R. (Ed.): Marine Pollution. London, N e w York, San Francisco: Academic Press, 729 pp., s 23.40.
Das Buck befaft sick in 8 Kapiteln zu 4 Themenkreisen mit Fragen der Meeresverschmut- zung. Es ist kein Lehrbuch im eigentlicken Sinne, wendet sick jedock mit einer Fiille yon Basisinformafionen insbesondere an solche Leser, die in Regierung, Beh~Jrden und Wirtschaflc mit den Problemen der Meeresverschmutzung konfrontiert werden.
Im elnleitenden Kapitet betracktet R. Johnston (Lowestof~) die Gefahren der Meeresver- schmutzung fiir die kommerzielle Fischerei und geht dabei auch auf die verschiedenen Ursachen der Verschmutzung ein. Neben dem natiirlichen Eintrag yon umweltrelevanten Stoffen in das Meet tiber geochemische Prozesse wird auck auf die ozeaniscke Verbreitung anthropogener Stoffe fiber die Atmosph~ire hingewiesen. Die allgemeine Biologle und Fischereibiologle ;Sko- nomisch relevanter Arten wird in einem unverhiilmism~ifig breit angelegten Abscknitt ausge- fiihrt, ohne daft der unmittelbare Bezug zur Problematik der Meeresverschmutzung deutlich wird. Die Absickt, einen breiten, auferhalb des Fachgebietes interessierten Leserkreis anzu- sprechen und die fiir die Beurteilung yon Umweltfragen notwendigen Grundkenntnisse in der Fisckereibiologie mitzugeben, ist unverkennbar. Daft die Darstellung dabei fast ausscklieftli& auf die Fischereisituation um Grot~britannien konzentriert bleibt, beschr~inkt ihre Allgemein- giiltigkeit.
Der zweite Themenkreis des Buckes umfaft ftinf Kapitel. In einer kurzen, jedoch klar gegliederten und sorgf~iltig ausgewogenen Darstellung befaft sick R. E. Craig (Aberdeen) mit der Frage der Dispersion yon Schadstoffen in _~stuaren und Kiistengew~ssern. Die recht kom- plizierte Thematik wird dabei soweit vereinfacht, daft auch der fachlich Fernerstehende folgen kann. Die Kontamination des Meeres durck Schwermetalle wird in einem sehr umfangreichen Kapitel yon G. W. Bryan (Plymouth) abgehandelt, wobei die Herkunft und Verteilung in verschiedenen Wasserk~Srpern, die Anreickerung und der Abbau in Sedimenten und Organis- men sowie die Toxit~it der Metalle dargestellt werden. Obwohl der Autor sick um eine kri- tische Sichtung der Literatur bemiihte, berticksichtigt die Darstellung nicht deutlich genug die methodiscken Unzuvert~issigkeiten der Analytik, was insbesondere die Interpretation der ver- wendeten glteren Literatur unsicher und fragwiirdig erscheinen l~iftt. Die Darstellung zum Thema "Sewage and the sea" (G. Topping, Aberdeen) ist oberfl~ichli&, einseitig auf englis&e Beispiele ausgericktet und entsprickt ni&t dem heutigen Stand der Kennmisse. Die einschl~i- gige Fachliteratur wird au& nicht hinreichend berii&sichtigt. Zum Stets aktuellen Thema "Oil pollution of the sea" gibt E. B. Cowell (London) eine kurze l~lbersicht. Das umfangreicke Kapitel "Seabirds and pollution" (W. R. P. Bourne, Aberdeen) betrachtet das Problem welt- welt und dokumentiert systematisch die in der Literamr belegten Beispiele toxikologis&er Befunde aus allen Ozeanen.
hingewiesen. Es wird auch auf die Frage der Niitzlichkeit yon Monitoring-Programmen und die Schwierigkeit der Beurteilung yon Freilandbeobachtungen eingegangen.
Der vierte Themenkreis umfat~t die wesentlichsten rechtlichen Fragen zur Kontrolle der Meeresverschmutzung (G. Moore, Rom). Dieser Beitrag kann als eine sehr wertvolle Einf~h- rung in die internationalen Zusammenh~inge gewertet werden, die dem Verst~indnis des Lesers die Aufgaben und MSglichkeiten der Internationalen Konventionen zum Schutze der Meere n~iher bringt. Aus nationaler Sicht werden die verwaltungstechnischen Mat~nahmen am Bei- spiel der USA und Grof~britannien dargelegt. Nur selten ist die schwierige Materie der viel- faeh verflochtenen rechtlichen Probleme so kurz und tibersichtlich dargestellt worden.
Dem Referenten erscheint der umfassende Titel des Buches vom Inhalt her nicht roll abgedeckt. Trotzdem bietet es in einigen ausgew~hlten Kapiteln auch fiir den Fachmann wert- voile l]bersichten, die zudem dem fernerstehenden Leser die wichtigste Fachliteratur erschliet~en. A. Rosenthal (Hamburg) MSller Christensen, J.: Die Fische der N o r d s e e (Kosmos-Feldftihrer). Stuttgart: 1977, 128 pp., D M 14,80.
Dieser preiswerte Feldfiihrer behandelt den Lebensraum Nordsee und seine Fische; der Schwerpunkt liegt auf der "Nordseefischereibiologie". Den Fischen mit Abbildungen und Be- schreibungen sind nur 58 Seiten gewidmet, den i.ibrigen Darstellungen 59 Seiten sowie 4 Sei- ten dem Inhatts- und Stichwortverzeichnis.
Die fischereibiologisch-Skologischen Darstellungen umfassen Geologie und Hydrographie, Salz- und Temperaturregulation der Meerestiere, Bewegung und Atmung, Sinnesorgane und deren Lelstungen, Laichverhalten und Bedingungen, Ontogenie, Nahrung und Wachstum, die Fangertr~ige (teilweise bis 1976), ferner Populationsschwankungen bestimmter Fischarten und die mSglichen Ursachen, das Uberfischungsproblem sowie das gegenw~irtige Dilemma zu grof~er Fangkapazitiiten und der Rationalisierungsbestrebungen.
Der Charakter eines "Bestimmungsbuches", wie es einfiihrend heit~t, ist in diesem Feld- fiihrer weniger gegeben. Man ist auf die Abbildungen angewiesen, und selbst diese bieten nur begrenzt Anhaltspunkte. Beim Schellfisch ist z. B. nur der Kopf dargestellt, obgleich doch seine schwarze Seitenlinie und der schwarze Fleck typische Merkmale sind. Bestimmungstabellen feh- len ganz, Beschreibungen im Text sind sp~irlich. Wirtschaf~lich unbedeutende Arten sind teil- weise nur namentlich und mit einer Umri~zeichnung vertreten, die Meerforelle sowie Miillers Zwergbutt (besser auch Haarbutt) ohne wissenschafUiche Namensbezeichnung. Die Flunder heifer an der Nordseekiiste Butt oder Struffbutt, was yon der l~lbersetzerin in einem Nordsee- fischbuch h~itte beriicksichtigt werden sollen.
Dennoch bietet dieses kleine B~ichlein erstaunlich viel. Es liest sich leicht, und vermittelt selbst dem Fachmann Interessantes. Der Verfasser ist gegenwiirtig Direktor des diinischen Seefischerei-Institutes und aktiv im Internationalen Rat ftlr Meeresforschung t~itig. So kom- men manche bier dargebotenen neueren Ergebnisse nicht aus dritter sondern aus zweiter oder erster Hand. Vereinzelt geht es ftir einen "Feldfiihrer" zu welt, wenn wenig gesttitzte Hypo- thesen dargeboten werden. Hierzu gehSrt die Frage, ob sich der Aal mit Hilfe sehwacher elektrischer Str/Sme orientiert, die durch das StrSmen yon Meerwasser im erdmagnetischen Feld hervorgerufen werden. Sicherlich wird das Buch mit seiner interessanten Darstellungs- weise weite Verbreitung linden und eine gute Erg~.nzung zu mehr konservativen Bestimmungs-
biichern bieten. F.-W. Tesch (Hamburg)
Steele, J. H. (Ed.): Fisheries Mathematics. P r o c e e d i n g s of a Conference. London, N e w York, San Francisco: Academic Press, 1977, 198 pp., s 8.50.
in Aberdeen oder Lowesto~ angehSren. Etwa die H~il~e des Buchumfanges ist im engeren Sinne als Fischereimathematik zu verstehen, d. h. sie befagt sich mit Problemen der Popu- lationsdynamik.
Das Buch beginnt mit einer Darstellung yon N~ihrstoffen, Phytoplankton und Zooplank- ton in der Nordsee und analysiert deren Variabilit~it im Raume und die S&wierigkeiten, die dur& die sogenannten Planktonwolken ("pat&es") entstehen (Steele & Henderson). Es folgen fiinf Kapitel tiber die Dynamik yon Fischbest~inden im Nordatlantik. Cushing & Horwood entwi&el.n ein Modell iiber die Abhiingigkeit des Bestandes yon der Vermehrung. Jones & Johnston untersuchen die Beziehungen yon Wachstum, Vermehrung und Sterblichkeit bei dorschartlgen Fischen. Pope setzt sich mit neuen Vors&l~igen zur Ermittlung der Befischungs- sterblichkeit auseinander, deren mSglichst exakte Erfassung fiir die Zuteilung yon Fangquoten notwendig ist. Ni&olson & Pope analysieren Methoden, die die Sterbli&keit yon Herings- besfiinden in der siidSstlichen Nordsee yon Markierungsexperimenten absch~itzen. Von d~ini- scher Seite wird ein Multispecies-Modell ha& der Methode yon Beverton & Holt entwi&elt, das die Dynamik yon Fischbest~inden unter quantitativer BeriJ&sichtigung des Riiuber-Beute- Einflusses und yon anderen Mortalit~itsfaktoren, die neben der Befischungssterblichkeit existie- ren, beschreibt (Andersen & Ursin).
Die iibrigen fiJnf Beispiele liegen auf anderen Gebieten yon Fis&erei und Biologie. Ein Kapitel analysiert die quantitativen Beziehungen des S&leppnetzes hinsi&tlich der hydro- dynamis&en Bedingungen (Foster, Ferro & Reid). Ein weiteres Kapitel stellt dar, wie mit Computerhilfe in kurzer Zeit Seekarten mit den speziellen Angaben fiir die Fis&erei herge- stellt werden k~Snnen (Richardson). Die iibrigen drei Beispiele sind der Fis&bewegung und Wanderung gewidmet. Lighthill analysiert die mechanisch-mathematischen Beziehungen der Schwimmbewegungen yon Fis&en. Wardle & Reid berechnen die zum S&wimmen nStigen Kr~itte des Dorsches auf Grund yon Bewegungsanalysen in einem Versuchsbe&en. Die energie- sparende Fortbewegungsweise yon Scholle und Dorsch auf Grund yon Verfolgungsexperimen- ten in der Nordsee und yon Aquarienversuchen iiber den Gashaushalt der Schwimm,blase des Dorsches s&ildert Harden Jones.
Das Buch bietet auf sehr vers&iedenen Gebieten wichtige Aspekte nicht nut fiir die Bear- beitung yon Einzelfragen, sondern gibt au& grunds~itzli&e Hinweise, die fllr die Forschungs- planung und Methodik in Biologie, Te&nik und Verwaltung der Fis&erei sowie der ange-
wandten Mathematik wi&tig sind. F.-W. Tes& (Hamburg)
Reichenbach-Klinke, H . - H . (Hrsg.): Beitr~ige zur H i s t o p a t h o l o g i e der Fische. Stutt- gart, N e w Y o r k : Fischer, 1977, 88 pp., D M 44,-.
Die Histopathologie der Fische ist ein bMang relativ sp~irlich bearbeitetes Gebiet. Vor- wiegend an kultivierten Siif~wasser-Nutzfischen durchgefiihrte Studien konnten histologische Ver~inderungen als Folge yon Alter, Strefl, Fehlern~ihrung, infekti~Ssen und parasit~iren Er- krankungen sowie VergifLungen nachweisen. In letzter Zeit erlangen histologis&e und vor allem h~imatologische Untersuchungen zunehmende Bedeutung fiir die Diagnose yon Erkran- kungen sowie fiir die Beurteilung der Gef~ihrdung yon Fischbest~inden durch Umweltver- schmutzung.
Als HeR 4 der Schrifkenreihe ffir Fischpathologie und -;Skologie "Fisch und Umwelt" bildet die vorliegende Broschiire den Anfang einer geplanten Reihe weiterer Arbeiten zu die- sere Themenkomplex. Es enth~ilt 7 Einzelbeitr~ige vorwiegend deutscher Autoren, die sich im einzelnen befassen mit: der Uleerativen Dermal-Nekrose (UDN) der Salmoniden, der Zyto- diagnostik yon Erkrankungen bei
Salmo gairdneri,
h~imatologischen VerS.nderungen nach Schwermetall-Intoxikationen, Wirtsgewebe-Reaktionen auf Parasiteninvasion, der Histopatho- logie des Sauerstoffmangels beiCyprinus carpio,
den Eigenscha&en und Funktionen yon Lymphocyten und lymphoiden Geweben bei Teleosteern sowie der Histopathologie yon Fis&- mykosen und mykotischen Tumoren. Ein achter Beitrag zur H~imatologie der Squamata (Reptilia) geh~Srt nicht unbedingt in eine Publikationsr.eihe "Fisch und Umwelt".naturgem~i~q - und beabslchtigt - heterogen. Behandelt werden Kranldaeiten und pathologische Ver~inderungen bei Siit~wasserfischen. Die gerafi% Darstellung, die grofle Zahl qualitativ guter Abbildungen und die tells umfangreichen Literaturverzeichnisse machen das vorliegende Heft 4 der Reihe "Fisch und Umwelt" zu einer guten Ergiinzung der Bibliothek des Fischpathologen
wie des Fischziichters. G. Lau&ner (List/Sylt)
Roosen-Runge, E. C.: The Process of
Spermatogenesis in
Animals. L o n d o n : C a m - bridge University Press, 1977, 214 pp., s 15.50.Dieses Werk glbt elnen vergMchenden ~berbli& tiber die Prozesse der Samenzellbildung bei den Metazoen. Einleitend behandelt der Autor terminologische Fragen und begr~indet seine generelle Auffassung iiber die Spermatogenese der Tiere "as a basic biological process similar in some ways to early embryogenesis, a process of development not simply of a multitude of individually proliferating and differentiating cells, but an organismic event throughout which the developing cell populations are interdependent and integrated" (p. 12).
In einem kurzen historischen Exkurs, der den Zeltraum der letzten 140 Jahre umfaflt, werden elnige wesentli&e Aspekte der Erforschung spermatogenetischer Vorg~nge herausge- stellt. W~ihrend die ersten einschl~igigen Arbeiten noch auf eine Best~tigung der Zelltheorie abzMten, riickten danach Beschreibungen der Vielfalt der Samenzellformen und ihrer Diffe- renzlerung in den Vordergrund. Durch Anwendung elektronenoptischer Methoden wurden in neuerer Zeit die Einbli&e in das StrukturgeRige wesentlich verfeinert. Seit etwa 20 Jahren bilden Untersuchungen zur Dynamik der Keimzellenentwi&lung, insbesondere bei S~iugetieren, einen weiteren auch derzeit noch aktuellen Forschungsschwerpunkt.
Gemeinsame Merkmale und Besonderheiten spermatogenetischer Vorg~.nge bei den einzel- nen Tiersdimmen werden in sechs Kapiteln abgehandelt, wobei den Wirbeltieren - da bereits
andere zusammenfassende Darstellungen vorliegen - nut eine kurze I~bersi&t gewidmet ist. Ein besonderer Weft dieser Ausflihrungen llegt darin, daft der Verfasser auf bislang unzu- rei&end bearbeitete Tiergruppen (auch aus dem marinen Bereich) und noch offene Fragestel- lungen hinweist. Leider sind die fotografischen Abbildungen, wel&e diese Ausfilhrungen an vielen Stellen erg~inzen, ni&t textbezogen eingefiigt, sondern als Einheit am Ende des Kapitels tiber die Vertebrata zusammengefagt. Dadurch ist die Lesbarkeit des Textes erschwert.
In den letzten Kapiteln allgemeineren Inhalts wird u. a. Stellung genommen zu dynami- schen Aspekten der Spermatogenese, Degenerationsvorg~ingen, PNinomenen des Spermato- zoendimorphismus und der Polymegalie, zum Auftreten yon Hilfszellen in den Testes und deren physiologischen Bedeutung. Ein Glossar, ein Autoren-, Arten- und Schlagwort-Reglster sowie ein Literaturverzeichnis, das 700 ausgew~ihlte Zitate (bis 1975) umfat~t, runden dieses mit grofler Sachkenntnis und kritischer Dur&dringung des Stoffes verfagte Bu& ab.
H.-P. Bulnheim (Hamburg) Cooper, G. A.: Brachiopods f r o m the C a r i b b e a n Sea and A d j a c e n t Waters. (Studies in Tropical Oceanography. N r 14.) Coral Gables, FI.: University of Miami Press, 1977, 212 pp., $ 29,95.
This volume is an account of all Recent species of brachiopods presently known from the Caribbean region, the Gulf of Mexico and the Atlantic Coast from off northern Brazil to New England. The author based his work upon combined collections from several sources, mostly taken during cruises of University of Miami research vessels and U.S. Government vessels. The wide extent covered by the collections including hitherto unsampled areas, provided new insights which produced the basis for taxonomic revisions, the discovery of new genera and new species, and additional information on brachiopod distribution. The goodly number of new taxa should not surprise in view of the fact that the bra&iopods of this region had not found a reviewer in more than 50 years.
depth distribution, origin of the brachiopod faunas of the Caribbean Sea and the Gulf of Mexico, relationship of both faunas to ea& other as well as to other Recent faunas.
The impressive list of dredging stations at which the brachiopods had been collected also includes the species found at each station. The six maps showing the various locations are welcome, although Figure 4 has suffered somewhat from reduction.
The main portion of the book is taken up by the Systematics section. Here all species known to occur in the region studied are recorded with notes; for poorly known species descriptions and discussions are given. Synonymies are provided and so are measurements for many species. Some remarks on the substrate would have been of interest to a larger audience. Most species are illustrated by bla& and white photographs, which were assembled into 35 plates at the end of the book. Reproduction of the plates, paper and print are of good quality. However, the appearance of the station number 52 of Johnson-Smithsonian between points 83 and 84 (Silver Bay 5181; both stations are also shown in Fig. 3) in the legend to Figure 4 is somewhat Confusing. Obviously, the description of Argyrotheca woodwardiana on p. 118 is cut off prematurely, and the year 1983 in the reference to Beecher on p. 135 is a printing error. Nevertheless, all in all the book is a fine piece of work, deserving the editors' prediction that "this volume . . . will become the new systematic standard for work on tropical western Atlantic brachiopods and will provide a firm foundation for further work on these neglected animals." K. Hiilsemann (Hamburg)
Reichardt, W.: E i n f i i h r u n g in die M e t h o d e n der Gew~issermikrobiologie. S t u t t g a r t , N e w Y o r k : Fischer, 1978, 250 pp., D M 48,-.
Dem Fachgebiet der Gew~issermikrobiologie fehlte bisher eine moderne zusammenfas- sende Darstellung seiner Methoden. Dieses Buch ftillt die Lti&e, und es ftillt sie hervorragend. Der Stoff ist klar gegliedert in einfiihrende Abschnitte tiber die te&nischen Vorausset- zungen und die Probenenmahme aus aquatischen Biotopen (31 pp.), 4 Kapitel iiber die Er- fassung der Biomasse und der Struktur der Mikroflora (123 pp.), 3 Kapitel tiber die Bioaktivi- tiit der Mikroflora (69 pp.) sowie ein Kapitel iiber Gewiissergtite und Wasserhygiene (12 pp.). Die Literaturverzeichnisse enthalten 1344 (!) Angaben, fast ausschlieglich yon Arbeiten, die nicht ~/lter also 10 Jahre sin&
In Anlage und Ausfiihrung geht dieses Buch welt darllber hinaus, ein bloges "Rezeptbuch" zu sein, es ist auch mehr als nur eine einfache Einfiihrung filr Studenten, Anfiinger oder Praktiker. Die umfassende Darstellung z. B. vieler direkter und indirekter Ziihlverfahren wird dutch statistische Uberlegungen und kritische Wertung (ohne subjektive Abwertung) dem selbstgesetzten Ziel "Vors&l~ige an einer rasch fortschreitenden "Erprobungsfront" zu ma&en und zu weiterer Verbesserung anzuregen" gerecht. Abgehandelt werden bei den direk- ten Z~ihlverfahren durchlichtmikroskopische Methoden, Aufwuchsmikroskopie, Mikrokapillar- technik, Fluoreszenzrnikroskopie (insbesondere die leistungsf~ihige Acridinorange-Auflicht- mikroskopie), Mikroautoradiographie, Elektronenmikroskopie, elektronische Z~ihlbildauswer- tung und elektronische Teilchenz~ihlung mit dem Coulter Counter. Im Abschnitt "Indirekte Ziihlverfahren" wird die Erfassung yon Mikro- und Makrokolonien nach dem Guflplatten-, Spatelplatten- und Membranfilterverfahren dargestellt.
Unter der r3berschrit~ "Analogwerte fiir Organismendichte und Biomasse" werden der Extinktionsverdiinnungstest (MPN-Verfahren) mit Auswertetabellen, photometrische Direkt- bestimmungen und chemische Bestimmungen, u. a. yon Zellinhahsstoffen wie DNS und ATP, beschrieben.
Ein Abschnitt (42 pp.) beschreibt Methoden zum Nachweis bestimmter taxonomischer Gruppen, wobei neben Eubacteriales u. a. auch Hefen, Pilze, Spirochaetales, Cyanobacteriales, Actinomycetales und chemoautotrophe Bakterien ber~&sichtigt werden.
Unter der rOberschrii~ "Ausgew~ihlte Stoffwechselaktivit~iten" werden u. a. die 14C- Methode yon Assimilationsraten yon COs, die Assimilation i4C-markierter organis&er Ver- bindungen sowie die Bestimmung der Sauerstoffzehrung und des Sauerstoffbedarfs dargestellt. In eng gedr~ingter Form wird die Theorie der Kinetik der mikrobiellen Substrataufnahme und des Wachstums bes&rieben. Eine kurze Behandlun,g erfahren Methoden zur Bestimmung des Indikatororganismus Escherichia coll.
Si&er werden manche Leser der Meinung sein, daig bestimmte Teilgebiete zu knapp be- handelt worden sind, wie z. B. das Arbeiten mit kontinuierlichen Kulturen, da bier im wesent- lichen nur die Theorie des Chemostatenprinzips vorgestellt wird. Jedoch ist es dem Autor gelungen, eine gewaltige Ftille yon Einzelinformationen weitgehend abgewogen zu behandeln und in klarem verstlindlichem Stil ansprechend und leicht verstiindlich darzustellen. Das Buch wird dem AnfS.nger als Leitfaden zum umfassenden Kennenlernen und dem Fachkollegen als Nachschlagbuch sowie als Literaturquelle unentbehrlich werden und damit seinen festen Platz im Labor, auf dem Schreibtisch und in der Bticherei finden. Es wird wS.rmstens empfohlen. W. Gunkel (Helgoland) Reinheimer, G. (Ed.): Microbial E c o l o g y of a Brackish W a t e r E n v i r o n m e n t . (Eco- logical Studies. Vol. 25.) Berlin: Springer, 1977, 287 pp., D M 86,-.
Die Bedeutung der Mikroorganismen, insbesondere der Bakterien, fiJr den Stoffkreislauf im Meer ist seit langem bekannt. Trotzdem fehlt die Erfassung bakterlologischer Parameter in den meisten marinen 13kosystemuntersuchungen. Die vorliegende Arbeit dagegen behandelt fast ausschlie~lich diese Organismengruppe und ihre Aktivit~iten im Gebiet der Kieler Bucht (westliche Ostsee).
Das Buch ist eine Gemeinschaftsarbeit yon 10 Wissenschaitlern des Institutes fiir Meeres- kunde an der Universit~it Kiel. Berichtet wird fiber die Ergebnisse einer 15monatigen Unter- suchung, in der tiber 50 Parameter messend auf mehreren Stationen verfolgt wurden. Es um- fa~t 20 Abschnitte und behandelt zun~ichst c/as Untersuchungsgebiet und seine hydrographi- schen Bedingungen, erfagt den Sauerstoffgehalt, N~ihrsalze, Seston und seine Bestandteile mit chemischen Bestimmungen wie z. B. Chlorophyll, Protein, Kohlenhydrate bis ATP. Die Erfas- sung organischer Substanzen und das RespirationspotentiaI (Anwendung der COD- sowle BOD-Methode und der Dehydrogenaseaktivit~it, Prim~irproduktion und Planktonpopulationen werden in weiteren Abschnitten behandelt.
Der grSgte Tell des Buches (etwa 2/a) ist den Mikroorganismen und ihren Aktivit~ten gewidmet. Hierbei werden sowohl klassische w~e auch die neuesten Methoden angewandt, an deren Entwicklung bzw. Verbesserung die yon Rheinheimer geleitete Arbeitsgruppe maggeb- lich beteiligt war. Diese vor der eigentlichen 15monatigen Untersuchung geleisteten Arbeiten tragen entscheidend znm hohen Niveau dieses Buches bei und werden in den einzelnen Ab- schnitten knapp aber so informativ behandelt, dai~ zusammen mit dem umfassenden Literatur- verzeichnis auch ein bedeutendes Methodenbuch vorliegt.
Besondere Bedeutung d[ir~e dem Abschnitt yon Zimmermann tiber die Bestimmung der Bakterienzahlen, deren Gr~t~enverte~lung und Biomasse mit der Epifluoreszenz-Mikroskopie und der Rasterelektronenmikroskople zukommen. Erst diese neuen Methoden der Direkt- z~ihlung (u. a. unter Verwendung yon s&warzen Polycarbonatfiltern) zeigen einwandfreie Ergebnisse.
Eine Analyse der aktiven metabolisierenden Bakterien wurde mit autographischen Metho- den durchgeftihrt. Schematische Tafeln erleichtern das Verst~indnls auch ffir nlcht mit diesen Methoden vertraute Leser. Ein besonders interessantes Ergebnis ist, dat~ die Mehrzahl der mit dieser Methode erfagten Bakterien nicht an Partikeln als Aufwuchs vorliegt. Im Gegensatz zu den koloniebildenden Bakterien zeigten die durch autoradiographische Methoden genau wie die mit Epifluoreszenz-Methode erfaflten Gesamtzahlen kelne bemerkenswerte Abnahme yon den verschmutzten "inshore" zu den wenlger belasteten "offshore" Gebieten. Dieses wichtige Ergebnis dfirtte zu weiteren Untersuchungen anregen (Hoppe, 18 pp.).
Unter der L?berschrift "Heterotrophic activity" behandelt Gocke (24 pp.) die Dynamik der Stoffaufnahme unter Verwendung der natfirlichen Populationen der Mikroorganismen und bestimmt die r~iumliche und zeitliche Unterschiedlichkeit.
BakterMle Wuchsraten und Biomasse-Produkte untersucht Meyer-Reil in einem konti- nuierlichen Kulturverfahren, bei dem der Wuchs der Bakterienpopulationen auf Membran- filtern, die auf Meerwasser der Untersuchungsstationen schwimmen, mit Hilfe der Epifluo- reszenzmethode untersucht wird.
Die grof~e Anzahl der angefallenen Daten wird in einem umfangreichen Kapitel einer vergMchenden statistischen Analyse unterworfen und in einem Abschluflkapitel yon Rhein- heimer kritisch gewertet. Hier wird auch auf die Lficken der Bearbeitung hingewiesen. So konnte die Dezimierung der Bakterien dutch bakterienfressende MitgIieder des Zooplanktons nicht bearbeitet werden, und zur weiteren KEirung dfir~e zu bestimmten Zeiten eine zeitlich engere Probenentnahme wiinschenswert sein. Es werden Vorschl~ige gegeben, wie eine Weiter- entwicklung der Untersuchungen beschaffen sein mfiflte. Die groi~e Gefahr einer fiber l~ingere Zeit sich erstreckenden Zusammenarbeit, die Anh~.ufung yon Daten, die lediglich beschrieben werden, wurde somit vermieden.
Dem Referenten sei gestattet zu schreiben, dal~ er selten ein Fachbuch mit solcher Be- geisterung gelesen hat: Eine FfilIe verschiedener Methoden beschrleben, angewandt und aus- gewertet. Solche Arbeiten pflegen leider meist welt verstreut veriSffentlicht zu werden und nur mit Hilfe eingehender Literaturrecherchen auffindbar zu sein.
Dariiberhinaus: Diese Untersuchung steht modellhal~ ffir die Untersuehung auch anderer mariner Ukosysteme. Zuktin~ige mikrobiologlsch-6kologische Untersuchungen werden sich an diesem Werk orientieren und auch bewerten lassen mtissen.
Es erfibrigt sich fast, darauf hinzuweisen, dat~ das Buch ein "Muff" nicht nur ftir die Meeresmikrobiologen sondern fiir alle an Ukosystemuntersuchungen interesslerten Kollegen ist. Darstellung und Herausgabe zeichnen sich - genau wie die fibrigen Bficher yon Rhein- heimer - durch Verst~.ndlichkeit, umfassende Literaturangaben und Sorgfiiltigkeit aus.
W. Gunkel (Helgoland) Kremer, J. N. & Nixon, S. W.: A Coastal M a r i n e Ecosystem. (Ecological Studies. Vol. 24.) Berlin: Springer, 1978, 217 pp., D M 64,-.
Das vorliegende Buch ist aus dem Bedfirfnis entstanden, eine Brticke zu schlagen, zwisehen ausschliefllich in Zahlen denkenden Modelltheoretikern und eingefleischten "Nur-Biologen". Aus diesem Grunde ist ein betrlichtlicher Tell des Buches der Diskussion um die Auswahl der verschiedenen funktionalen Formen und dem Aussagewert yon Koeffizienten gewidmet. Die Autoren beschreiben ein Cikosystem Modell anhand der Narragansett Bay (USA) und ihrer Phytoplankton-Zooplankton Gesells&att, die mit den zur Verffigung stehenden N~ihrstoffen, Licht, Temperatur und anderen Parametern variiert.
Das Bu& ist in zwei Teile gegliedert: (i) Theoretis&e Uberlegungen fiber m/Sgliche Ein- flfisse yon physikalischen Gr6gen, Phytoplankton, Zooplankton und Organismen hiiherer trophischer Ebenen auf das gesamte System, insbesondere Biomasse, wie sie sich aus Unter- su&ungen in der Narragansett Bay ergaben, und (2) Analyse der Wirkungsweise der unter (1) dargestellten Faktoren auf ein mathematisches Simultationsmodell der Narragansett Bay, bei gleichzeitiger Entwi&lung yon produktionsbiologischen Zusammenh~ingen und eines Com- puterprogrammes (fiber ein Flut~diagramm) ffir dieses Modell.
die Welt des Cikosystemanalytikers vermittelt, ist der zweite Tell, der "Simulation and Ana- lysis" tiberschrieben ist, auf weiten Strecken fiir den nicht mit Modellrechnungen vertrauten Leser unversdindlich, da yon zu vielen Voraussetzungen - rein programmtedanischer Art - ausgegangen wird und werden muff, um ein nicht zu volumin~Sses Werk entstehen zu lassen. ObwOhl das Buch besonders aus diesem Grund nicht sein in ihm anfangs formuliertes Ziel - Brilckenschlag zwischen Modelltheoretiker und Experlmentator - erreichen kann, werden doch eine Unzahl an Impulsen und Anregungen durch die Modellbeschreibung der Narragansett Bay gegeben, daf~ auch Nicht-Mathematiker unter den Biologen yon seiner Lektiire profitieren ktSnnen. Im Schlut~kapitel weisen die Autoren noch einmal auf die Limitierungen eines wie auch immer gearteten iDkosystem-Modells hin und betonen . . . . "that the model does not pretend to foretell the future; it has only done a series of complex calculations based on the relationships and parameter values that we have specified" (p. 195).
H. v. Westernhagen (Hamburg) Ballard, R. D. & Moore, J. G.: P h o t o g r a p h i c Atlas of the M i d - A t l a n t i c Ridge Rift Valley. Berlin, Heidelberg, N e w York: Springer, 1977, 114 pp., 183 Abb., D M 43,30. Using the most advanced techniques presently available, the Mid-Atlantic Ridge ri& valley has been studied in the project FAMOUS. This book presents an impressive, unique series of photographic records of bottom features, supplemented by line drawings and artist conceptions. The photographs have resulted from combined efforts of American and French scientists, engineers, technicians, crews and pilots.
Following an introduction on geological setting and photographic techniques, the book covers such aspects as volcanic vents, major flow units, individual flow units, tensional fissures, fault scarps, patterns of faulting, faulted sedimentary rock and ritt valley walls.
The book is excellently produced by the publisher and should be of considerable interest
to geologists and deep-sea biologists. O. Kinne (Hamburg)
Mineralogy:
T o w a r d s the T w e n t y - f i r s t C e n t u r y . London: The R o y a l Society 1977, 404 pp., 27 pl., s 30,90.Zum 100. Geburtstag der Mineralogischen GesellschafL yon Grof~britannien und Irland wurde im April 1976 in der "Royal Society" eln denkwiirdiges Treffen organisiert, in dem Entwicklungstendenzen der Mineralogie in die Zukun~ hinein gezelchnet werden sollten. Dies ist in auf~ergewShnlichem Mat~ gelungen. Der Referent ist durch Zufall bel einem Tell der Sitzungen anwesend gewesen und hat sicb vom hohen Standard des Wissens und der Diskus- sion iiberzeugen kSnnen.
rnent~ir gedeutet werden). Beitr~ige wie "Medizin und Mineralogie" m/Sgen ftir Biowissen- schattler ebenfalls yon Interesse sein.