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EN 10292 (Jul2000)

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DEUTSCHE NORM

Juli 2000

Kontinuierlich schmelztauchveredeltes Band und Blech

aus Stählen mit hoher Streckgrenze zum Kaltumformen

Technische Lieferbedingungen

Deutsche Fassung EN 10292:2000

D

EN 10292

ICS 77.140.50

Continuously hot-dip coated strip and sheet of steels with higher yield strength for cold forming — Technical delivery conditions;

German version EN 10292:2000

Bandes et tôles en acier à haute limite d’elasticité revêtues en continu par immersion à chaud — Conditions techniques de livraison;

Version allemande EN 10292:2000

Die Europäische Norm EN 10292:2000 hat den Status einer Deutschen Norm.

Nationales Vorwort

Die Europäische Norm EN 10292:2000 ist vom Technischen Komitee (TC) 27 „Flacherzeugnisse mit Überzügen — Güte-, Maß- und besondere Prüfnormen“ (Sekretariat: Deutschland) des Europäischen Komitees für die Eisen- und Stahlnormung (ECISS) ausgearbeitet worden.

Das zuständige deutsche Normungsgremium ist der Unterausschuss 01/2 „Oberflächenveredelte Flacherzeugnisse aus Stahl“ des Normenausschusses Eisen und Stahl (FES).

Bisher gab es keine entsprechende DIN-Norm.

Die Festlegungen für die Grenzabmaße und Formtoleranzen sind in DIN EN 10143 enthalten.

Für die im Abschnitt 2 zitierten Europäischen Normen, soweit sich die Norm-Nummer ändert, und EURONORMEN wird im Folgenden auf die entsprechenden Deutschen Normen hingewiesen:

CR 10260 siehe Vornorm DIN V 17006-100 EURONORM 12 siehe DIN 50111

Nationaler Anhang NA

(informativ)

Literaturhinweise

DIN 50111

Prüfung metallischer Werkstoffe — Technologischer Biegeversuch (Faltversuch) DIN V 17006-100

Bezeichnungssysteme für Stähle — Zusatzsymbole; Deutsche Fassung CR 10260:1999

Fortsetzung 14 Seiten EN

Normenausschuss Eisen und Stahl (FES) im DIN Deutsches Institut für Normung e. V.

© DIN Deutsches Institut für Normung e.V. • Jede Art der Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des DIN Deutsches Institut für Normung e.V., Berlin, gestattet. Alleinverkauf der Normen durch Beuth Verlag GmbH, 10772 Berlin

Ref.-Nr. DIN EN 10292:2000-07

Preisgr. 11 Vertr.-Nr. 2311

Klass.Nr: 51256

(2)
(3)

EUROPÄISCHE NORM

EUROPEAN STANDARD

NORME EUROPÉENNE

EN 10292

April 2000 ICS 77.140.50

Deutsche Fassung

Kontinuierlich schmelztauchveredeltes Band und Blech

aus Stählen mit hoher Streckgrenze zum Kaltumformen

Technische Lieferbedingungen

Continuously hot-dip coated strip and sheet of steels with

higher yield strength for cold forming — Technical deli-very conditions

Bandes et tôles en acier à haute limite d’elasticité revêtues en continu par immersion à chaud — Condi-tions techniques de livraison

Diese Europäische Norm wurde von CEN am 2000-04-01 angenommen.

Die CEN-Mitglieder sind gehalten, die CEN/CENELEC-Geschäftsordnung zu erfüllen, in der die Bedingungen festgelegt sind, unter denen dieser Europäischen Norm ohne jede Änderung der Status einer nationalen Norm zu geben ist.

Auf dem letzten Stand befindliche Listen dieser nationalen Normen mit ihren bibliogra-phischen Angaben sind beim Zentralsekretariat oder bei jedem CEN-Mitglied auf Anfrage erhältlich.

Diese Europäische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch, Französisch). Eine Fassung in einer anderen Sprache, die von einem CEN-Mitglied in eigener Verantwortung durch Übersetzung in seine Landessprache gemacht und dem Zentralsekretariat mitgeteilt worden ist, hat den gleichen Status wie die offiziellen Fassungen.

CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, Dänemark, Deutsch-land, FinnDeutsch-land, Frankreich, GriechenDeutsch-land, IrDeutsch-land, IsDeutsch-land, Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, der Tschechischen Republik und dem Vereinigten Königreich.

CEN

EUROPÄISCHES KOMITEE FÜR NORMUNG European Committee for Standardization

Comité Européen de Normalisation

Zentralsekretariat: rue de Stassart 36, B-1050 Brüssel

© 2000 CEN — Alle Rechte der Verwertung, gleich in welcher Form und in welchem Verfahren,

(4)

Inhalt

Seite Seite Vorwort . . . 2 1 Anwendungsbereich . . . 2 2 Normative Verweisungen . . . 2 3 Begriffe . . . 3

4 Einteilung und Bezeichnung . . . 3

4.1 Einteilung . . . 3 4.2 Bezeichnung . . . 3 5 Bestellangaben . . . 4 5.1 Verbindliche Angaben . . . 4 5.2 Zusätzliche Angaben . . . 4 6 Herstellverfahren . . . 4 7 Anforderungen . . . 4 7.1 Chemische Zusammensetzung . . . 4 7.2 Mechanische Eigenschaften . . . 4 7.3 Überzüge . . . 4

7.4 Ausführung des Überzugs . . . 5

7.5 Oberflächenart . . . 6

7.6 Oberflächenbehandlung (Oberflächenschutz) . 6 7.7 Freiheit von Rollknicken . . . 8

7.8 Fließfiguren . . . 8

7.9 Auflagegewicht . . . 8

7.10 Haftung des Überzugs . . . 8

7.11 Oberflächenbeschaffenheit . . . 8

7.12 Grenzabmaße und Formtoleranzen . . . 9

7.13 Eignung für die weitere Verarbeitung . . . 9

8 Prüfung . . . 9

8.1 Allgemeines . . . 9

8.2 Prüfeinheiten . . . 9

8.3 Anzahl der Prüfungen . . . 9

8.4 Probenahme . . . 9 8.5 Prüfverfahren . . . 11 8.6 Wiederholungsprüfungen . . . 12 8.7 Prüfbescheinigungen . . . 12 9 Kennzeichnung . . . 12 10 Verpackung . . . 12

11 Lagerung und Transport . . . 12

12 Beanstandungen . . . 12

Anhang A (normativ) Referenzverfahren zur Ermittlung der Auflagegewichte von Zink, Zink-Aluminium und Aluminium-Zink . . . 12

Anhang B (normativ) Referenzverfahren zur Ermittlung des Alumini-um-Silicium-Auflagegewichts . . . 13

Anhang C (normativ) Verfahren zur Bestimmung des Gewichts der Fe-Al-Si-Legierungsschicht . . . 14

Literaturhinweise . . . 14

Vorwort

Diese Europäische Norm wurde vom Technischen Komitee ECISS/TC 27 „Flacherzeugnisse aus Stahl mit Überzügen — Güte-, Maß- und besondere Prüfnormen“ erarbeitet, dessen Sekretariat vom DIN gehalten wird.

Diese Europäische Norm muss den Status einer nationalen Norm erhalten entweder durch Veröffentlichung eines iden-tischen Textes oder durch Anerkennung bis 2000-10, und etwaige entgegenstehende nationale Normen müssen bis 2000-10 zurückgezogen werden.

Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden Länder gehal-ten, diese Europäische Norm zu übernehmen:

Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, die Tschechische Republik und das Vereinigte Königreich.

1 Anwendungsbereich

1.1 Diese Europäische Norm enthält die Anforderungen an kontinuierlich schmelztauchveredelte Flacherzeug-nisse mit Überzügen aus Zink (Z), Zink-Eisen Legierungen (ZF), Zink-Aluminium Legierungen (ZA), Aluminium-Zink Legierungen (AZ) und Aluminium-Silicium Legierungen (AS) aus Stählen mit hoher Streckgrenze zum Kaltumfor-men (siehe Tabellen 1 und 3) in Dicken k 3,0 mm, falls nicht anders vereinbart. Als Dicke gilt die Enddicke des gelieferten Erzeugnisses nach dem Schmelztauchver-edeln.

Diese Europäische Norm gilt für Band aller Breiten sowie für daraus abgelängte Bleche (U 600 mm Breite) und Stäbe (< 600 mm Breite).

Die Erzeugnisse nach dieser Europäischen Norm eignen sich für Verwendungszwecke, bei denen bei definierter Mindeststreckgrenze die Kaltumformbarkeit und der Wi-derstand gegen Korrosion von vorrangiger Bedeutung sind.

2 Normative Verweisungen

Diese Europäische Norm enthält durch datierte oder unda-tierte Verweisungen Festlegungen aus anderen Publikatio-nen. Diese normativen Verweisungen sind an den jeweili-gen Stellen im Text zitiert, und die Publikationen sind nach-stehend aufgeführt. Bei datierten Verweisungen gehören spätere Änderungen oder Überarbeitungen dieser Publika-tionen nur zu dieser Europäischen Norm, falls sie durch Änderung oder Überarbeitung eingearbeitet sind. Bei unda-tierten Verweisungen gilt die letzte Ausgabe der in Bezug genommenen Publikation (einschließlich Änderungen). EN 10002-1

Metallische Werkstoffe — Zugversuch — Teil 1: Prüf-verfahren (bei Raumtemperatur)

EN 10020

Begriffsbestimmung für die Einteilung der Stähle EN 10021

Allgemeine technische Lieferbedingungen für Stahl und Stahlerzeugnisse

(5)

EN 10027-1

Bezeichnungssysteme für Stähle — Teil 1: Kurzna-men, Hauptsymbole

EN 10027-2

Bezeichnungssysteme für Stähle — Teil 2: Nummern-system

EN 10079

Begriffsbestimmungen für Stahlerzeugnisse EN 10143

Kontinuierlich schmelztauchveredeltes Blech und Band aus Stahl — Grenzabmaße und Formtoleranzen EN 10204

Metallische Erzeugnisse — Arten von Prüfbescheini-gungen

ENV 606

Strichcode-Etiketten für den Transport und die Hand-habung von Stahlprodukten

CR 10260

Bezeichnungssysteme für Stähle — Zusatzsymbole EURONORM 121)

Faltversuch an Stahlblechen und -bändern mit einer Dicke unter 3 mm

ISO 10113

Metallic materials — Sheet and strip — Determination of plastic strain ratio

ISO 10275

Metallic materials — Sheet and strip — Determination of tensile strain hardening exponent

ISO 14284

Steel and iron — Sampling and preparation of samples for the determination of chemical composition

3 Begriffe

Für die Anwendung dieser Europäischen Norm gelten zusätzlich zu den Begriffen in EN 10020, EN 10021, EN 10079 und EN 10204 folgende Begriffe:

3.1

Feuerverzinken (Z, ZF)

Aufbringen eines Zinküberzugs durch Eintauchen ent-sprechend vorbereiteter Erzeugnisse in ein Schmelzbad mit einem Zinkgehalt von mindestens 99 %

3.2

Schmelztauchveredeln mit Zink-Aluminium-Überzügen (ZA)

Aufbringen eines Zink-Aluminium-Überzugs durch Eintau-chen entspreEintau-chend vorbereiteter Erzeugnisse in ein Schmelzbad, das aus Zink, ungefähr 5 % Aluminium und geringen Gehalten an Mischmetall besteht

3.3

Schmeltauchveredeln mit Aluminium-Zink-Überzügen (AZ)

Aufbringen eines Zink-Aluminium-Überzugs durch Eintau-chen entspreEintau-chend vorbereiteter Erzeugnisse in ein Schmelzbad, das aus 55 % Aluminium, 1,6 % Silicium und dem Rest Zink besteht

3.4

Schmelztauchveredeln mit Aluminium-Silicium-Überzügen (AS)

Aufbringen eines Aluminium-Silicium-Überzugs durch Ein-tauchen entsprechend vorbereiteter Erzeugnisse in ein

Schmelzbad, das aus Aluminium und 8 % bis 11 % Sili-cium besteht

ANMERKUNG: Im vorliegenden Fall wird Breitband aus Stahl kontinuierlich in einem Bad mit den in 3.1 bis 3.4 angegebenen Zusammensetzungen schmelztauch-veredelt.

3.5

Auflagegewicht

Gesamtgewicht des Überzugs auf beiden Seiten des Erzeugnisses (ausgedrückt in Gramm pro Quadratmeter) 3.6

Stähle mit zusätzlicher Verfestigung nach Wärmeeinwirkung

Bake-hardening Stähle (B)

Stähle, die nach einer Wärmeeinwirkung im Bereich von 170 °C (Haltedauer 20 Minuten) eine Streckgrenzen-erhöhung aufweisen

3.7

Phosphorlegierte Stähle (P)

Stähle, die bis zu 0,12 % P enthalten und die geforderten Streckgrenzenwerte erreichen

3.8

Niedriglegiertemikrolegierte Stähle Mikrolegierte Stähle

(LA)

Stähle, die mit einem oder mehreren der Elemente Nb, Ti und V legiert sind, um die geforderten Streckgrenzen-werte zu erreichen

3.9

Stähle ohne eingelagerte Zwischengitteratome IF-Stähle

(Y)

Stähle, deren Zusammensetzung kontrolliert ist, um ver-besserte r- und n-Werte zu erreichen

4 Einteilung und Bezeichnung

4.1 Einteilung

Die Stahlsorten nach dieser Europäischen Norm sind nach ihrer Mindeststreckgrenze bei Raumtemperatur ein-geteilt.

4.2 Bezeichnung

4.2.1 Kurznamen

Für die in dieser Europäischen Norm enthaltenen Stahl-sorten sind die in den Tabellen 1 und 3 angegebenen Kurznamen nach EN 10027-1 und CR 10260 gebildet. ANMERKUNG: Die Buchstaben „LA (niedriglegiert)“ sind

nicht in CR 10260 enthalten, sondern aus EN 10268 übernommen.

4.2.2 Werkstoffnummern

Für die in dieser Europäischen Norm enthaltenen Stahl-sorten sind die in den Tabellen 1 und 3 angegebenen Werkstoffnummern nach EN 10027-2 und CR 10260 ge-bildet.

Seite 3 EN 10292:2000

1) Bis zu ihrer Umwandlung in eine Europäische Norm

kann entweder die EURONORM 12 oder die entspre-chende nationale Norm angewendet werden.

(6)

5 Bestellangaben

5.1 Verbindliche Angaben

Der Besteller muss bei der Anfrage und Bestellung folgen-de Angaben machen:

a) die zu liefernde Menge;

b) die Benennung der Erzeugnisform (Band, Blech, Band in Stäben);

c) die Nummer der Maßnorm (EN 10143);

d) die Maße, Grenzabmaße und Formtoleranzen und, falls zutreffend, die Kennbuchstaben für etwaige besondere Grenzabweichungen;

e) Nennung des Begriffs „Stahl“;

f) die Nummer dieser Europäischen Norm (EN 10292); g) Kurzname oder Werkstoffnummer der Stahlsorte und

Symbol für die Art des Schmelztauchüberzugs nach Tabellen 1 und 3;

h) Kennzahl für das Auflagegewicht (z. B. 080 = 80 g=m2

auf beiden Seiten zusammen, siehe Tabelle 4); i) Kennbuchstabe für die Ausführung des Überzugs (N,

M oder R, siehe Tabellen 5 und 6 und 7.4);

j) Kennbuchstabe für die Oberflächenart (A, B oder C, siehe 7.5);

k) Kennbuchstabe(n) für die Oberflächenbehandlung (C, O, CO, S, P oder U, siehe 7.6);

l) das Verfahren zur Ermittlung der Streckgrenzenerhö-hung durch Wärmeeinwirkung (BH2-Wert) (siehe

8.5.3).

BEISPIEL: 1 Blech, geliefert mit Grenzabmaßen nach EN 10143, einer Nenndicke von 0,70 mm mit ein-geschränkten Grenzabmaßen (S), einer Nennbreite von 1 200 mm mit eingeschränkten Grenzabmaßen (S), einer Nennlänge von 2 500 mm und mit ein-geschränkten Ebenheitstoleranzen (FS) aus Stahl H300LAD+AS080-C-CO (1.0932+AS080-C-CO) nach EN 10292.

1 Blech EN 10143 – 0,70S × 1200S × 2500FS

Stahl EN 10292 – H300LAD+AS080-C-CO

oder

1 Blech EN 10143 – 0,70 × 1200S × 2500FS

Stahl EN 10292 – 1.0932+AS080-C-CO

5.2 Zusätzliche Angaben

Eine Anzahl von zusätzlichen Angaben sind in dieser Eu-ropäischen Norm festgelegt und nachstehend aufgeführt. Falls der Besteller nicht ausdrücklich seinen Wunsch zur Berücksichtigung einer dieser zusätzlichen Angaben äußert, muss der Lieferer nach den Grundanforderungen dieser Europäischen Norm liefern (siehe 5.1).

a) etwaiger Nachweis der Stückanalyse (siehe 7.1.2); b) etwaige Lieferung mit Eignung zur Herstellung eines

bestimmten Werkstücks (siehe 7.2.2);

c) etwaige Lieferung von Auflagegewichten abweichend von denen nach Tabelle 4 (siehe 7.3.2);

d) etwaige gewünschte Lieferung mit unterschiedlichem Auflagegewicht je Seite (siehe 7.3.3);

e) etwaige Lieferung von feuerverzinkten Erzeugnissen mit ausgeprägter Zinkblume (siehe 7.4.1.1);

f) etwaige besondere Anforderungen hinsichtlich der Einhaltung eines Höchstwerts für das Gewicht der Fe-Al-Si-Legierungsschicht, die sich während des Schmelztauchveredelns bei Aufbringen eines Alumini-um-Silicium-Überzugs bildet (siehe 7.4.5);

g) etwaige Lieferung mit Freiheit von Rollknicken (siehe 7.7);

h) etwaige Anforderungen an den Höchstwert oder den Mindestwert des Auflagegewichts je Erzeugnisseite (siehe 7.9.2);

i) Angabe der zu kontrollierenden Oberfläche (siehe 7.11.1);

j) Prüfung der Erzeugnisse auf Übereinstimmung mit den Anforderungen dieser Norm (siehe 8.1.1 und 8.1.2);

k) etwaige Ausstellung einer Prüfbescheinigung und Art der Bescheinigung (siehe 8.7);

l) etwa gewünschte Kennzeichnung durch Stempelung der Erzeugnisse (siehe 9.2);

m) etwaige Anforderung an die Verpackung (siehe Abschnitt 10).

6 Herstellverfahren

Das Verfahren zur Herstellung des Stahls und der Erzeug-nisse bleibt dem Hersteller überlassen.

7 Anforderungen

7.1 Chemische Zusammensetzung

7.1.1 Schmelzenanalyse

Die chemische Zusammensetzung nach der Schmelzen-analyse muss den Festlegungen in Tabelle 1 entspre-chen.

7.1.2 Stückanalyse

Falls bei der Anfrage und Bestellung die Stückanalyse vereinbart wird, darf diese von den in Tabelle 1 angegebe-nen Grenzwerten der Schmelzenanalyse um die in Ta-belle 2 aufgeführten Werte abweichen.

7.2 Mechanische Eigenschaften

7.2.1 Die Erzeugnisse müssen auf der Grundlage der Anforderungen an die mechanischen Eigenschaften nach Tabelle 3 geliefert werden.

7.2.2 Auf besondere Vereinbarung bei der Bestellung können die Erzeugnisse aus Stahlsorten mit Eignung zur Herstellung eines bestimmten Werkstücks geliefert wer-den. In diesem Fall gelten die Werte nach Tabelle 3 nicht. Der durch den Werkstoff bedingte Ausschuss bei der Ver-arbeitung darf einen bestimmten bei der Bestellung zu vereinbarenden Anteil nicht überschreiten.

7.2.3 Bei der Bestellung nach 7.2.1 gelten die Werte für die mechanischen Eigenschaften nach Tabelle 3 für eine Frist von 3 Monaten bei Bake-hardening Stählen und von 6 Monaten für alle anderen Sorten und zwar vom Zeit-punkt der Zurverfügungstellung der Erzeugnisse durch das Herstellerwerk.

7.2.4 Die Werte des Zugversuchs gelten für den Proben-querschnitt ohne Überzug.

7.3 Überzüge

7.3.1 Die Auflagegewichte für alle Sorten sind in Ta-belle 4 angegeben.

7.3.2 Für besondere Verwendungszwecke können nach Vereinbarung zwischen Hersteller und Verwender von Ta-belle 4 abweichende Auflagegewichte geliefert werden. Dickere Zinkschichten schränken die Umformbarkeit und die Schweißeignung der Erzeugnisse ein. Bei der Bestel-lung des Auflagegewichts sind daher die Anforderungen an die Umformbarkeit und die Schweißeignung zu be-rücksichtigen.

(7)

7.3.3 Auf Vereinbarung bei der Bestellung sind die schmelztauchveredelten Flacherzeugnisse mit unter-schiedlichen Auflagegewichten je Seite lieferbar. Die bei-den Oberflächen können herstellungsbedingt ein unter-schiedliches Aussehen haben.

7.4 Ausführung des Überzugs

7.4.1 Erzeugnisse mit Zinküberzug (siehe Tabelle 5) 7.4.1.1 Übliche Zinkblume (N)

Diese Ausführung ergibt sich bei einer unbeeinflussten Er-starrung des Zinküberzugs. In Abhängigkeit von den

Ver-zinkungsbedingungen können entweder keine Zinkblu-men oder Zinkkristalle mit unterschiedlichem Glanz und unterschiedlicher Größe vorliegen. Die Qualität des Über-zugs wird dadurch nicht beeinflusst.

Wird eine ausgeprägte Zinkblume gewünscht, ist dies bei der Bestellung besonders anzugeben.

7.4.1.2 Kleine Zinkblume (M)

Diese Ausführung ergibt sich durch gezielte Beeinflus-sung des Erstarrungsvorgangs. Die Oberfläche hat verkleinerte Zinkblumen, die in machen Fällen mit dem Seite 5 EN 10292:2000 Tabelle 1: Chemische Zusammensetzung (Schmelzenanalyse)

Bezeichnung Massenanteile in %

Stahlsorte

Symbol für die Art des Schmelztauchüberzugs

C Si Mn P S Al Tia) b) Nba) b)

Kurz-namea) Werkstoff-nummer max. max. max. max. max. min. max. max.

H180YD 1.0921 +Z, +ZF, +ZA, +AZ, +AS 0,01 0,10 0,70 0,06 0,025 0,02 0,12 – H180BD 1.0354 +Z, +ZF, +ZA, +AZ, +AS 0,04 0,50 0,70 0,06 0,025 0,02 – – H220YD 1.0923 +Z, +ZF, +ZA, +AZ, +AS 0,01 0,10 0,90 0,08 0,025 0,02 0,12 – H220PD 1.0358 +Z, +ZF, +ZA, +AZ, +AS

0,06 0,50 0,70 0,08 0,025 0,02 – – H220BD 1.0353 +Z, +ZF, +ZA, +AZ, +AS

H260YD 1.0926 +Z, +ZF, +ZA, +AZ, +AS 0,01 0,10 1,60 0,10 0,025 0,02 0,12 – H260PD 1.0431 +Z, +ZF, +ZA, +AZ, +AS

0,08 0,50 0,70 0,10 0,025 0,02 – – H260BD 1.0433 +Z, +ZF, +ZA, +AZ, +AS

H260LAD 1.0929 +Z, +ZF, +ZA, +AZ, +AS 0,10 0,50 0,60 0,025 0,025 0,015 0,15 0,09 H300PD 1.0443 +Z, +ZF, +ZA, +AZ, +AS

0,10 0,50 0,70 0,12 0,025 0,02 – – H300BD 1.0445 +Z, +ZF, +ZA, +AZ, +AS

H300LAD 1.0932 +Z, +ZF, +ZA, +AZ, +AS 0,10 0,50 1,00 0,025 0,025 0,015 0,15 0,09 H340LAD 1.0933 +Z, +ZF, +ZA, +AZ, +AS 0,10 0,50 1,00 0,025 0,025 0,015 0,15 0,09 H380LAD 1.0934 +Z, +ZF, +ZA, +AZ, +AS 0,10 0,50 1,40 0,025 0,025 0,015 0,15 0,09 H420LAD 1.0935 +Z, +ZF, +ZA, +AZ, +AS 0,10 0,50 1,40 0,025 0,025 0,015 0,15 0,09

a) H Kaltgewalzte Flacherzeugnisse aus höherfesten Stählen zum Kaltumformen;

nnn Mindestwert der Dehngrenze, Rp0,2, N=mm2;

B Bake-hardening; P Phosphorlegiert; Y Interstitial free (IF-Stahl); LA Niedriglegiert (mikrolegiert); D für Schmelztauchüberzüge.

b) Diese zusätzlichen Elemente dürfen einzeln oder in Kombination zugesetzt werden, falls sie in der Definiton der

Stahlsorte enthalten sind und die Massengehalte innerhalb der zulässigen Grenzen liegen. Vanadium und Bor dürfen auch hinzugefügt werden. Die Summe der Massengehalte dieser vier sich einlagernden Elemente darf 0,22 % jedoch nicht überschreiten.

Bake-hardening und phosphorlegierte Stähle dürfen diese vier Elemente bis zu Massenanteilen von höchstens 0,22 % ebenfalls enthalten.

(8)

bloßen Auge nicht erkennbar sind. Diese Ausführung kommt in Betracht, wenn die übliche Zinkblume (siehe 7.4.1.1) den Ansprüchen an das Aussehen der Oberfläche nicht genügt.

7.4.2 Erzeugnisse mit Überzug aus

Zink-Eisen Legierung (siehe Tabelle 6)

Der Überzug mit einer Zink-Eisen Legierung üblicher Be-schaffenheit (R) entsteht durch eine Wärmebehandlung, bei der Eisen durch das Zink diffundiert. Die Oberfläche hat ein einheitliches mattgraues Aussehen.

7.4.3 Erzeugnisse mit Zink-Aluminium-Überzug (siehe Tabelle 7)

Die übliche Ausführung hat einen metallischen Glanz und ergibt sich bei einer unbeeinflussten Erstarrung des Zink-Aluminium-Überzugs. In Abhängigkeit von den Herstel-lungsbedingungen entstehen Kristalle in unterschiedlicher Größe und mit unterschiedlichem Glanz. Die Qualität des Überzugs wird dadurch nicht beeinflusst.

7.4.4 Erzeugnisse mit Aluminium-Zink-Überzug (siehe Tabelle 7)

Die Erzeugnisse werden mit üblicher Blume geliefert. Übli-che Blume ist eine Ausführung mit metallisÜbli-chem Glanz, sie ergibt sich bei unbeeinflusstem Wachsen der Alumini-um-Zink-Kristalle unter normalen Erstarrungsbedingun-gen.

7.4.5 Erzeugnisse mit Aluminium-Silicium-Überzug (siehe Tabelle 7)

Während des Schmelztauchveredelns mit Aluminium-Sili-cium (AS) bildet sich über dem Grundwerkstoff eine Fe-Al-Si-Legierungsschicht, deren Dicke von der chemi-schen Zusammensetzung und den metallurgichemi-schen Eigenschaften des Grundwerkstoffs abhängt. Wenn die Einhaltung eines Höchstwerts für das Gewicht dieser Schicht gewünscht wird, sind darüber bei der Bestellung besondere Vereinbarungen zu treffen. Das Prüfverfahren ist in Anhang C beschrieben.

7.5 Oberflächenart

7.5.1 Allgemeines

Die Erzeugnisse können mit einer der in 7.5.2 bis 7.5.4 be-schriebenen Oberflächenarten geliefert werden (siehe auch 4.2.2 f) und 7.11).

7.5.2 Übliche Oberfläche (A)

Unvollkommenheiten, wie kleine Pickel, unterschiedliche Oberflächenstruktur, dunkle Punkte, streifenförmige Mar-kierungen und kleine Passivierungsflecke, sind zulässig. Es können Streckrichtbrüche und Ablaufwellen auftreten. 7.5.3 Verbesserte Oberfläche (B)

Die Oberflächenart B wird durch Kaltnachwalzen erzielt. Bei dieser Oberflächenart sind in geringem Umfang Unvollkommenheiten, wie Streckrichtbrüche, Dressierab-drücke, Riefen, EinDressierab-drücke, unterschiedliche Oberflächen-struktur und Ablaufwellen sowie leichte Passivierungs-fehler, zulässig.

7.5.4 Beste Oberfläche (C)

Die Oberflächenart C wird durch Kaltnachwalzen erzielt. Die bessere Seite darf das einheitliche Aussehen einer Qualitätslackierung nicht beeinträchtigen. Die andere Sei-te muss mindesSei-tens den Merkmalen für die Oberflächen-art B (siehe 7.5.3) entsprechen.

7.6 Oberflächenbehandlung (Oberflächenschutz)

7.6.1 Allgemeines

Schmelztauchveredelte Flacherzeugnisse nach dieser Europäischen Norm erhalten üblicherweise im Hersteller-werk einen Oberflächenschutz nach den Angaben in 7.6.2 bis 7.6.6.

Die Schutzwirkung ist zeitlich begrenzt, ihre Dauer hängt von den atmosphärischen Bedingungen ab.

7.6.2 Chemisch passiviert (C)

Das chemische Passivieren schützt die Oberfläche vor Feuchtigkeitseinwirkungen und vermindert die Gefahr der Bildung von Korrosionsprodukten bei Transport und Lage-rung. Örtliche Verfärbungen durch diese Behandlung sind zulässig und beeinträchtigen nicht die Güte.

7.6.3 Geölt (O)

Diese Behandlung vermindert die Gefahr einer frühzeiti-gen Korrosion der Oberfläche. Auf besondere Vereinba-rung können Prelubes eingesetzt werden, die die Umform-barkeit verbessern.

Die Ölschicht muss sich mit geeigneten, die Oberfläche schonenden und entfettenden Lösemitteln entfernen las-sen.

Das werksseitig aufgebrachte Korrosionsschutzöl ist kein Ziehöl.

7.6.4 Chemisch passiviert und geölt (CO)

Diese Kombination der Oberflächenbehandlung kann ver-einbart werden, wenn ein erhöhter Schutz gegen die Bil-dung von Korrosionsprodukten erforderlich ist.

7.6.5 Versiegelt (S)

Auftragen eines transparenten organischen Lackfilms von ca. 1 g=m2. Diese Behandlung bietet einen zusätzlichen

Korrosionsschutz, insbesondere Schutz vor Fingerab-drücken, kann die Gleiteigenschaften beim Umformen ver-bessern und als Haftgrund für nachfolgendes Lackieren verwendet werden.

Tabelle 2: Grenzabweichungen der Stückanalyse von den in Tabelle 1 angegebenen Werten

für die Schmelzenanalyse Ele-ment Grenzwerte der Schmelzenanalyse Massenanteil in % Grenzabweichung von den

Grenz-werten der Schmelzenanalyse Massenanteil in % C k 0,10 + 0,02 Si k 0,50 + 0,03 Mn k 1,00 + 0,05 > 1,00 k 1,60 + 0,10 P k 0,12 + 0,01 S k 0,025 + 0,005 Altot U 0,02 ­ 0,005 Ti k 0,15 + 0,02 Nb k 0,09 + 0,02

(9)

Seite

7

EN

10292:2000

Tabelle 3: Mechanische Eigenschaften von kontinuierlich schmelztauchveredelten Stählen mit hoher Streckgrenze zum Kaltumformen

Bezeichnung 0,2 %-Dehn-grenzea)

Streckgren- zenerhö-hung durch Wärmeein-wirkung

Zugfestigkeit Bruchdeh-nung SenkrechteAnisotropie gungsex- Verfesti-ponent

0,2

%-Dehn-grenzea) Zugfestig-keit Bruchdeh-nung

Stahlsorte

Symbol für die Art des Schmelztauchüberzugs Rp0,2 N=mm2 N=mmBH22 min. Rm N=mm2 A80 b) % min. r90c) min. n90 min. Rp0,2 N=mm2 N=mmRm 2 A80 b) % min. Kurzname Werk-

stoff-nummer (quer) (quer) (quer) (quer) (quer) (quer) (längs) (längs) (längs) H180YD 1.0921 +Z, +ZF, +ZA, +AZ, +AS 180 bis 240 – 340 bis 400 34 1,7 0,18 – – – H180BD 1.0354 +Z, +ZF, +ZA, +AZ, +AS 180 bis 240 35 300 bis 360 34 1,5 0,16 – – – H220YD 1.0923 +Z, +ZF, +ZA, +AZ, +AS 220 bis 280 – 340 bis 410 32 1,5 0,17 – – – H220PD 1.0358 +Z, +ZF, +ZA, +AZ, +AS 220 bis 280 – 340 bis 400 32 1,3 0,15 – – – H220BD 1.0353 +Z, +ZF, +ZA, +AZ, +AS 220 bis 280 35 340 bis 400 32 1,2 0,15 – – – H260YD 1.0926 +Z, +ZF, +ZA, +AZ, +AS 260 bis 320 – 380 bis 440 30 1,4 0,16 – – – H260PD 1.0431 +Z, +ZF, +ZA, +AZ, +AS 260 bis 320 – 380 bis 440 28 – – – – – H260BD 1.0433 +Z, +ZF, +ZA, +AZ, +AS 260 bis 320 35 360 bis 440 28 – – – – – H260LAD 1.0929 +Z, +ZF, +ZA, +AZ, +AS 260 bis 330 – 350 bis 430 26 – – 240 bis 310 340 bis 420 27

H300PD 1.0443 +Z, +ZF, +ZA, +AZ, +AS 300 bis 360 – 400 bis 480 26 – – – – – H300BD 1.0445 +Z, +ZF, +ZA, +AZ, +AS 300 bis 360 35 400 bis 480 26 – – – – – H300LAD 1.0932 +Z, +ZF, +ZA, +AZ, +AS 300 bis 380 – 380 bis 480 23 – – 280 bis 360 370 bis 470 24 H340LAD 1.0933 +Z, +ZF, +ZA, +AZ, +AS 340 bis 420 – 410 bis 510 21 – – 320 bis 400 400 bis 500 22 H380LAD 1.0934 +Z, +ZF, +ZA, +AZ, +AS 380 bis 480 – 440 bis 560 19 – – 360 bis 460 430 bis 550 20 H420LAD 1.0935 +Z, +ZF, +ZA, +AZ, +AS 420 bis 520 – 470 bis 590 17 – – 400 bis 500 460 bis 580 18

a) Bei ausgeprägter Streckgrenze gelten die Werte für die untere Streckgrenze (ReL). b) Bei AS-, AZ- und ZF-Überzügen verringern sich die Werte um 2 Einheiten. c) Bei AS-, AZ- und ZF-Überzügen verringern sich die Werte um 0,2.

(10)

7.6.6 Phosphatiert (P)

Diese Behandlung verbessert die Haftung und Schutzwir-kung einer vom Verarbeiter aufgebrachten Beschichtung. Sie verringert die Gefahr der Korrosion während des Transports und der Lagerung. Ein Phosphatieren kann in Verbindung mit einem geeigneten Schmiermittel die Um-formbarkeit verbessern.

7.6.7 Unbehandelt (U)

Nur auf ausdrücklichen Wunsch und auf Verantwortung des Bestellers werden schmelztauchveredelte Flacher-zeugnisse ohne Oberflächenbehandlung geliefert. In die-sem Fall besteht die erhöhte Gefahr der Bildung von Kor-rosionsprodukten.

7.7 Freiheit von Rollknicken

Die gewünschte Lieferung mit Freiheit von Rollknicken ist bei der Anfrage und Bestellung besonders anzugeben.

7.8 Fließfiguren

Freiheit von Fließfiguren bei den Oberflächenarten B und C liegt bei Bake-hardening Stählen für 3 Monate und bei allen anderen Stahlsorten für 6 Monate, beginnend vom vereinbarten Zeitpunkt der Zurverfügungstellung vor.

7.9 Auflagegewicht

7.9.1 Das Auflagegewicht muss den Angaben in Ta-belle 4 entsprechen. Die Werte gelten für das Gesamtge-wicht des Überzugs auf beiden Seiten bei der Dreiflächen-probe und der EinzelflächenDreiflächen-probe (siehe 8.4.4 und 8.5.3). Die Auflage ist nicht immer gleichmäßig auf beiden Er-zeugnisseiten verteilt. Es kann jedoch davon ausgegan-gen werden, dass auf jeder Seite eine Auflage von minde-stens 40 % des in Tabelle 4 genannten Wertes für die Ein-zelflächenprobe vorhanden ist.

7.9.2 Für jede Auflage nach Tabelle 4 kann ein Höchstwert oder ein Mindestwert des Auflagegewichts je Erzeugnisseite (Einzelflächenprobe) vereinbart werden.

7.10 Haftung des Überzugs

Die Haftung des Überzugs ist nach dem in 8.5.4 angege-benen Verfahren zu prüfen. Nach dem Falten darf der Überzug keine Abblätterungen aufweisen, jedoch bleibt ein Bereich von 6 mm an jeder Probenkante außer Betracht, um den Einfluss des Schneidens auszuschalten. Rissbildungen und Aufrauhungen sind zulässig, ebenso ein Abstauben bei Überzügen aus Zink-Eisen Legierung (ZF).

7.11 Oberflächenbeschaffenheit

7.11.1 Die Oberfläche muss den Angaben in 7.4 bis 7.6 entsprechen. Falls bei der Anfrage und Bestellung nicht anders vereinbart, wird beim Hersteller nur eine Oberflä-che kontrolliert. Der Hersteller muss dem Besteller auf dessen Verlangen angeben, ob die oben oder die unten liegende Seite kontrolliert wurde.

Kleine Kantenrisse, die bei nicht geschnittenen Kanten auftreten können, berechtigen nicht zur Beanstandung. 7.11.2 Bei der Lieferung von Band in Rollen besteht in größerem Maß die Gefahr des Vorhandenseins von Ober-flächenfehlern als bei der Lieferung von Blech und von Band in Stäben, da es dem Hersteller nicht möglich ist, alle Fehler in einer Rolle zu beseitigen. Dies ist vom Be-steller bei der Beurteilung der Erzeugnisse in Betracht zu ziehen. Tabelle 4: Auflagegewichte Auflagen-kennzahla) Auflagegewichte in g=m 2, zweiseitig min.

Dreiflächen-probeb) Einzelflächen-probeb)

Zinkauflagegewichte (Z)c) 100 100 85 140 140 120 200 200 170 225 225 195 275 275 235

Auflagegewichte der Zink-Eisen Legierung (ZF)c)

100 100 85

120 120 100

Auflagegewichte der Zink-Aluminium Legierung (ZA)d)

095 95 80

130 130 110

185 185 155

200 200 170

255 255 215

Auflagegewichte der Aluminium-Zink Legierung (AZ)e)

100 100 85

150 150 130

185 185 160

Auflagegewichte der Aluminium-Silicium Legierung (AS)f)

060 60 45

080 80 60

a) Siehe auch 7.3.2. b) Siehe 8.4.4 und 8.5.3.

c) Ein Auflagegewicht von 100 g=m2(zweiseitig)

entspricht einer Schichtdicke von etwa 7,1 µm je Seite.

d) Ein Auflagegewicht von 95 g=m2(zweiseitig)

entspricht einer Schichtdicke von etwa 7,2 µm je Seite.

e) Ein Auflagegewicht von 100 g=m2(zweiseitig)

entspricht einer Schichtdicke von etwa 13,3 µm je Seite.

f) Ein Auflagegewicht von 100 g=m2(zweiseitig)

entspricht einer Schichtdicke von etwa 17 µm je Seite.

(11)

7.12 Grenzabmaße und Formtoleranzen

Es gelten die Festlegungen in EN 10143. Für die Dicke gelten die Festlegungen von EN 10143, Tabelle 1 und für die Ebenheit die Festlegungen von EN 10143, Tabelle 6.

7.13 Eignung für die weitere Verarbeitung

7.13.1 Die Erzeugnisse nach dieser Norm sind zum Schweißen mit den üblichen Schweißverfahren geeignet. Bei größeren Auflagegewichten sind gegebenenfalls be-sondere Maßnahmen beim Schweißen erforderlich. 7.13.2 Die Erzeugnisse nach dieser Norm sind für das Zusammenfügen durch Kleben geeignet.

7.13.3 Alle Stahlsorten und Oberflächenarten sind für das Aufbringen von organischen Beschichtungen geeig-net. Das Aussehen nach dieser Behandlung wird von der bestellten Oberflächenart (siehe 7.5) beeinflusst.

ANMERKUNG: Das Aufbringen von Oberflächenüberzü-gen und BeschichtunOberflächenüberzü-gen erfordert eine zweckentspre-chende Vorbehandlung beim Verarbeiter.

8 Prüfung

8.1 Allgemeines

8.1.1 Die Erzeugnisse können mit oder ohne Prüfung auf Übereinstimmung mit den Anforderungen dieser Europäi-schen Norm geliefert werden.

8.1.2 Wenn eine Prüfung gewünscht wird, muss der Be-steller bei der Bestellung folgende Angaben machen: – Art der Prüfung (spezifische oder nichtspezifische

Prüfung, siehe EN 10021),

– Art der Prüfbescheinigung (siehe 8.7).

8.1.3 Spezifische Prüfungen sind nach den Festlegun-gen in 8.2 bis 8.6 durchzuführen.

8.2 Prüfeinheiten

Die Prüfeinheit beträgt 20 t oder angefangene 20 t von schmelztauchveredelten Flacherzeugnissen derselben Stahlsorte, Nenndicke, Überzugsausführung und Ober-flächenart. Bei Band gilt auch eine Rolle mit einem Ge-wicht von mehr als 20 t als eine Prüfeinheit.

8.3 Anzahl der Prüfungen

Je Prüfeinheit nach 8.2 ist eine Versuchsreihe zur Ermitt-lung

– der mechanischen Eigenschaften (siehe 8.5.1), – der r- und n-Werte, falls in Tabelle 3 festgelegt (siehe

8.5.2),

– der Streckgrenzenerhöhung durch Wärmeeinwirkung/ BH2-Werte (siehe 8.5.3),

– der Haftung des Überzugs (siehe 8.5.4) und – des Auflagegewichts (siehe 8.5.5)

durchzuführen.

Die Anzahl der Prüfungen zur Untersuchung der Legie-rungsschicht bei Erzeugnissen mit Aluminium-Silicium-Überzug (siehe 7.4.5) ist — falls gefordert — bei der Be-stellung zu vereinbaren.

8.4 Probenahme

8.4.1 Bei Band sind die Proben vom Anfang oder Ende der Rolle zu entnehmen. Bei Blech und bei Band in Stäben bleibt die Auswahl des Stückes für die Probe-nahme dem mit der Ablieferungsprüfung Beauftragten überlassen.

8.4.2 Die Probe für den Zugversuch (siehe 8.5.1) ist in einem Abstand von mindestens 50 mm von den Erzeug-niskanten zu entnehmen.

8.4.3 Die Probe für den Faltversuch zur Prüfung der Haf-tung des Überzugs (siehe 8.5.4) darf in beliebiger Rich-tung entnommen werden. Der Abstand von den Erzeug-niskanten muss mindestens 50 mm betragen. Die Probe muss so bemessen sein, dass die Länge der gefalteten Kante mindestens 100 mm beträgt.

8.4.4 Die drei Proben für die Prüfung des Auflagege-wichts (siehe 8.5.5) sind bei ausreichender Erzeugnis-breite nach den Angaben in Bild 1 zu entnehmen. Die Pro-ben dürfen rund oder quadratisch sein, die einzelne Probe muss eine Größe von mindestens 5 000 mm2haben.

Wenn wegen zu geringer Erzeugnisbreite die Probenahme nach Bild 1 nicht möglich ist, ist nur eine Probe mit einer Größe von mindestens 5 000 mm2 zu entnehmen. Das an

ihr ermittelte Auflagegewicht muss den Festlegungen für die Einzelflächenprobe nach Tabelle 4 entsprechen.

Seite 9 EN 10292:2000 Tabelle 5: Lieferbare Auflagen, Ausführungen und Oberflächenarten bei Überzügen aus Zink (Z)

Stahlsorten

Auflagen-kennzahla) b) Ausführungen des Überzugs

N M Oberflächenartb) A A B C Alle 100 X X X X 140 X X X X 200 X X X X (225) X X X (X) (275) X X X (X) a) Siehe auch 7.3.2.

(12)

Tabelle 6: Lieferbare Auflagen, Ausführungen und Oberflächenarten bei Überzügen aus Zink-Eisen Legierung (ZF) Stahlsorten Auflagenkennzahl1) Ausführung des Überzugs

R Oberflächenart A B C Alle 100 X X X 120 X X X 1) Siehe auch 7.3.2.

Tabelle 7: Lieferbare Auflagen und Oberflächenarten bei Überzügen aus Zink-Aluminium (ZA), Aluminium-Zink (AZ) und Aluminium-Silicium (AS)

Stahl-sorten Auflagen- kenn-zahl1) Oberflächenart ZA AZ AS A B C A B C A B C Alle 60 – – – – – – X X X 80 – – – – – – X X X 95 X X X – – – – – – 100 – – – X X X – – – 130 X X X – – – – – – 150 – – – X X – – – – 185 X X X X – – – – – 200 X X X – – – – – – 255 X X X – – – – – – 1) Siehe auch 7.3.2. (Maße in mm)

b = Band- oder Blechbreite

(13)

8.4.5 Falls eine Untersuchung der Legierungsschicht-dicke (siehe 7.4.5) vereinbart wurde, müssen für die Pro-benahme besondere Vereinbarungen getroffen werden. 8.4.6 Die Entnahme und etwaige Bearbeitung muss bei allen Proben so erfolgen, dass die Ergebnisse der Prüfun-gen nicht beeinflusst werden.

8.4.7 Falls der Nachweis der chemischen Zusammen-setzung nach der Stückanalyse bei der Anfrage und Be-stellung vereinbart wurde, müssen Probenahme und Pro-benvorbereitung nach ISO 14284 erfolgen.

8.5 Prüfverfahren

8.5.1 Der Zugversuch ist nach EN 10002-1 durchzufüh-ren, und zwar mit Proben der Form 2 (Anfangsmesslänge L0 = 80 mm, Breite b = 20 mm) nach EN 10002-1, An-hang A (siehe auch 7.2.4).

8.5.2 Die Ermittlung der senkrechten Anisotropie r und des Verfestigungsexponenten n sind nach ISO 10113 und ISO 10275 durchzuführen. Die senkrechte Anisotropie r und der Verfestigungsexponent n werden für den Deh-nungsbereich von 10 % bis 20 % ermittelt. Die Ermittlung

muss im Bereich der homogenen plastischen Formände-rung erfolgen, deshalb können — wenn die Gleichmaß-dehnung des Werkstoffes nicht den Wert von 20 % erreicht — Dehnungswerte zwischen 15 % und 20 % angewendet werden.

8.5.3 Solange keine Europäische Norm zur Ermittlung der Streckgrenzenerhöhung durch Wärmeeinwirkung (BH-Werte) verfügbar ist, ist das Prüfverfahren bei der An-frage und Bestellung zu vereinbaren.

8.5.4 Der Faltversuch zur Prüfung der Haftung des Über-zugs (siehe auch 7.10 und 8.4.3) ist nach EURONORM 12 durchzuführen.

Dabei sind die Durchmesser D des Biegedorns oder der Biegerolle nach Tabelle 8 anzuwenden. Der Biegewinkel beträgt in allen Fällen 180°.

Beim Zusammendrücken der Probenschenkel ist darauf zu achten, dass der Überzug nicht beschädigt wird. 8.5.5 Das Gewicht der Auflage wird durch chemisches Ablösen des Überzugs aus der Gewichtsdifferenz der Pro-ben vor und nach dem Entfernen des Überzugs ermittelt. Bei der Prüfung mit Proben nach Bild 1 ergibt sich der Seite 11 EN 10292:2000 Tabelle 8: Biegedorndurchmesser beim Faltversuch zur Prüfung der Haftung des Überzugs (siehe 8.5.4) Streckgrenzenstufe

Art des Schmelztauchüberzugs

Biegedorndurchmesser Da),b)bei Nenndicken

N=mm2 min. < 1,5 mm U 1,5 k 3,00 mm 180 +Z, +ZF, +ZA, +AZ 0 0 +AS 0 1a 220 +ZA 0 0 +Z, +ZF, +AZ 1a 1a +AS 1a 2a 260 +ZA 1a 1a +Z, +ZF, +AZ 2a 2a +AS 2a 3a 300 +ZA 1a 1a +Z, +ZF, +AZ, +AS 2a 3a 340 +ZA 2a 2a +Z, +ZF, +AZ, +AS 3a 4a 380 +ZA 2a 3a +Z, +ZF, +AZ, +AS 3a 4a 420 +ZA 2a 3a +Z, +ZF, +AZ, +AS 3a 4a a) a = Erzeugnisdicke.

b) Bei Auflagedicken > 25 µm ist bei allen Arten von Schmelztauchüberzügen der Biegedorndurchmesser um 1a zu

(14)

Wert für die Dreiflächenprobe als arithmetisches Mittel aus den drei Versuchsergebnissen. Jedes Einzelergebnis muss den Anforderungen an die Einzelflächenprobe nach Tabelle 4 entsprechen.

Für die laufenden Überprüfungen beim Hersteller können auch andere Verfahren — z. B. zerstörungsfreie Prüfun-gen — angewendet werden.

In Schiedsfällen ist jedoch das im Anhang A (Z, ZA und AZ) oder Anhang B (AS) zu dieser Europäischen Norm be-schriebene Verfahren anzuwenden.

8.5.6 Falls eine Untersuchung der beim Schmelztauch-veredeln mit Aluminium-Silicium-Überzug (AS) sich bil-denden Fe-Al-Si-Legierungsschicht vereinbart wurde (sie-he 7.4.5), ist das in Anhang C beschriebene Untersu-chungsverfahren anzuwenden.

8.6 Wiederholungsprüfungen

Es gelten die Festlegungen in EN 10021. Bei Rollen sind die Wiederholungsproben in einem Abstand von minde-stens einer Windung, jedoch von höchminde-stens 20 m vom Bandende zu entnehmen.

8.7 Prüfbescheinigungen

Auf entsprechende Vereinbarung bei der Bestellung ist eine der in EN 10204 genannten Prüfbescheinigungen auszustellen (siehe auch 8.1.2).

9 Kennzeichnung

9.1 An jeder Rolle oder jedem Paket ist ein Schild anzu-bringen, das mindestens folgende Angaben enthalten muss:

a) Name oder Zeichen des Lieferwerks,

b) Bezeichnung (bestehend aus 5.1 b) und 5.1 f) bis 5.1 k)), c) Nennmaße des Erzeugnisses,

d) Identifikationsnummer,

e) Auftragsnummer,

f) Gewicht der Rolle oder des Pakets.

Strichcode-Etikettierung nach ENV 606 kann die Kenn-zeichnung ergänzen, wenn die obigen Mindestangaben zur Kennzeichnung auch in Klarschriftzeichen aufgeführt sind.

9.2 Eine Kennzeichnung der Erzeugnisse durch Stem-pelung kann bei der Bestellung vereinbart werden.

10 Verpackung

Die Anforderungen an die Verpackung der Erzeugnisse sind bei der Bestellung zu vereinbaren.

11 Lagerung und Transport

11.1 Feuchtigkeit, besonders auch Schwitzwasser zwi-schen den Tafeln, Windungen einer Rolle oder sonstigen zusammenliegenden Teilen aus schmelztauchveredelten Flacherzeugnissen, kann zur Bildung von Korrosionspro-dukten führen. Die Möglichkeiten zum Schutz der Oberflä-chen sind in 7.6 angegeben. Bei längerem Kontakt mit der Feuchtigkeit kann jedoch der Korrosionsschutz örtlich vermindert werden. Vorsorglich sollten die Erzeugnisse trocken transportiert und gelagert und vor Feuchtigkeit geschützt werden.

11.2 Während des Transportes können durch Reibung dunkle Punkte auf den schmelztauchveredelten Oberflä-chen entstehen, die im Allgemeinen nur das Aussehen be-einträchtigen. Durch Ölen der Erzeugnisse wird eine Ver-ringerung der Reibung bewirkt. Es sollten jedoch folgende Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden: feste Verpa-ckung, satte Auflage, keine örtlichen Druckbelastungen.

12 Beanstandungen

Für Beanstandungen nach der Lieferung und deren Bear-beitung gilt EN 10021.

Anhang A

(normativ)

Referenzverfahren zur Ermittlung der Auflagegewichte von Zink, Zink-Aluminium

und Aluminium-Zink

A.1 Grundsatz

Die Probengröße muss mindestens 5 000 mm2 betragen. Bei Verwendung einer Probe von 5 000 mm2 Größe ergibt der

durch die Ablösung des Überzugs entstehende Gewichtsverlust in Gramm nach Multiplikation mit 200 das Gesamtgewicht der Auflage in Gramm je Quadratmeter auf beiden Seiten des Erzeugnisses.

A.2 Reagenzien und Herstellung der Lösung

Reagenzien:

– Salzsäure (HCl, 520= 1,19 g=cm3)

– Hexamethylentetraamin Herstellung der Lösung:

Die Salzsäure wird mit vollentsalztem oder destilliertem Wasser im Verhältnis von einem Teil HCl zu einem Teil Wasser (50 %-Lösung) verdünnt. Dieser Lösung werden unter Rühren 3,5 g Hexamethylentetraamin je Liter zugegeben.

Die so hergestellte Lösung ermöglicht zahlreiche aufeinander folgende Ablösungen unter zufriedenstellenden Bedingun-gen im Hinblick auf die Schnelligkeit und Genauigkeit.

A.3 Versuchseinrichtung

Waage, die die Ermittlung des Probengewichts auf 0,01 g gestattet. Für den Versuch ist eine Abzugs-Vorrichtung zu ver-wenden.

(15)

A.4 Versuchsdurchführung

Jede Probe ist wie folgt zu behandeln:

a) Falls erforderlich, Entfettung der Probe mit einem organischen, die Auflage nicht angreifenden Lösemittel mit anschließender Trocknung der Probe;

b) Wägung der Probe auf 0,01 g;

c) Eintauchen der Probe in die Lösung nach A.2 bei Umgebungstemperatur (20 °C bis 25 °C). Die Probe wird in dieser Lösung belassen, bis kein Wasserstoff mehr entweicht oder nur noch wenige Blasen entstehen;

d) nach dem Ende der Reaktion wird die Probe gewaschen, unter fließendem Wasser gebürstet, mit einem Tuch vorge-trocknet, durch Erwärmen auf rd. 100 °C weitergetrocknet und im warmen Luftstrom abgekühlt;

e) erneutes Wägen der Probe auf 0,01 g;

f) Ermittlung des Gewichtsunterschiedes der Probe mit und ohne Überzug. Dieser Unterschied, ausgedrückt in Gramm, stellt das Auflagegewicht m dar.

Anhang B

(normativ)

Referenzverfahren zur Ermittlung des Aluminium-Silicium-Auflagegewichts

B.1 Anwendungsbereich

Das nachfolgend beschriebene Verfahren dient zur Bestimmung des Auflagegewichts von schmelztauchveredelten Flach-erzeugnissen mit Aluminium-Silicium-Überzügen. Dabei werden die Proben vor und nach dem Entfernen des Überzugs ge-wogen.

B.2 Reagenzien

– Salzsäure (5 = 1,19 g=m)

– 20-prozentige Natriumhydroxid-Lösung, hergestellt durch Auflösen von 20 g Natriumhydroxid in 80 ml Wasser

B.3 Durchführung

B.3.1 Proben

Die Proben sind dem Erzeugnis nach den Angaben in 8.4.4 zu entnehmen.

Die Proben müssen sauber sein. Sie sind, falls notwendig, mit geeigneten, den Überzug nicht angreifenden Lösemitteln und anschließend in Alkohol zu waschen und dann gründlich zu trocknen.

B.3.2 Verfahren

Nach dem Säubern nach B.3.1 werden die Proben gewogen und dann in heiße Natriumhydroxid-Lösung gelegt, bis die Reaktion aufhört. Danach sind die Proben aus der Lösung zu nehmen, unter Wasser abzureiben, mit einem Tuch grob abzureiben und für 2 s bis 3 s in kalte Salzsäure zu legen.

Anschließend sind die Proben unter Wasser abzuspülen und erneut in die Natriumhydroxid-Lösung zu tauchen, bis wieder-um keine Reaktion mehr festzustellen ist. Dieses Vorgehen ist zu wiederholen, bis beim Eintauchen in die Natriwieder-umhydroxid- Natriumhydroxid-Lösung keine sichtbare Reaktion mehr eintritt. Die Proben werden dann gewaschen, getrocknet und erneut gewogen.

B.4 Auswertung

Das Auflagegewicht in Gramm je Quadratmeter des Erzeugnisses (beidseitig) ergibt sich aus der Gleichung: m0­ m1

… † · 106

A Dabei ist:

m0 das Gewicht der Probe vor dem Ablösen des Überzugs, in Gramm;

m1 das Gewicht der Probe nach dem Ablösen des Überzugs, in Gramm;

A die Fläche der benutzten Probe in Quadratmillimeter.

Seite 13 EN 10292:2000

(16)

Anhang C

(normativ)

Verfahren zur Bestimmung des Gewichts der Fe-Al-Si-Legierungsschicht

C.1 Anwendungsbereich

Das nachfolgend beschriebene Verfahren dient zur Bestimmung des Gewichts der Legierungsschicht von Proben aus schmelztauchveredelten Flacherzeugnissen mit Aluminium-Silicium-Überzügen. Dabei wird zunächst die so genannte nichtlegierte Schicht abgelöst, danach in einer zweiten Stufe die Legierungsschicht nach dem Verfahren nach Anhang B. Das Verfahren beruht auf der Reaktion von Zinn(II)chlorid-Lösung mit Aluminium zu metallischem Zinn (Schwamm); diese Lösung reagiert nicht mit der Legierung oder mit dem Eisengrundwerkstoff. Die Proben werden vor und nach dem Entfernen der Legierungsschicht gewogen.

C.2 Reagenzien

C.2.1 Zinn(II)chlorid-Lösung

C.2.1.1 Zur Herstellung der Stammlösung werden 1 000 g SnCl2· H2O in 500 ml verdünnter Salzsäure (1 : 1) aufgelöst.

Auffüllen auf 1 000 ml unter Zugabe von 5 g bis 10 g metallischem Zinn. Erwärmung, bis die Lösung klar ist.

C.2.1.2 Zur Herstellung der Gebrauchslösung werden unmittelbar vor Gebrauch 20 ml Stammlösung zu 200 ml H2O zu-gegeben.

C.3 Durchführung

C.3.1 Entfernung der unlegierten Schicht

Die nach 8.4.4 entnommenen Proben werden mit Petroläther gereinigt, in 200 ml Gebrauchslösung (siehe C.2.1.2) ge-taucht, bis die Reaktion schwach geworden ist. Nach Herausnehmen der Proben aus der Lösung wird das schwammige Zinn mit Hilfe eines kleinen Spatels abgeschabt. Anschließend Wiederholung der Ablösung, bis keine weitere Reaktion er-folgt. Die Proben werden dann gewaschen und getrocknet.

C.3.2 Bestimmung der Legierungsschicht

Die nach C.3.1 präparierten Proben werden, wie in B.3.2 beschrieben, behandelt.

C.4 Auswertung

Das Gewicht der Legierungsschicht ergibt sich aus dem nach der Gleichung in B.4 errechneten Gewichtsunterschied der Proben vor und nach dem Versuch.

Literaturhinweise

EN 10268

Kaltgewalzte Flacherzeugnisse mit hoher Streckgrenze zum Kaltumformen aus mikrolegierten Stählen — Technische Lieferbedingungen

References

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