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Academic year: 2020

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Buchbesprechungen / Book reviews / Analyses

ZEITSCt~rL, B. (Ed.): The Biology of the Indian Ocean. Berlin, Heidelberg, New York: Sprin- ger, I973, 549 pp., DM 123,-.

I[lber mehrere Jahre (1959-1965) ftihrten zahlreiche Forschungsschiffe Untersuchungen im Indischen Ozean durch, deren biologische Ergebnisse Gegenstand eines 1971 in KieI abgehalte- nen Symposiums waren. Diese Mitteilungen liegen nunmehr gedruckt vor. Was haben wir yon einem solchen Buch zu erwarten? Der Herausgeber steht zweifellos vor mehreren Schwierigkelten, mit denen er bei allen BemiJhungen nur bedingt fertig werden kann. So d{Jrfie zun~chst einmal nacb atlgemeinen Erfahrungen die Zeit noch nicht reif sein, tiber diese internationale Expedi- tion abschliet~end zu bericbten. Entsprechend haben viele Informationen slcherlich nut vorl~ufi- gen Charakter. Ferner wird die mehr oder weniger zuf~llige Verteitung der Redner bedlngen, dai~ die gebotenen Themen nidat alle wichtigen Probleme ausgewogen behandeln, yon der unter- schiedlichen Qualit~t der einzelnen Autoren einmal ganz abgesehen. Auflerdem muf~ man bei den isoliert angefertigten Abhandlungen mit I[~bertappungen rechnen. Dann ist no& zu beden- ken, daf~ dem Wesen des Unternehmens entsprechend bier unter ,,Biologie" vorzugsweise das zu verstehen sein sollte, was heute zumeist als ,,Biologische Ozeanographie" bezeichnet wird.

All diese 13berlegungen beschreiben, was in den 44 Arbeiten yon 57 Autoren auf 549 Sei- ten (davon 24 Selten Literaturzitate) geboten wird. Mit der Umwelt (Physik, Chemie, Geolo- gie) beginnend wird tiber Phyto- und Zooplankton, Fische und Benthos bis zu den Modellvor- stellungen vorgedrungen. Da es sich zumeist um eigene Untersuchungen handelt, stehen no& ni&t zur Gesamts&au zusammengefal~te regionale Betrachtungen im Vordergrund einschliet~li& so extremer Gebiete wie die Ba&waters (Cochin) und nut zum kleinen Tell zum Indischen Ozean geh6rige Kiistengew~isser (Siidafrika). Dazwischen linden sich abet doch bereits gute 1Dbersichten tiber das Gesamtgebiet. Daneben gibt es ferner durchaus biologis&e Arbeiten, die yon den sonst iibli&en ,grogztigigen" Betrachtungen abweichen und his zu taxonomis&en Problemen vordringen (Peridineen, Hydromedusen, Anthozoen, Chaetognathen, Cumaceen, Copepoden, Amphipoden, Eupbausiden, Gastropoden, Pteropoden, Bryozoen, Appendicula- rien und Fische), und deren iiberraschend grof~e Zahl in der Tatsa&e begrilndet ist, dag sich bier viele Mitarbeiter des Indian Ocean Biological Centre in Ernakulam zu Wort melden. Lei- der kann nicht iibersehen werden, dat~ diese Beitr~ige z. T. nach Form und Inhalt wenig befrie- digen. So h~lt es der Ref. beispielsweise dur&aus ftir m~gtich, daft es Biologen gibt, denen ni&t alle marinen Gattungen geI~ufig und die daher fiir weitere systematische Hinweise dankbar sind und in dieser I-Iinsicht bei mehr als nur einer Arbeit dieses Bu&es entt~iusdlt werden.

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als sie an Information bieten. Unter anderem ergeben si& re&t deutliche Hinweise, dag Phyto- plankton (Chlorophyll) und Herbivore si& gegensinnig entwi&eln, und daf~ die Reminerali- sation dur& das Zooplankton ents&eidend zur N~ihrstoffversorgung beitr~igt.

Insgesamt enth~ilt das Buch eine Fiille yon Angaben sowohl allgemeiner Art als au& in regionaler Hinsicht. Die sehr gute Ausstattung bedingt einen hohen Preis, und es bleibt zu fragen, ob ein solcher fiir Symposion-VortrS.ge gere&tfertigt ist. M. GILL~alCl-tT (Hamburg) COULSTON, F. & KOt~TE, F. (Eds.): Environmental Quality and Safety. Vol. 2: Global Aspects of Chemistry, Toxicology and Technology as applied to the Environment. New York, London: Academic Press, 1973, 333 pp., DM 58,-.

Der zweite Band dieser internationalen, halbjiihrlich erscheinenden Publikationsreihe - mit einer Einfiihrung yon S. T. AGNt~W, ehemaliger Vizepr~isident der USA - enthiilt 37 Beitr~ige zu den weiten Gebieten der Umwehforschung, des Umwelts&utzes und des Umwelt-M~inage- ments. Obgleich viele der Publikatlonen eher zusammenfassende Berichte darstellen als wissen- s&aftti&e Originalarbeiten, werden zahlreiche interessante und wissenswerte Details geboten, znm Beispiel fiber die Wirkung yon organis&en und anorganischen Chemikalien, Pestiziden, Insektiziden und schiidlichen Gasen. l[;berslchten und Berichte yon zustiindigen Verwaltungs- beamten fiber nationale Umweltprogramme (Bundesrepubtik Deuts&land, Israel, Kanada, Eng- land, Japan) beschliegen den Band, Gegeniiber dem ersten Band (rezensiert in Helgol~inder wiss. Meeresunters. 23, p. 538) ist ein gr~51~eres Ausmaig an thematis&er Ausgeglichenheit zu verzeichnen und eine sdirkere Berii&sichtigung biologischqSkologischer Aspekte erfolgt.

O. KmN~ (Hamburg) HI~B~EK, J. & STI~a~tC~ABA, M. (Eds.): Hydrobiological Studies. Nr. 2, 3. Prague: Publishing House of the Czechoslovak Academy of Sciences, 1973, 348 pp.; 310 pp., 90< K~s; 85,- K~s.

Eine Relhe yon Untersuchungen des Hydrobiologischen Institutes der Tschechoslowaki- schen Akademie der WissenschaPcen erschien im Jahre 1966 als "Hydrobiological Studies 1". Zwei weltere BS.nde erg~.nzen nunmehr die Untersuchungsergebnisse eines grggeren Kollektivs, dem auch Limnologen augerhalb des Prager Institutes angehSren. Die Absi&t dieser Gruppe ist es, bestimmte hydrobiologische Beziehungen in Flugtalsperren und einigen anderen Wasser- klirpern zu erkt~iren, in denen besonders komplizierte Verh~iltnisse vorliegen, die dur& StriS- mungen, Schichtung oder dutch Wasserverunreinigungen bedingt sin&

Band 2 dieser Serie enth~ilt 6 Arbeiten, die verschiedene limnologische Gesi&tspunkte, z. B. -?inderungen des Temperaturganges, der Primlir- und Planktonproduktion, der Benthos- fauna und der &emisch-bakteriologischen Beziehungen einer Talsperrenkaskade an der Vltava (Moldau) behandeln. Die Ergebnisse dieser Iangjiihrigen Beobachtungen sind in einem empiri- schen Modell zusammengefaflt worden, das gewisse Vorhersagen der Wassereigenschaflcen er- m~Sglicht.

Im Band 3 sind 8 Arbeiten ver6ffentli&t, welche die Limnologie yon Talsperren und auch andere Wasserk/Srper behandeln. In erster Linle handelt es sich um Untersuchungen der physi- kalischen Eigens&aPcen und der Wasserqualidit bShmis&er Talsperren. Die Arbeiten befassen sich unter anderem mit der Mineraldiingung yon Tei&en, dem Jahreszyklus des Planktons im Thaya-(Dyje-)Uberschwemmungsgebiet, dem Wassergeruch und dessen Beurteilung sowie der Produktivit~it einiger Mergel-Seen in Indiana (USA).

Die beiden in englischer Sprache abgefagten B~inde werden nicht nur filr Limnologen yon Interesse sein, sondern bieten auch Fachleuten aus den Berei&en Fischereibiologie, Ukotechnik, Wasserwirts&ai°c und Hydrologie zahlreiche Informationen und Anregungen. Alle in dieser Serie enthaltenen Arbeiten basieren auf langfristigen Untersuchungen und stiitzen sich auf ein

grol%s Zahlenmaterial. A. LEL~K (Hamburg)

MAXCD~SLEY-THOMAS, L. E. (Ed.): Diseases of Fish. (Symposia of the Zooiogical Society of London. Nr. 30.) New York: Academic Press, 1972, 380 pp., $ 21.

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werden folgende Themen behandelt: Progress in fish pathology in this century (S. F. SNI~SKO); Some aspects of mycobacteriaI infections in fish (H.-H. REIC~t~N~ACrt-KLINt~E); The principle aspects of bacterial fish diseases in Italy (P. G~rrTmO); Infections dropsy in carp - a disease complex (N. N.

FUAN);

Ulcerative demersaI necrosis (UDN) of salmon (Salmo satar L.) (R. J. R:OB~TS); Some diseases of trout in Denmark (N. O. CH~XST~NS~N); Haematological techniques and the immune response in rainbow trout (G. W. KLONTZ) ; Studies on the haematology of the Adantlc salmon (Salmo salar L.) (D. A. CONROY); Some characteristics of antibodies in the primary immune response of rainbow trout (Salmo gairdneri) (M. DoI~soN); The principles of therapy in fish diseases (R. L. H~RMAN); Some histological techniques applicable to fish tissues (D. BUCKE); Some tumours of fish (L. E. MAWD~:SL~x-T~oMAS); Work of the registry of tumours in lower animals with emphasis on fish neoplasms (J. C. H A ~ S ~ R ) ; Advances in fish virology: a review 1966-1971 (K. WOLF); Egtved Virus: antigenic variation in 76 Virus isolates examined in neutralization tests and by means of the fuorescent antibody technique (P. E. V~ST~XGARD JORG~NSEN); Rearing of marine fish-problems of husbandry, nutrition and disease (Z. D. RICHARDSON).

Die Beitr~ige sind yon unterschiedlicher Qualit;,it. Die einfiihrende Abhandlung zeigt an Hand einer Literaturanalyse den Trend yon der rein taxonomischen Beschreibung yon Parasiten zur F~tiologie und Kontrolle yon Krankheiten insbesondere der Bakterien und Viren. Die an- schlieBenden Referate fassen den gegenw~irtigen Stand der Kennmisse iiber Fischtuberkulosen und andere bakterielle Erkrankungen insbesondere bei S~it~wasserzuchtfischen wie Karpfen und Forellen zusammen. Der Beitrag yon CH~STr~S~N zeigt auf, dal~ die in d~,nischen Forelien- zuchten auftretenden Krankheiten sich seit Beginn dieses Wirtscha~szweiges gegen Ende des Ietzten Jahrhunderts auf 5 typische Infektionskrankheiten konzentrieren: Furunkulosis, Dreh- krankheit, Virale h~morrhagische Septik~imie (VHS), InfekriSse Pankreas-Nekrose (IPN) und die Kiemenf~ule. Die foIgenden 3 Beitr~ige heben die Bedeutung haematologischer Untersuchun- gen far die Immunforschung hervor. Eine ausgezeichnete Abhandlung iiber Fischtumore schrieb der Herausgeber des Symposiumbandes. Die nicht vollst~indig im Text verarbeitete Bibliogra- phie umfal~t i.iber 590 Zitate. Einen klaren Uberblick iiber die Fortschitte der Virusforschung seit Mitre der 60er Jahre gibt K. WOLF. Der letzte Beitrag des Buches ist wenig befriedigend. Abgesehen davon, daf~ der Verfasser unter der generellen Uberschrif~ ,,Rearing of marine fish..." nur die Arbeiten der englischen Kollegen - und auch dort sehr lfi&enhafi - berii&- sichtigt, werden die Probleme der Fischkrankheiten (Prophylaxe, Krankheitserkennung, The- rapie) nur mit pauschalen Ausf~ihrungen abgehandeI~.

Das Buch ist ffir den Fischz~ichter, der praktische Hinweise erwartet, wenig geeignet. Dage- gen bieten mehrere Beitr~ige einen ausgezeichneten Uberblick tiber den Stand der Kenntnisse und die Zielsetzung klin~iger Forschung. Dem Wissenschafiler, der sich mit Fischkrankheiten, ihrer Genese, Pathologie und Therapie besd,~il~igt, gibt dieses Buch sicher wertvolle Anregungen, wobei das Autorenregister sowie der systematische Index und der Sachindex am Ende des Buches niitzliche Orientierungshilfen darstellen. H. ROSENT~A~ (Hamburg) H~5~Er, CH. W.: A Bibliography of the Genus Fundulus. Boston, Mass.: Hall, 1973, 138 pp.

Die etwa 1960 Arbeiten umfassende Bibliographie iiber die Zahnkarpfen-Gattung Fundu- ius ist in 12 Kapitel gegliedert: Behaviour; Coloration and Melanophores; Ecology; Em- bryology; Endocrinology; Genetics; Histology; Neurology; Paleontology; Parasitology; Phy- siology; Systematics and Distribution. Die Mehrzahl der Arbeiten entfallen auf die Sachgebie- te Embryologie (368), Systematik und Verbreitung (375) und Ukologie (217). Zahlreiche Arbeiten sind mehrfach aufgefiihrt, vor allem dann, wenn in ihnen verschiedene Sachgebiete angesprochen werden. Dies macht dem Benutzer die Handhabung einfach und erm/Sglicht ein sicheres Auffinden der zu einem Fragenkomplex erfaf~ten Literatur.

H. ROS'Z~TH~L (Hamburg) G A ~ s o ; ; , P. S.: Bibliography of Oysters and other Marine Organisms associated with Oyster Bottoms and Estuarine Ecology. Boston, Mass.: Hall, 1972, 857 pp.

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bis 1965) auf etwa 17 500 Titel angewa&sen ist. Sie ist in Autoren- und Sachbibliographle ge- teilt und umfaf~t Taxonomie, Morphologie, Anatomie, Histologie, Embryologie, Physiologie und Ukologie yon Austern und anderen Mollusken sowie der S&w~imme. Aufgenommen sind weiterhin Arbeiten tiber die Auswirkung der Meeresverschmutzung (u. a. (31, Schwermetalle) auf Mollusken sowie zahlrei&e VerSffentlichungen iiber Praxis und Theorie der Muschel- und Austernzucht. Obwohl die Bibliographie nicht den Anspruch auf Vollst~ndigkeit erhebt, wird sle als niitzli&es Na&s&lagewerk gute Dienste tun. H. ROSENT~tAL (Hamburg) DE BEER, G., BOURLIJ~RE, F., CARLISLE, D. B., CA~THY, J. D., DRIVER, D. M., HEALEY, J. N.,

WALLWORK, J. A. ~ WHITEHEAD, P. J. P., (Hrsg.): Holies Tier-Enzyklop~idie. Bd. 1, Baden- Baden: Holle, 1973, 327 pp., DM 78,-.

Der Holle Verlag hat sich das Ziel gesetzt, eine deutsche Fassung der ,,Elsevier's Animal Encyclopedia" herauszubringen. Von diesem W'erk, das 1972 erstmalig erschlen, liegt nun der erste yon den geplanten sechs B~inden vor. Er umfal~t in alphabetischer Reihenfolge Stichw/Srter (yon A bis Enz) mit ert~iuternden Kommentaren, insbesondere aus den Bereichen der Morpho- logie, Systematik, Phylogenie, Palaeontologie, Ukologie, Tiergeographie, Physiologle und Etho- 1ogle. Nach dem Erschelnen aller B~inde soll das Werk Auskunf~ tiber insgesamt 3000 Stich- w6rter geben.

Die Herausgeber konnten sich auf die Mitwirkung einer groflen Zahl yon Fachleuten sttit- zen, wobei ftir die vorliegende Ausgabe mehrere deutsche Zoologen als Berater hinzugezogen worden sind. Dennoch haben sich zahlreiche Druckfehler und Ungenauigkeiten eingeschlichen, wie die lange Liste der Errata dokumentlert, die dem ersten Band beigelegt ist. Wenngteich manche Ausdrti&e no& treffender ins Deuts&e h~tten tibertragen werden kSnnen, liest si& die lDbersetzung im ganzen gesehen recht fl/issig.

Der Text, der dur& eine grol~e Zahl ausgezeichneter Farbbilder erg~inzt wird, ist mit zahI- reichen historis&en Beziigen angerei&ert und enth~lt stets Verweise auf weitere, an anderer Stelle erI~iuterte Begriffe. Datg die au& dem Laien einigermagen vertrauten Wirbeltiere in Text und Bild dominieren, verr~it die Absicht, einen mSglichst breiten K~uferkreis anzuspre&en. In der Tat werden Lehrer, Schtiler und Naturfreunde, zugleich abet au& Fachwissens&ai~ler die- sen Band mit Gewinn zur Hand nehmen, urn si& fiber bestimmte zoologische Begriffe und Sachzusammenhgnge zu orientieren. Es ist zu hoffen, dag sich die demng&st zu erwartenden weiteren Lieferungen des Werkes zumindest durch die glei&e Qualit~it auszeichnen werden.

H.-P. BULNHEIM (Hamburg)

CHENG, T. C.: General Parasitology. New York, London: Academic Press, 1973, 965 pp., $ 19.50.

Mit diesem Werk legt T~OMAS C. CHErqC, einer der ftihrenden amerikanischen Parasito- logen, eine erweiterte und stark tiberarbeitete Fassung seines 1963 erschienenen Buches "The Biolgy of Animal Parasites" vor. Ziel des Autors ist es, Studenten und Hochsehuliehrern ein Lehrbuch in die Hand zu geben, das ihnen einen umfassenden Einbli& in die Lebenserscheinun- gender Zooparasiten vermitteln soll.

Der Darstellung ist ein allgemeiner Tell vorangestellt, der u.a. zu Begriffsabgrenzungen Stellung nimmt und eine Reihe verschiedener Aspekte der \Virt-Parasit-Beziehungen behan- delt. In diesem Tell verdienen die Ausfiihrungen zur Frage der Immunitlit gegeniiber Para- siten besonders hervorgehoben zu werden, die eine knappe, aber abgewogene 12Tbersicht tiber dieses aktuelie Forschungsgebiet bieten. Ein kurzer Abrii~ der Geschichte der Parasitologie be- schlief~t den altgemeinen Tell.

In den folgenden acht Kapiteln - sie umfassen den Hauptteil des Buches - werden die parasitischen Tiergruppen yon den Protozoa iiber Mesozoa, Ptathelminthes, Acanthocephala, Aschelminthes bis zu den Arthropoda ausftihrlich abgehandelt. Ein letzter Abschnitt informiert i~ber die Zooparasiten aus den fast ausschliet~lich nur freilebenden Formen umfassenden Taxa (Porifera, Cnidaria, Ctenophora, Rhynchocoela, Annelida, Mollusca, Echinodermata und Ver- tebrata).

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konventionellen Charakter tr~igt, zeidmen sich alle Kapitel durch ein ausgewogenes Verhiilmis hinsi&tlich der Darstellung deskriptiver und experimenteller Befunde aus. Ausf[ihrungen zur Morphologie, Taxonomie und Lebensgeschichte werden stets dutch Ergebnisse iiber die Physio- logie der Parasiten und ihrer Beziehungen zum Wirtsorganismus erg~/nzt. Dutch die Einbezie- hung feinstruktureller, physiologischer, biochemischer, immunbiologischer und 6kologischer Er- kennmisse werden die grogen wissenschaPdi&en Fortschritte, welche die Parasitologie in den letzten Jahren erfahren hat, dem Leser eindru&svoI1 vor Augen gefilhrt.

Der iibersi&tlich geordnete Text wird durch zahlreiche instruktive Stri&zei&nungen, licht- und elektronenmikroskopis&e Fotos, Diagramme, Kurvenbilder und Tabellen erg~inzt. Jedes gr6flere Kapitel endet mit einem Verzeichnis ausgewS.hlter Originalarbeiten und weiterfiihren- der Ver~Sffenttichungen; die zitierte Literatur ist his 1971 beriicksichti~.

Mit der Auswahl des umfangrei&en Stoffes hat der Verfasser auch marine Tiergruppen, die si& dur& eine parasitis&e oder symbiotis&e Lebensweise auszeichnen, in angemessener Weise berii&sichtigt. Das Werk wird daher au& Meeres- und Fischereibiologen anspre&en und ihnen eine wiilkommene Informationsquetle bieten. Veterin~ir- und humanmedizinis&e sowie ~Skonomis&e Aspekte treten demgegeniiber in diesem Werk zurii&, so dal~ die vielf~iltigen interdisziplin~iren Verkniipfungen der Parasitologie na& Meinung des Ref. nicht geniigend si&tbar gemacht worden sin& Denno& mug das Bu& insgesamt als ein gelungener Versuch gewertet werden, die BioIogie der Zooparasiten umfassend darzustellen. Da im deuts&sprachi- gen Schritttum zum gegenwS.rtigen Zeitpunkt kein entsprechendes zeitgem~iges Werk existiert, ist ibm hierzulande eine weite Verbreitung zu wiins&en. H.P. BULN~EIM (Hamburg)

SCHWARTZ, V.: Vergleichende EntwicMungsgeschichte der Tiere. Ein kurzes Lehrbuch. 289 Abb. in 1179 Einzeldarst. Stuttgart: Thieme, 1973, 414 pp., DM 16,80.

Das vorliegende Taschenbuch setzt die Reihe ,,Natur" des Thieme Verlages fort und ist besonders aIs Lehrbuch f~ir Studenten gedacht, wle der Autor vorausschickt. Das Buch wilI aber mehr; es will sich nicht damit begniigen, das Tatsachenmaterial der allgemeinen und spezielIen Entwicklungsgeschichte in knapper Form abzuhandeln und die Darstellung durch die Einbezie- hung der neueren Ergebnisse au£ elnen modernen Stand zu bringen. Es will vielmehr seiner ganzen Konzeption nach auf die besondere Bedeutung der Entwicklungsgeschlchte hinweisen, die ihr als einer der wesentlichen biologischen Grundlagendisziplinen nach wie vor zukommt. Die genaue Kennmis der Ontogenesen ist ja fiir das Verst~ndnis yon Bau und Funktionen der Organismen ebenso notwendige Voraussetzung wle vor a11em auch ffir die Untersuchung der inneren Ursachen des komplizierten und komplexen Entwicklungsgeschehens, das jedes Indivl- duum aus dem - wenigstens ~ulSerlich - undifferenzlerten Zustand des Keims in den hochdiffe- renzierten des erwachsenen, fortpflanzungsfiihigen Tieres iJberfiihrt. Weiterhin wlrd die zu- n~ichst deskriptive Entwlcklungsgeschichte durch die Homologienforschung und die Einbezle- hung der phylogenetlschen Knderungen der Ontogenesen zur vergIeichenden Entwicklungs- geschichte, die wie die vergleichende Morphologie eines der wesentlichen Hilfsmittel f~ir die Erforschung der Stammesgeschi&te darstellt.

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schliel~t sich der Autor der Trimerie-Hypothese yon RE~ANE an; sle kann mlt der Annahme yon urspriinglich 3 C~51omabschnitten die Entstehung der Metamerie der Bilateria erkl~ren und gibt eine Deutung fiir den Zusammenhang yon Proto- und Deuterostomiern.

Im gr/Sf~eren speziellen Tell ist der Autor mit der systematischen Reihenfolge der Proto- stomiergruppen teiiweise eigene Wege gegangen, was er mit der Annahme der Trimeriehypo- these und mit ,,entwicklungsgeschichtlichen Beziigen", d. h. mit Ubereinstimmungen der entspre- chenden ontogenetischen Ph~nomene begr~ndet. Die speziellen Darstellungen werden ebenso wie der allgemeine Tell durch ein reiches, in einheitlicher Weise dargebotenes BildmateriaI unter- st~itzt und geben eine gute Ubersicht iJber die Entwicklungsgescllichte der einzelnen Gruppen bis hin~uf zu den Wirbeltierem Nut wenige kleinere Gruppen fehlen wegen der gebotenen Be- schr~nkung, wobei nach Ansicht des Ref. die Nichtber/icksichtigung der Pogonophora einen Mangel darstellt. Es erweckt auch Verwunderung, wenn im Vorwort yore Autor die ,,Onco- poden" (kaum noch gebr[iuchtiche Bezeichnung fiJr die Tardigraden, Onychophoren, Pentasto- miden, yon denen die letzteren nicht behandelt werden) ats gleichwertige Gruppe mit den Kamptozoen, Nemertinen und Mesozoen genannt werden, abet sparer unter diesem Namen keine Erw~ihnung mehr finden, auch im Inhaltsverzeichnis und Register nicht.

Dutch die moderne und vielfach originale Konzeption, die sich vor allem in der Beband- lung der ailgemeineI~ Grundlagen und der evolutionistischen Konsequenzen auspr~gt, wobei auch stets auf die Grenzen und Li~cken der Kenntnisse hingewiesen wird, und dutch den fiir ein Tasehenbuch reichen Inhalt hat das Buch durchaus die gute Chance, den angestrebten Zweck zu erfiillen. Dem stehen leider einige M~ingel entgegen, vor allem die zahlreichen Druckfehler. Wenn Artnamen (mehrfach), wenn in einem Fall sogar der Name einer Unrerordnung (p. 161 Bryozoa :Stenostomata statt richtig Ctenostomata), wenn Autorennamen Dru&febler auf- weisen, so wird das Studium des Buches in unniStlger und vermeldbarer Weise erschwert, vor allem f~ir den Studenten, der ja doch Anf~inger ist. Druckfehler wirken sich stiSrend ans, wenn sie zu sachlichen Irrdlmern fiihren wie etwa auf p. 254: die Ganglien und Sinnesorgane der Gastropoden entstehen nicht aus dem Entoderm, sondern aus dem Ektoderm. Ferner bedarf das meist gute Bildmaterial in elnigen F~illen der Uberpriifung, wenn wie in Abbildung 16.4 die Grau- und SchwarztiSne nicht deutlid~ genug unterschieden sind, oder wenn wie in Abbil- dung 16.20 die Zeichnungen zur Darstellung der Cephalopodenentwicklung zu klein sin& Ref. w~inscht dem Buch eine groBe Verbreitung, auch im Hinblick darauf, da~ mir einer schnellen Neu2ufiage die M~ingel m/Sglichst bald abgestellt wer~den. B. W~i~NER (Hamburg)

BRuscA, R. C.: A Handbook to the Common Intertidal Invertebrates of the Gulf of Califor- nia. Tucson, Arizona. University of Arizona Press, 1973, 427 pp., $ 10.95.

Der Golf yon Kalifornien ist bekannttich eine langgestreckte, schmale und tier in das Land einschneidende Meeresbucht, die nut zum Siiden ge~Sffnet und durch eine ebenso iange und schmale Halbinsel vom Pazifischen Ozean getrennt ist. Er geb/Srt politisch zu Mexiko. Auf meeresbiologischem Gebiet besteht offenbar eine gute Zusammenarbeit mit den USA, da yon den 4 Meeresstationen des Golfes eine yon Mexiko, zwei yon anderen amerikanischen Institu- tionen und eine gemeinsam yon den Universit~ten des US-Staates Arizona und des mexikani- schen Staates Sonora unterhalten werden. Die letztere liegt im Nordteil des Golfes und bot dem Autor die Basis fiir die Untersuchung der Wirbellosen des Gezeitengiirtels, deren Ergebnisse in der Form des vorliegenden Taschenbuchfi~hrers ausgewertet sind.

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Epochen vorhandene Verbindung zwischen Atlantischem uud Pazifischem Ozean aus dem Kari- bischen Meet eingewandert sind, ferner dai~ eine Anzahl endemischer Arten existiert. Die ver- schiedenen Biotope des reichgegliederten Kfistengfirtels, deren wichtigste Felskfisten, sandige Buchten sowie Sand- und Schlicksandwatten sind, werden durch die h~iufigsten Bewohner und deren Vertikalverbreitung gekennzeichnet.

Den eigentlichen Charakter und den Hauptteil des Buches macht die Bearbeitung der wir- bellosen Makrofauna nach dem System aus; Protozoen und Meiofauna fehlen also. Es ist das haupts~ichliche Ziel, mit einfachen Schtiisseln die Bestimmung bis zu den Familien, Gattungen und Arten zu erm/~glichen. Am Anfang des Hauptteils findet sich eine Anweisung fiir den zweckm~it~igen Gebrauch, die ebenso niitzlich ist wie die Hinweise ilber Konservierungsmetho- den, Taxonomie und allgemeine Angaben fiber die vorkommenden Formen, die jeder Tier- gruppe vorangestellt werden. Den Bestimmungsschlfisseln folgen jeweils die systematische Glie- derung der betreffenden Gruppe und kurze Artbeschreibungen mit Angaben fiber Habitat und Vorkommen. Es wirkt sich vorteilhafL aus, daf~ sic~ der Autor ffir einige Gruppen (Anneliden, Mollusken, Echinodermen)der Mithilfe yon Spezialisten bedienen konnte. Ffir die Amphipo- den wurden Bestimmungsschlfissel und Einzelangaben aus einer Spezialpublikation eines ande- ren Autors fibernommen. Bei den zahlreidaen Abbildungen handelt es sich meist um gute Strichzeichnungen. Ffir die Mollusken konnten die Abbildungen einem Werk der bekannten Autorin A. MYRA KEEXa enmommen werden.

Dag das Buch in erfreulicher Weise nach praktischen Gesichtspunkten ausgerichtet ist, l~i£t vor allem auch der stattliche Anhang erkennen, in dem neben der geographischen Lage (Breite) einiger Sammelorte und der Lage der vier Meeresstationen mitgeteilt wird, welche Wirbellosen in leicht zug~inglidaen Gebieten der Ostkfiste des Golfes regelm~if~ig anzutreffen find, wobei die Motlusken getrennt aufgeffihrt werden. Auf~erdem enth~ilt der Anhang ein ausfiihrlidaes Glos- sar der verwendeten Spezialausdrficke und ein ungew~Shnlioh umfangreiches Literaturverzeich- his yon rund 750 Arbeiten, das nach ,,introductory material" und nach den systematisohen Gruppen aufgeteilt ist.

Wie der Autor im Vorwort selbst bemerkt, will die vorliegende Bearbeitung keinen An- spruch anf Vollstiindigkeit machen. In jedem Fall ist seine Initiative zu begrfif~en, und es ist zu erwarten, dal~ die Liste der bekannten Vertreter der Makrofanna in Neuauflagen erweitert wird. Das Buch ist gut geeignet, einen ffir die Kennmis der Lokalfauna zweifellos bestehenden Mangel zu beseitigen. Aut~erdem wird es sich auch ffir die vergleichende Untersudaung der Faunenzusammensetzung anderer Kfistengebiete als niitzlida erweisen.

B. WERNER (Hamburg) ARENA, V.: Ionizing Radiation and Life. Laboratory Experiences. Saint Louis: Mosby, 1971, 184 pp., $ 5.95.

Dieses Buch enthiilt auf herausnehmbaren Seiten Anleitungen zur Durchfiihrung einer Reihe yon Versuchen zur Kernstrahlungsmef~technik, Radionuklidanwendung und Strahlen- biologie ffir Studenten der Biologie, die in einem Kurs erstmalig mit der Arbeit in einem Radioisotopenlaboratorium in Berfihrung kommen.

Von 22 Kapiteln sind 11 dem Kernstrahlungsnachweis und der Kernstrahlungsmet~technik (Gasentladungsdetektoren, Szintillationsz~hler, Spektroskopie, Autoradiographie, statistisdae BehandIung der Mef~ergebnisse) und der Physik der Strahlung (Riickstreuung, Absorption und Schw~chung) gewidmet. Anhand einiger ausgew~ihlter Versuche wird eine Einffihrung in die Radiotracertechnik geboten (Transport des Calciums in Pflanzen, Aufnahme yon Natrium und Phosphor beim Goldfisch, Jodanfnahme bei der Ratte, Produkte der Photosynthese, selektive Aufnahme yon Calcium und Strontium durch den Darm und selektiver Einbau in die Knochen bei der Ratte). Die Kapitel 18 bis 22 geben Anleitungen zur Benutzung des FltIcKE-Dosimeters und zu strahlenbiologischen Versuchen (Bestrahlung yon H~imoglobin, Inaktivierung yon Pseu- domonas fluorescens, Wirkung einer Bestrahlung auf die DNS-Synthese und auf ruhende Samen). Ein Anhang enth~lt Empfehlungen fiir die Ausstattung eines Radioisotopenlabora- toriums und Angaben iiber einige h~iufig benutzte Radionuklide.

Das Buch will nidat mehr als eine erste Einffihrung in die praktische Arbeit bieten. Ffir

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